Nach Brandalarm: "Erst einmal keine Dramatik"

Asylsituation in Burghausen: "Gut aufgestellt"?

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Burghausen - Auf seiner Sitzung am Mittwochnachmittag beschäftigte sich der Stadtrat erneut mit der Asylsituation in Burghausen. Bürgermeister Hans Steindl forderte: "Erst einmal keine Dramatik".

Auf seiner Sitzung am Mittwochnachmittag beschäftigte sich der Stadtrat erneut mit der Asylsituation in Burghausen. Die Häufung von Lärmbeschwerden aus dem Umfeld der Unterkunft im Gewerbegebiet Lindach und nicht zuletzt der Brandalarm in dieser Einrichtung in der Nacht auf Montag waren die Auslöser dafür aber nicht nur. So ging es unter anderem auch um die Situation an der Mittelschule.

Panikmache führt nur in den Papierkorb

Bürgermeister Hans Steindl forderte: „Erst einmal keine Dramatik“. Erstens sei Burghausen in der aktuellen Asylsituation gut aufgestellt und zweitens würde Panikmache, wie die, die er regelmäßig in anonymen Briefen erhalte, zu nichts führen, „nur in den Papierkorb“. Bereits in der öffentlichen Hauptausschusssitzung Anfang September hatte er darauf hingewiesen, dass die Asylbewerber-Unterkunft im Gewerbegebiet Lindach nur zu 80-90% belegt sei aber wegen der Häufung der Lärmbeschwerden ein Nachtdienst notwendig wäre. Problem: Die für die Gemeinschaftsunterkunft zuständige Regierung von Oberbayern komme für diesen Sicherheitsdienst nicht auf. Ein Wochenenddienst kostet laut Recherchen der Stadtverwaltung zwischen 3.000 und 5.000 Euro. Man sei in Verhandlungen mit den zuständigen Beamten der Regierung von Oberbayern.

Hier die Bilder vom Großeinsatz der in der Nacht zum Montag:

Großeinsatz der Rettungskräfte in Gewerbepark Lindach

Allgemein sei die Asylsituation in Burghausen mit 300 bis 350 untergebrachten –bewerbern recht geordnet, die Situation an den Schulen, insbesondere in punkto Versorgung mit Lehrkräften gut, die Klassenstärke erfreulich niedrig. In einer Aussprache ging es weiter noch um eine Detailfragen und Erfahrungsberichte einzelner Mitglieder. In Summe aber schloss sich der Stadtrat am Ende dem Bürgermeister Hans Steindl erneut an: So wolle man sich beispielsweise die Situation an den Schulen im neuen Schuljahr erst einmal ansehen, genau wie man allgemein keine übereilten Schlüsse ziehen oder gar vorschnell auf Situationen reagieren wolle.

Es gibt viel Positives

Man könne auf viele erfolgreiche Integrationsprojekte blicken. Die Cricket Mannschaft beim SV Wacker sei nur das bekannteste Beispiel, so Steindl. Neben der Sprache seinen Sport aber auch Aktivitäten im Bereich Musik sehr wichtig, um „die Menschen da raus zu bekommen aus der Unterkunft, dass sie am Leben hier teilhaben und dass sie Anschluss und im besten Fall Freunde finden“. Man wolle in Burghausen weiter an diesem Kurs in der Asylsituation arbeiten. Den Vorschlag der 2. Bürgermeisterin Christa Seemann zu diesem Thema, den Posten eines Integrations-Beauftragten in Burghausen einzurichten, begrüßte das Gremium. Konkret bestimmt wurde dafür am Mittwochnachmittag aber noch keiner, schließlich liege auch noch keine konkrete Beschreibung des Aufgabenbereiches vor.

Rubriklistenbild: © tb21

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