Burghauser Burg wird saniert

Kanalsanierung und Ausbau der Barrierefreiheit beginnt

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Die Burghauser Burg von österreichischer Seite aus

Burghausen - Die Burghauser Burg gilt mit seinen 1051 Metern als die längste Burg der Welt. Das Bauwerk begeistert jährlich zehntausende Besucher. Um es auch für Behinderte noch attraktiver zu machen, wird am Weg durch die Burg umfangreich gebaut. Doch nicht nur das - auch der Kanal wird saniert.

Die Bayerische Schlösserverwaltung beginnt derzeit auf der Burg zu Burghausen mit der aufwändigen Sanierung der Abwasserkanäle. Besonders daran ist, dass die Arbeiten über weite Strecken erledigt werden können, ohne den Boden zu öffnen. Bei diesem sogenannten Inliner-Verfahren schieben die Fachleute ein neues, zunächst elastisches und dann erhärtendes Rohr in das alte undichte Rohr. Nur stellenweise muss der Bodenbelag geöffnet werden. 

Das gesamte Leitungsnetz ist bereits (auch mit Kameras) umfassend untersucht. Die Maßnahme erstreckt sich über die ganze ausgedehnte Burganlage, dauert voraussichtlich bis Mitte des Jahres 2019 und kostet insgesamt rund 990.000 Euro. Es wird nur wenige Beeinträchtigungen für Besucher und Anwohner geben. 

Ebene, ausreichend breite Wege für Rollstuhlfahrer und Fußgänger 

Zudem verbessert die Schlösserverwaltung die Barrierefreiheit in den fünf Vorhöfen. Ziel ist eine durchgängig nutzbare, entweder eben gepflasterte oder wassergebundene, also gesandete und rund 1,5 Meter breite Spur für Fußgänger und Rollstuhlfahrer. Dieser ebene Streifen erschließt alle fünf Vorhöfe bis hin zum Burgcafé und zur Hauptburg. Wo es nötig ist, werden Hecken zurückgeschnitten, um Engstellen zu weiten, Holzpfosten und Laternen versetzt und Poller beseitigt. 

In den Höfen der Hauptburg selbst, die seit jeher mit buckeligen Flusskieseln (Bummerln) gepflastert sind, sollen ebenfalls einige Spuren aus geglätteten Flusskieseln verlegt werden. Diese dann bequemeren Wege führen von der Torbau-Brücke zum Museumsladen in der Dürnitz, zum staatlichen Museum im Palas und zum neuen Eingang des Stadtmuseums in der ehemaligen Kemenate. Zu diesem Museumseingang verläuft die Spur in einem Bogen, um in der geneigten Hoffläche die Strecke zu verlängern und dadurch die Steigung für Rollstuhlfahrer zu reduzieren.

Behindertenfreundliche Erschließung des Stadtmuseums

Diese Spuren sollen sich optisch weich und möglichst unauffällig in die ausgesprochen malerische Pflasterung der Höfe einfügen. Die Kosten für die Verbesserung der Barrierefreiheit belaufen sich insgesamt auf rund 305.000 Euro. Für die behindertenfreundliche Erschließung des Stadtmuseums finanziert in eigener Regie die Stadt eine Rampe. Diese in denkmalgeschütztem historischem Umfeld geplanten Maßnahmen waren sorgfältig mit dem Schwerbehindertenbeauftragten des Landkreises Altötting, Sascha Pawolleck, abgestimmt worden. Die Burgverwaltung errichtet zeitgleich ein Lager- und Garagengebäude im fünften (äußersten) Vorhof. Es ist in traditioneller Bauart in der Erscheinungsform einer an die nördliche Burgmauer angefügten Remise geplant, wie es sie vielfach auf der Burg gab und noch vereinzelt gibt. Das Gebäude kostet voraussichtlich rund 314.000 Euro

Die Baumaßnahmen werden im Auftrag der Schlösserverwaltung und mit ihrer denkmalfachlichen Begleitung vom Staatlichen Bauamt Traunstein geplant und durchgeführt.

Pressemitteilung Bayerische Schlösserverwaltung

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