Biederbick-Ausstellung bis 30.10. verlängert

Schüler im Dialog mit Skulpturen

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Ganz genau hingeschaut haben die Schüler der 7c der Maria-Ward-Realschule.

Burghausen - Die Berliner Bildhauerin Christa Biederbick, Mitbegründerin des deutschen „Polyester-Realismus“, stellt zurzeit höchst erfolgreich ihre Werke in der Studienkirche aus.

Aufgrund des großen Erfolgs wird die Ausstellung bis Ende Oktober verlängert.

Sie erreicht die Besucher mit ihren lebensgroßen Arbeiten aus Polyester und Terrakotta direkt und greift Szenen aus dem Alltag, politische oder gesellschaftliche Ereignisse und Sport auf. Seit Juli läuft ihre Ausstellung „Christa Biederbick – Realistische Plastik“ in der Studienkirche St. Josef so erfolgreich, dass sie nun bis Ende Oktober verlängert wird.

Direkt aus dem Leben gegriffen sind die Skulpturen der Berliner Künstlerin.

Was denkst Du? Warst Du im Krieg? Warum schweigst Du? Das sind einige der Fragen, die den Schülerinnen und Schüler der 7c von der Maria-Ward-Realschule Burghausen in den Sinn kommen, wenn sie einige der Plastiken Christa Biederbicks in der Ausstellung betrachten. Im Rahmen der „Nacht der offenen Kirchen“, die heuer unter dem Motto „Was glaubst denn du?!“ stehen, hat Lehrerin Stefanie Pittner im Religionsunterrichts mit der 7c einen Dialog in der Ausstellung erarbeitet. Dabei stellen die Schüler den Figuren Biederbicks Fragen und geben gleichzeitig selbst die Antworten

Die Schüler durften sich dabei selbst Figuren aussuchen und versuchen, die Schicksale dahinter zu erahnen. Ein Vierer-Team hat sich das Zwillingspärchen am Kircheneingang ausgesucht, „weil sie so traurig schauen. Das hat uns neugierig gemacht“, sagt eine Schülerin. Ganz genau betrachten die Kinder die Plastik, die aus Polyester herausgearbeitet wurde. Die schweigsamen Zwillinge, so sind sich die Schüler einig, waren im Krieg. Sie haben die Lippen fest aufeinander gepresst. „Was sie wohl fühlen?“, fragt ein Junge in die Runde. 

Und so entstanden in Gruppenarbeit mehrere Dialoge mit den Ausstellungsstücken, die während der Nacht der offenen Kirchen in der Ausstellung der Studienkirche von der 7c präsentiert wurden. 

Biederbicks Figuren begeistern das Publikum.

Biederbicks Ausstellung, die seit Juli 2016 mehr als 4.700 Besucher hatte, ist mehr als nur gut angekommen und das spiegelt sich unter anderem im Gästebuch wieder: "Schön, diese Ausstellung in Burghausen zu haben“ oder „Danke, ein großer Dank an die Künstlerin und die Stadt Burghausen für diese ganz bedeutende Ausstellung“, ist da beispielsweise zu lesen. 

Und auch die ausgezeichnete Berliner Künstlerin, die persönlich zur Eröffnung gekommen war, zeigte sich vom Ausstellungsort und der Salzachstadt begeistert: „Es ist ganz besonders und wundervoll hier.“ Zum Tag des Denkmals führte Kuratorin Ines Auerbach bereits viele Interessierte durch die Ausstellung. Zwei weitere Kuratorenführungen sind geplant: Sonntag, 16. Oktober um 14 Uhr und Sonntag, 30. Oktober um 11 Uhr. Der Eintritt in die Ausstellung und zu den Führungen ist frei. Öffnungszeiten Do + Fr 14 – 18 Uhr; Sa + So/Feiertag 10 – 18 Uhr.

Pressemitteilung Stadt Burghausen

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