Tag 1 der Testphase in Burghausen

Was taugt der e-Bus im City-Bus-Betrieb?

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Die kommenden zwei Wochen werden zeigen, ob der e-Bus dauerhaft im City-Bus-Betrieb zum Einsatz kommt

Seit Montag ist er im Einsatz. 400 Kilometer Reichweite soll er haben und mehr als 70 Fahrgäste sollen darin Platz finden. Ein e-Bus eines Herstellers aus Thüringen ist ab jetzt zwei Wochen auf Probe im City-Bus-Betrieb der Firma Brodschelm im Auftrag der Stadt Burghausen dort im Einsatz.

Seit Montag früh ist er im Einsatz. 400 Kilometer Reichweite soll er haben und mehr als 70 Fahrgäste sollen darin Platz finden. Ein e-Bus eines Herstellers aus Thüringen ist ab jetzt zwei Wochen auf Probe im City-Bus-Betrieb der Firma Brodschelm im Auftrag der Stadt Burghausen dort im Einsatz.

"Erst einmal das Fahrzeug testen" (I. Brodschelm)

Für Menschen mit Hämorrhoiden ist der Bus nix“, berichtet ein Mann an der Haltestelle beim Stadtkino. Er sei schon mitgefahren in Richtung Altstadt. „Am Übergang vom geteerten Ludwigsberg zum Kopfsteinpflaster rumpelts gewaltig“, sagt er und spricht weiter von einer zu harten Federung.

Fester Halt im City-Bus-Betrieb: Der Stadtplatz in Burghausen

Gut, das hat mit den Vor- oder Nachteilen eines e-Busses erst einmal nichts zu tun. Überhaupt sei das genaue Setup erst noch zu bestimmen, sollte er dauerhaft in der Herzogstadt zum Einsatz kommen, erklärt Isabelle Brodschelm im Telefoninterview gegenüber innsalzach24.de.

So stehe beispielsweise auch die Innenausstattung noch lange nicht fest. Erst einmal müsse das Fahrzeug zeigen, dass es für den Einsatz im City-Bus-Betrieb geeignet ist und mehr noch: In der zweiwöchigen Testphase gehe der Bus testweise auch auf den Linienverkehr nach Altötting, so Brodschelm. Auch die Fahrer würden sich erst einmal eingewöhnen müssen,entsprechende Schulungen erfolgen.

Erste Eindrücke von der Technik

Ein Automatik-Bus, elektrisch betrieben, mehr ist es eigentlich nicht

Prinzipiell sei der e-Bus zu fahren wie jeder andere, erklärte ein Fahrer der Firma Brodschelm am Montagnachmittag gegenüber innsalzach24.de. Klar, er ist nicht wesentlich größer oder kleiner. Einen wesentlichen Unterschied gibt es allerdings: Er verfügt über ein Automatikgetriebe. Damit gibt es nur noch „Gas“- und Bremspedal, genau wie bei entsprechenden Autos. Während der Fahrt über den Ludwigsberg runter in die Altstadt wird die Kraft der Motorbremse deutlich: „Den gesamten Berg hinunter muss ich fast nicht auf die Bremse treten“, berichtet der Fahrer.

Erst der erste Probetag von 14

Leise von außen, innen relativ normal und "Für Menschen mit Hämorrhoiden ist der Bus nix"

Die kommenden zwei Wochen werden es zeigen, ob der e-Bus in den City-Bus-Betrieb aufgenommen werden kann. Ersten Medienberichten zufolge, sehe es gut aus aber da ist die Sache mit der Reichweite und dem Energieverbrauch. So braucht der e-Bus, genau wie jeder Benzinmotor, natürlich mehr, geht es bergauf. Alles weitere werde dann in Zusammenarbeit mit der Stadt besprochen, so Isabella Brodschelm. Die habe Mitspracherecht bei der Innenausstattung. Summa summarum koste so ein Gefährt dann circa 400.000 Euro. Brodschelm allein werde dafür aufkommen. Zusammen mit der Stadt werde man sich aber um staatliche Zuschüsse bemühen.

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