Bildungsmesse Inn-Salzach 2014

Bildungsmesse: 106 Aussteller in Burghausen

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Auch das Handwerk - hier im Bild der Stand der Zimmerer mit Innungsobermeister Christian Drexl (Mitte) - ist auf der Bildungsmesse stark vertreten.
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Burghausen - So bunt ist Bildung: 106 Aussteller präsentieren auf dem Messegelände die ganze Bandbreite der Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten.

Auf der Bildungsmesse Inn-Salzach 2014 (Freitag, 9. Mai, und Samstag, 10. Mai, auf dem Messegelände in Burghausen) präsentieren sich 106 Aussteller der Öffentlichkeit. Im Fokus steht die ganze Bandbreite der Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten. Firmen aus der Region und international bekannte Unternehmen verschiedenster Branchen sind zu Gast, das Spektrum reicht von Banken und Versicherungen, über Handel und Transport bis hin zur chemischen Industrie und der Metallbranche. Das komplette Ausstellerverzeichnisse finden Sie unter diesem Link.

Landrat greift zur Maurerkelle

Die Bildungsmesse Inn-Salzach 2014 findet auf dem Messegelände Burghausen (Berchtesgadener Straße 4) statt. Die Messe ist am Samstag von 9 bis 16 Uhr geöffnet, der Eintritt ist frei.

Auch Behörden, wie das Landratsamt Altötting und das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten haben einen Stand, ebenso wie die Bayerische Polizei und die Bundespolizei. Auch wer sich für Schule und Studium interessiert, wird in Burghausen fündig: Sowohl die FOS/BOS Altötting als auch mehrere Hochschulen und Universitäten aus ganz Bayern sind auf der Bildungsmesse Inn-Salzach vertreten.

Altöttings Landrat Erwin Schneider und Mühldorfs Landrat Georg Huber, deren Landkreise Co-Veranstalter der Messe sind, verschafften sich am Freitagnachmittag auf einem Rundgang durch die Messehalle einen Überblick über das Angebot. Gleich an einem der ersten Stände griff Schneider selbst zur Maurerkelle und fing an, ein kleines Mauerstück mit Mörtel zu bestreichen. Den anwesenden Fachleuten Rang Schneiders Leistung Respekt ab, Huber hingegen kommentierte aus der Warte des interessierten Beobachters launig: "Da ist der Mörtel gut gemacht."

"Unternehmen müssen selbst auf die Piste gehen"

Beide Landräte zeigten sich rundum zufrieden mit der Bildungsmesse. "Ich finde es hervorragend, dass Handwerk und Industrie gemeinsam in die Messe reingehen", sagte Huber. Vor allem das Angebot vieler Stände, ausgestellte Tätigkeiten an Ort und Stelle selbst auszuprobieren, gefiel dem Mühldorfer Landrat. Für Schneider nimmt die Messe eine "ganz hervorragende Entwicklung". In den Anfangsjahren habe man fast zittern müssen, dass Aussteller mitmachen, so der Landrat. Nun habe es sich fast schon umgedreht. Die Unternehmen müssten nun selber "auf die Piste gehen", um Lehrstellen zu besetzen, erläuterte Schneider.

Beim Handwerk, für das die Messe auch eine Vergleichsmöglichkeit mit der Industrie bedeutet, stößt die Messe auf positive Resonanz. "Das ist die beste Bildungsmesse, die wir bisher organisiert haben", findet Anton Steinberger, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Altötting-Mühldorf. Man sei bewusst hier, um sich im Vergleich mit der Industrie darzustellen - und um die Stärken des Handwerks zu zeigen. Für Steinberger sind diese Stärken Kreativität, Vielseitigkeit und Kundennähe.

Rundgang über die Bildungsmesse

"Lassen niemanden auf der Straße stehen"

Einen besonders aufwendigen Stand haben sich die Zimmerer ausgedacht. Ein ganzer Rohbau ist dort im Entstehen begriffen und es wird fleißig gesägt, gebohrt und gehämmert. Genug Ausbildungsplätze, aber zu wenig Bewerber - mit dieser einfachen Formel fasste Christian Drexl, Obermeister der Zimmererinnung Mühldorf-Altötting, das Dilemma der Zimmerer zusammen. Man finde es deshalb schön, dass man sein Handwerk in dieser Form präsentieren könne, erläutert Drexl. Das Zimmerer-Handwerk wolle man als modernen Beruf präsentieren, erklärte der Obermeister. Die Computertechnologie etwa habe längst Einzug gehalten und zukunftsträchtig sei der Beruf ebenso.

Die Mühen der Innung lohnen sich offenbar. "Die Besucher haben Interesse. Ich denke, dass wir vom Handwerk ordentlich Zulauf haben", sagte Drexl. Um genug Auszubildende zu finden, macht die Branche inzwischen Kompromisse. "Man nimmt sich auch derer an, die weniger qualifiziert sind", so der Obermeister. Man lasse die jungen Menschen nicht auf der Straße stehen. Die Attraktivität des Handwerks steht für Drexl ohnehin außer Frage: "Inzwischen ist auch gutes Geld verdient im Handwerk."

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