Regionalkonferenz zur Museumsentwicklung

Liebe zur Historie vermitteln 

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Burghausen - Welche Angebote können Museen für Geflüchtete erarbeiten? Was sind grundsätzlich die künftigen Aufgabenfelder von Museen? Wie sieht modernes Museumsmanagement aus? 

Fragen wie diese standen im Fokus der 8. Regionalkonferenz der Landesstelle nichtstaatlicher Museen am Montag in Burghausen. Etwa 80 Museumsleiter, wissenschaftliche Mitarbeiter von Museen, Bürgermeister und Angestellte aus dem Kulturbetrieb aus der Region 18 haben sich in Burghausen getroffen, um über die Museumsentwicklung im östlichen Oberbayern zu beraten. Burghausen wurde erstmals als Standort für die Regionalkonferenz ausgewählt, da im Juni 2016 das Stadtmuseum Burghausen auf der Burg wiedereröffnet wurde und die Kollegen aus dem Bereich nichtstaatlicher Museen entsprechend neugierig waren. 

Und so war die Zahl der Anmeldungen zur Museumsführung vor der eigentlichen Tagung recht hoch. Unter den 50 Interessierten befand sich auch der Staatssekretär im Kultusministerium, Bernd Sibler. Für ihn waren die vielen Mitmach- und Medienstationen des Museums, die das Leben auf der Burg im Mittelalter und die Stadtgeschichte modern und anschaulich erlebbar machen, neu. Der Staatssekretär kämpfte als Ritter auf einem Turnier, befühlte und erriet verschiedenste mittelalterliche Stoffe und erfuhr Spannendes zur Industriegeschichte Burghausens. 

"Es ist nicht gut, wenn sich ein Museum nicht verändert"

„Ein wirklich sehr gelungenes Museum“, so sein Fazit bei der anschließenden Eröffnung der 8. Regionalkonferenz in der Dürnitz auf der Burg. Vor allem die vielfältigen Möglichkeiten für wechselnde Präsentationen in der Dauerausstellung des Stadtmuseums Burghausen hob er hervor: „Es ist nicht gut, wenn sich ein Museum nicht verändert und die Besucher auch nach Jahren nichts Neues zu sehen bekommen“, so Sibler. Die Regionalkonferenz sei als Plattform des Austausches für die Museumsleute zu verstehen, begrüßte er die Tagungsteilnehmer. Erster Bürgermeister Hans Steindl hieß alle Anwesenden willkommen und betonte, dass der Schwerpunkt des Burghauser Stadtmuseums in der Pädagogik und Wissensvermittlung liege. 

Zudem bilde das Stadtmuseum zusammen mit dem Haus der Fotografie am Eingang der Burg und der Kunst im öffentlichen Raum eine perfekte Symbiose, die zum Nachdenken über Geschichte einlade. Dr. Astrid Pellengahr, Leiterin der Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern, stellte in einem kurzen Überblick die Aufgaben der Landesstelle und den damit verbundenen kostenlosen Service für die Museen vor, um die bayerische Museumslandschaft weiterzuentwickeln. „Vor allem Beratung in baulichen, aber auch konzeptionellen Fragen, alles was die Finanzierung betrifft und natürlich fachspezifische Fortbildungen sowie der technische Rahmen mit Homepage und Webauftritt – all dies zählt zu unseren Leistungen“, so Pellengahr. 

"Das Interesse war überraschend hoch. Das hat uns sehr gefreut."

Im Anschluss an die Reden konnten die Konferenzteilnehmer zu folgenden Themen diskutieren bzw. sich austauschen: Verbesserung der Qualität in Museen, regionale Museumsarbeit und Heimatpflege, Fortbildungen sowie der lokale Beitrag von Eva Gilch, Leiterin des Burghauser Stadtmuseums und Birgit Reineke-Reiprich, Leiterin des Kulturbüros Burghausen zum Themenkomplex Netzwerkarbeit mit Multiplikatoren. 

Insgesamt sind die Regionalkonferenz in Burghausen und das neue Stadtmuseum auf der Burg sehr gut angekommen, so das Feedback der Teilnehmer und auch Eva Gilch, Leiterin des Stadtmuseums Burghausen, findet: „Die Teilnehmerzahl lag im oberen Bereich und das Interesse für die Führung im neuen Museum war überraschend hoch. Das hat uns sehr gefreut.“ 

Pressemeldung Stadt Burghausen

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