Alle Möglichkeiten für die Entwicklung offen

"Campus Burghausen": Wir sind Hochschule!

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+
Hans Steindl auf dem Dach des ehemaligen COC-Gebäudes in der Marktler Straße in Burghausen

Burghausen - In rund zwei Wochen soll die Einweihungsfeier stattfinden. Dann wird Burghausen ganz offiziell zum Hochschulstandort. Wie das ehrgeizige Projekt irgendwann aussehen soll, weiß heute noch niemand.

Unten "BOX - Der KleinPreisKönig", oben Hochschule: "Studieren, wo die Chemie stimmt"

700 Tausend Euro hat die Sanierung des ehemaligen COC-Gebäudes in der Marktler Straße in Burghausen gekostet. 500 Tausend hat die Wirtschaftsbeteiligungsgesellschaft Burghausen mbH (WiBG) vorfinanziert, jeweils 100 Tausend tragen Hauseigentümer und Vormieter. Rund 100 Stundenten sollen ab dem 29. September zusammen mit den Dozenten am "Campus Burghausen" die Räume mit Leben füllen. Am Mittwochmittag konnten sich die Damen und Herren des Stadtrates ein Bild vom Fortschritt der Arbeiten machen, rund zwei Wochen also, bevor dort der Studienbetrieb aufgenommen werden soll.

Mal so rein optisch gesehen

Freilich sollen an der Front zur Marktler Straße entsprechende Maßnahmen ergriffen werden und letztlich zeigt das große Banner schon seit Beginn der Bauarbeiten, dass hier für die Hochschule „Campus Burghausen“ gearbeitet wird aber irgendwie siehts halt von außen schon noch komisch aus:

Die „BOX – Der KleinPreisKönig“ im Erdgeschoss wird möglicherweise auch noch eine ganze Zeit da bleiben. Der Betreiber will nämlich erst einmal nicht raus und beruft sich auf seinen Mietvertrag. Man habe ihm bereits Ersatzräumlichkeiten angeboten, so Bürgermeister Hans Steindl beim Ortstermin am Mittwochmittag aber der Betreiber wolle sein Geschäft erst einmal nicht verlegen. Steindl zeigte sich in dieser Frage allerdings zuversichtlich: Da werde sich bald etwas ergeben.

"Campus Burghausen": Wir sind Hochschule!

Auf die Hardware kommt es an

Innen im sanierten ehemaligen COC-Gebäude:

  • modern gestaltete Räume, 
  • riesige Bildschirme,
  • Technik vom Feinsten, 
  • Tische, 
  • Bänke, 
  • eine großzügig gestaltete Kaffeeküche in jedem Stockwerk und jedes davon hat seine eigene Farbe, angefangen beim Orange wie im bekannten Logo-„B“ von Burghausen
Dieses Grün sticht Stadtrat Gerhard Hübner ins Auge

Ob man das ganze Schischi nun wirklich braucht um erfolgreich Wissen zu vermitteln – die Stadträtinnen und Stadträte schienen jedenfalls an ihre eigene Schul- und Studienzeit zu denken, während sie sich alles zeigen ließen. Ergebnis: „Alles schön hier“, sagt Stadträtin Dagmar Wasserrab. Hier kann also Lehrbetrieb aufgenommen werden und das obwohl das Grün als eine Stockwerksfarbe „doch etwas ins Auge Sticht“, wie Stadtrat und Seniorenreferent Gerhard Hübner feststellte.

Auch in einem kleinen Teil der Stühle ist die Farbgebung der Stockwerke umgesetzt.

Stühle, Tische, Monitore, Beamer und sonstige Technik sind also da, über die Stockwerksfarben kann man streiten, muss man aber nicht. Es kann losgehen: Burghausen wird Hochschulstadt.

Zug um Zug

Mit dem COC-Gebäude ist es nicht genug und eigentlich ist ja alles jetzt schon zu klein, glaubt man den Bewerberzahlen und dem damit verbundenen Interesse am Hochschulstandort Burghausen. Letzterer glänzt natürlich durch seine Nähe zur chemischen Industrie. So werden die Studienlabore im Lehrbereich Chemie beispielsweise beim BBiW, dem Berufsbildungswerk der Wacker Chemie AG angesiedelt.

Die Freitreppe mit dem Nachbargebäude: Wenn alles fertig ist, werden hier zwei COC-Gebäude stehen so quasi

Zug um Zug soll es weitergehen. Für eine Erweiterung des Hörsaalgebäudes in der Marktler Straße hat sich die Stadt auch schon das Grundstück nebenan gesichert. Darauf, so Steindl, könnte die Stadt ein zweites Gebäude errichten. Baugleich dem COC soll es sein. Die Fluchttreppe sei bereits so angelegt, dass beide Gebäude quasi zu einer Einheit verschmelzen können und überhaupt: Das Gebäude der VR Bank in der Neustadt ist ja auch noch da. Die Stadt hatte es gekauft. Dort sollen weitere Räume für den „Campus Burghausen“ entstehen. Sogar eine Art Audimax sei geplant.

Details, wie alles letztendlich mal aussehen soll, welche Gebäude welche Funktion haben, wo beispielsweise die Verwaltung der Hochschule später zu finden sein wird, stehen zwei Wochen vor der Eröffnung des ehemaligen COC-Gebäudes als Hochschulstart-Zentrale noch nicht fest. Sich der Möglichkeiten viele offen zu halten, ist wohl unbestritten Burghausens Paradedisziplin und so scheint es auch beim Thema Hochschule zu sein und wenn die „BOX – Der KleinPreisKönig“ im Erdgeschoss des erst raus ist, dann soll da eine Mensa entstehen, die sich als Lounge versteht, so der Plan. „Studentenleben ist Teil der Stadt“. Das sei von Anfang an die Maxime gewesen.

Einweihungsfeier ist am 29. September

Alles zusammen also 700 Tausend Euro für die Sanierung des ehemaligen COC-Gebäudes. Nach Abzug der Leistungen von Vorbesitzer und Mieter bleiben 500 Tausend. Die werden sich Stadt und Landkreis teilen.

Zurück zur Übersicht: Stadt Burghausen

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser