Tresore und sogar Waffen waren im Alzkanal

Polizei: "Wir haben uns mehr erhofft"

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Was wurde aus den Tresoren und Waffen im Alzkanal? innalzach24.de hat nachgefragt. 

Burghausen - Die rund achtwöchige Stilllegung des Alzkanals förderte ganz besondere Fundsachen zu Tage, für die sich die Polizei interessierte. Bei der Aufklärung konnten sie aber nicht helfen.

Eine Woche ist es jetzt schon wieder her, dass der Alzkanal zwischen Hirten und Burghausen wieder Wasser führt. Es war die erste Generalsanierung dieser Art nach rund 100 Jahren. Der Aufwand: gewaltig. Sogar eine Asphaltiermaschine wurde eigens dafür entwickelt. Die Wacker Chemie AG spricht von einem zweistelligen Millionenbetrag, den diese Generalsanierung am Ende gekostet haben wird. Vom Arbeiter bis zum Ingenieur – 400 Menschen und mehr haben dieses Mammutprojekt möglich gemacht, darunter auch Beamte der Polizeiinspektion Burghausen.

Ein Fundbüro der anderen Art

Tresore und sogar Waffen waren im Alzkanal

Das Ablassen des Wassers förderte nämlich so einige „Fundsachen“ zu Tage. Fahrräder, Mofas, Kfz-Kennzeichen und – und da wird’s wirklich spannend – mehrere Tresore und eine Lang- und fünf Kurzwaffen waren dabei. Grundsätzlich seien alle Fundsachen in einem sehr schlechten Zustand gewesen, so ein Polizeisprecher am Mittwochvormittag gegenüber innsalzach24.de. Ein möglicher Fahrraddiebstahl beispielsweise, sei einfach nicht mehr zuzuordnen gewesen.

Spannender wurde es bei den Tresoren und Waffen. So half die Freiwillige Feuerwehr Mehring beispielsweise dabei, eine zweite Kammer in einem Tresor zu öffnen aber bis auf Münzgeld war nichts mehr zu holen. Die gefundene Langwaffe konnten die Beamten als Kleinkalibergewehr mit Individualnummer indentifizieren. Es konnte aber kein Zusammenhang mit Straftaten festgestellt werden. Sie war nicht registriert.

Jahre in Schlick und Modder hinterlassen Spuren

Bei den fünf gefundenen Kurzwaffen habe es sich um Schreckschuss-Waffen gehandelt, hieß es in einer ersten Erklärung. Heute ist sich die Polizei bei vieren sicher. Bei einer könnte es sich um eine „Echte“ handeln. Die Waffen müssten bei einem sich erhärtenden Verdacht an das LKA geschickt werden. Dort würden dann Beschusstests gemacht, so der Sprecher. Das sei aber aufgrund der schon einer Versteinerung ähnlichen Ablagerungen und weiteren Materialschäden durch die „Lagerung“ unter Wasser nicht mehr möglich. Sie hätten einfach schon zu lange da drin gelegen.

Wir haben uns mehr erhofft“, erklärt der Sprecher in punkto Aufklärung. Die gefundenen Tresore und Waffen müssten nicht zwingend etwas mit Kriminalität im Landkreis zu tun haben. Die Corpora Delicti seien wohl in den meisten Fällen auf dem Weg von A nach B, der zufälliger oder Zwanges Weise durch die Region führte, im Alzkanal „abgelegt“ worden. Die Fahrräder und Mofas seien dagegen meist wohl „geborgt“ und im Alzkanal „abgestellt“ worden.

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