Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr

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Burghausen - Am 9.März fand im Burghausener Bürgerhaus die 148. Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr mit Ehrung der Mitglieder statt.

Der Saal des Burghauser Bürgerhauses war auch im Jahr 2012 wieder Austrangungsort der 148. Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Burghausen. Vorstandsvorsitzender Thomas Lindner, freute sich, neben den zahlreich erschienenen Kameraden von Alt bis Jung, auch bei den außerordentlichen Gästen die gewohnt rege Resonanz feststellen zu können. So durfte man von Seiten der Stadt Burghausen 1. Bürgermeister Hans Steindl und seine Vertreterin, Christa Seemann, in Begleitung einiger Stadträte, zu den Anwesenden zählen. Die Kreisbrandinspektion wurde durch KBI Josef Fellner und die beiden KBM Rupert Maier und Helmut Kreupl repräsentiert. Lindner durfte des weiteren unter anderem Vertreter von umliegenden Wehren und anderen Hilfsorganisationen, wie BRK oder Wasserwacht, sein Grußwort aussprechen.

Nachdem durch die Grußworte des Vorstandsvorsitzenden die Versammlung eröffnet wurde, gestalteten zwei Bläser der Lindacher Blasmusik, das Gedenken an die im vergangenen Jahr verstorbenen Kameraden, in einem musikalisch-würdigen Rahmen. Der Tod entriss der Feuerwehr im vergangenen Jahr Ehrenmitglied Alfons Hochertseder und Ehrenkommandanten Fritz Spindler, welcher sich 70 Jahre in den Dienst der Wehr stellte.

Burghausen feiert Feuerwehr

Im Bericht des Vorstandsvorsitzenden konnte sich die Versammlung von den regen Vereinsaktivitäten des letzten Jahres überzeugen. Diese reichten von zahlreichen sportlichen Aktivitäten bis hin zur Teilnahme an der Fronleichnamsprozession oder anderen kirchlichen und weltlichen Ereignissen, bei denen die Freiwillige Feuerwehr Burghausen nicht mehr wegzudenken ist. In seiner Funktion als Vorstandsvorsitzender sprach Thomas Lindner der Stadt Burghausen, repräsentiert durch vorher Genannte, seinen Dank für ein stets offenes Ohr und die finanzielle Unterstützung des Feuerwehrvereins aus.

Als nächstes stand der Bericht des 1. Kommandanten, Franz Haringer, auf der Tagesordnung. So konnte er in 2011 von einer weiteren Einsatzhäufung in Summe von 3482 geleisteten Einsatzstunden berichten. Gemeinsame Übungen mit den Werksfeuerwehren sowie den umliegenden freiwilligen Wehren halfen dazu, die Strukturen der Zusammenarbeit für gemeinsame Einsätze zu optimieren. Einen ausserordentlichen Schwerpunkt stellte aufgrund ihrer brandschutztechnischen Besonderheit die Altstadt dar, in der auch die Jahreshauptübung abgehalten wurde. Haringer konnte desweiteren von zahlreichen Ausbildungen, der durchgeführten Leistungsprüfung "Die Gruppe im Löscheinsatz" und "Technische Hilfeleistung", dem erstmalig stattfindenden Burghauser Rettungsdiensttag und einer Vielzahl von weiteren Aktivitäten berichten. Um die Bedeutung und Unverzichtbarkeit des Freiwilligendienstes zu veranschaulichen, zog Haringer folgenden Vergleich. So würde es für die Stadt Burghausen einen Personaleinsatz von zusätzlichen 88 Angestellten bedeuten, um die Arbeit der Freiwilligen zu stemmen.

2. Jugendwart Andreas Spindler informierte die Versammlung über die Aktivitäten der Jugendgruppe im zurückliegenden Jahr. So wurde der Feuerwehrnachwuchs in 50 Übungen theoretischer und praktischer Art auf spätere Einsätze vorbereitet. Mit Aktionen, wie einem gemeinsamen Zeltlager wird bereits in der Jugend ein Akzent in Richtung Zwischenmenschlichkeit gesetzt und die Tugend der Kameradschaft gepflegt. Diese Kameradschaft zieht sich durch das ganze Feuerwehrleben und findet sich nicht zuletzt auch bei den aktuell 42 Feuerwehrreservisten wieder. Deren Bericht kündet ebenso von zahlreichen Treffen und Aktionen. Kassier Helmut Baumgartner gab der Versammlung einen Überblick über getätigte Investitionen, Einnahmen und Ausgaben. Die Kassenprüfer Lorenz Schnitzenbaumer und Rudolf Ecker bestätigten eine einwandfreie Kassenführung.

