Wacker Chemie AG: Reinemachen der "Lebensader"

Alzkanal: Wo es nicht mehr geht, wird geteert

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Der Alzkanal auf Höhe Mehring/Öd

Burghausen/Mehring - (Nackt) baden im Alzkanal ist 1. verboten und 2. kann es sehr peinlich werden! Derzeit wird "die Lebensader" der Wacker Chemie AG für den Standort Burghausen generalsaniert.

Es ist so ähnlich wie in der – freilich übertriebenen – Werbung für eine Mundspülung, wo in einer Animation der Rumpf eines Bootes, besetzt von Algen und Muscheln, erst einmal sauber werden muss: Der Dreck muss erst einmal „abgesprengt“ werden. Im Alzkanal passiert das – genau wie bei den wirklich echten Booten – mittels speziellen Hochdruckreinigern. „Erst dann ist das ganze Ausmaß des Sanierungsbedarfes zu sehen“, erklärte Klaus Millrath, Leiter Kommunikation bei der Wacker Chemie AG am Standort in Burghausen, gegenüber innsalzach24.de im Telefongespräch am Montagnachmittag.

Zweistelliger Millionenbetrag

So sei es auf neun Kilometern Länge nötig, den Kanal zu asphaltieren. Löcher und Risse im Beton, ja sogar das Wasser kam an einigen Stellen schon raus aber „der Zeitpunkt für diese Maßnahme ist genau richtig“, sagt Klaus Milrath. Verschiedene Stellen würden verschiedene Arbeitsschritte benötigen. 

Bilder von den Arbeiten am Alzkanal

Alzkanal: Wo es nicht mehr geht, wird geteert

Man sei derzeit im Zeit- und Kostenplan. Immerhin werde die Generalüberholung des Alzkanals die Wacker Chemie einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag kosten. Der Grund: Er ist die Lebensader für das Werk in Burghausen. 8% des Strombedarfes für die Wacker Chemie AG, 70% der benötigten Kühlleistung – all das liefert der Alzkanal, wenn er in Betrieb ist. Zum Vergleich: Diese vermeintlich kleinen 8% Strom könnten Regensburg und Passau versorgen. Die Folge des laut Plan 10-wöchigen Ausfalls: Wacker muss Strom zukaufen, Notstromaggregate vorhalten und als Ersatz für das Kühlwasser wird mehr Wasser aus der Salzach in den –Kreislauf gepumpt.

Mit oder ohne Badehose: Es ist und bleibt verboten

Bereits Ende August berichtete innsalzach24.de über die Abstellung des Alzkanals. Er sei etwas besonderes, berichtet ein, wie er sich selbst bezeichnete, Anrainer am Montagmittag vor Ort. Er selbst habe schon drin gebadet. Natürlich ist das strengstens verboten „und heute, würde ich das auch nicht mehr machen“, sagt er. Der Grund: Die Strömung hat ihn weiter gezogen als geplant. Die Folge: Weil er nackt gebadet hat, musste er auch so mehrere hundert Meter zurück nach Hause laufen.

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