Als nächstes folgte gemäß Tagesordnung die Verpflichtung der im letzten Jahr

eingetretenen Kameraden. Die Jugendgruppe fand erfreulicherweise einen regen Zulauf und konnte folgende Zugänge verzeichnen: Boris Rats, Simon Luttenberger, Nico Stey, Thomas Haringer, Nico Bonauer, Florian Ottmann, Tim Niedermeier, Sebastian Wagenhofer

Anschließend wurden folgende Kameraden für Ihre langjährige Zugehörigkeit geehrt: 10 Jahre: Julian Danner, Marko Müller 20 Jahre: Michael Krause, Andreas Spindler 30 Jahre: Walter Müller 50 Jahre: Franz Haringer sen. 65 Jahre: Max Henghuber

KBI Josef Fellner überreichte als Vertreter der Kreisbrandinspektion folgenden Kameraden eine besondere Ehrung: Feuerwehr-Ehrenzeichen für 25-jährige Mitgliedschaft: Thomas Hatheier Feuerwehr-Ehrenzeichen für 40-jährige Mitgliedschaft: Herbert Salzeder, Hermann Wolf Feuerwehr-Ehrenkreuz silber: Anton Maier

Hermann Wolf stellte sich nahezu 40 Jahre als Gerätewart in den Dienst der Freiwilligen Feuerwehr Burghausen und wurde in diesem Zug zum Ehrenmitglied ernannt.

Beförderungen wurden folgenden Kameraden zum Teil: Feuerwehranwärter: Ralph Meltl, Florian Schweizer Oberfeuerwehrmann: Daniel Hauf, Christian Kraus, Sebastian Meierhofer Hauptfeuerwehrmann /-frau: Tanja Freigang, Robert Heindl, Elmar Lahnstein, Florian Roth, Florian Schubert Oberlöschmeister: Wolfgang Rossau, Oliver Rogozarski Hauptlöschmeister: Johann Bernhard Oberbrandmeister: Helmut Baumgartner, Jürgen Gerlach

Vorstandsvorsitzender Thomas Lindner erläuterte in einem eigens auf der Agenda stehenden Punkt, den aktuellen Stand der Vorbereitungen auf das 150-jährige Gründungsfest 2013. Neun Arbeitskreise arbeiten unter Hochdruck an den Vorbereitungen. In 2011 konnten bereits die Ehrendamen verpflichtet werden, 2012 hofft man sich noch die Dienste der FF Ach als Patenverein sichern zu können.

1. Bürgermeister Hans Steindl hob in seiner Ansprache das Sicherheitsgefühl hervor, das die Bevölkerung durch die Freiwillige Feuerwehr Burghausen erfährt. "Wir hoffen, dass möglichst wenig passiert, aber es ist gut, wenn qualifizierte Kräfte im Ernstfall zur Seite stehen. Umso bemerkenswerter ist es, dass diese ihren Dienst auch noch ehrenamtlich verrichten", so Steindl. Das Sicherheitsgefühl sei vor allem im Chemiedreieck wichtig, das ein erhöhtes Risikogebiet ist.

Hans Reichl, 1. Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Ach, ergriff noch das Wort und sprach der Burghauser Wehr im Namen des Bezirks Braunau seinen Dank aus. Neben dem Ablegen der bayerischen Leistungsabzeichen hat die Freiwillige Feuerwehr Burghausen auch in Sachen Atemschutzübungsstrecke stets ein offenes Ohr für die Wehren aus dem benachbarten Österreich.

Als Vertreter der Werksfeuerwehren im Landkreis, machte Vincenzo Bucci deutlich, dass es beruhigend sei, sich einer professionellen Hilfe unter den Freiwilligen Feuerwehren gewiss sein zu können.

Anschließend schloss Vorstandsvorsitzender Thomas Lindner mit einem Dank an alle Anwesenden die Veranstaltung. Die rege Resonanz ist eine Bestätigung dafür, dass die Freiwillige Feuerwehr Burghausen eine lebendige Organisation ist. Eine Anwesenheitsquote von 80 % ist ein deutliches Zeichen der Kameraden für die Identifikation mit Ihrer Wehr. In diesem Sinne: "Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr!"

Pressemitteilung Freiwillige Feuerwehr Burghausen

Rubriklistenbild: © ms

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