Zellner weist CSU-Vorwüfe zurück

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Töging - SPD-Fraktionssprecher Günter Zellner weist Vorwürfe seines CSU-Stadtratskollegen Dr. Tobias Windhorst zurück, der Stadtrat sei in Sachen Trinkwasser jahrelang untätig geblieben.

Windhorst hatte dies vergangene Woche in der Bauausschuss-Sitzung Stadträten vorgeworfen, die im Jahr 2000 Mitglied des Gremiums waren. Da die CSU damals mit dem Freien Wähler die Stadtratsmehrheit gehabt habe, „sollte man sich auch selbst an die Nase fassen“, schreibt Zellner am Sonntag in einer SPD-Mitteilung. Der Mitteilung zufolge hatte der Bauausschuss im Juni 2000 ein Gutachten in Auftrag gegeben, dass die Qualität des Trinkwassers optimieren und das Schutzkonzept des Wasserschutzgebietes verbessern sollte. Es sei damals vor allem um die Nitrat- und Atrazin-Problematik gegangen. Das Institut empfahl laut Zellner im Dezember 2000 weitere Erkundungsbohrungen durchzuführen und neue Messstellen einzurichten. Aus den daraus gewonnenen Erkenntnissen sollte entschieden werden, ob die Brunnen umzubauen sind oder ein Rück- und Neubau nötig ist. Dies hätten die damaligen Bauausschussmitglieder zur Kenntnis genommen ohne einen Beschluss zu fassen. rob

 

 Lesen Sie mehr in der Dienstagsausgabe des Mühldorfer Anzeigers.

 

Lesen Sie hier die original Pressemitteilung von Günter Zellner:

 

"Im Rahmen der Entscheidungen zur Sicherung der Trinkwasserversorgung in Töging stand für die SPD-Fraktion immer im Vordergrund, die Versorgung mit qualitativ hochwertigen Wasser zu einem günstigen Preis sicherzustellen. „Das wird auch in Zukunft so bleiben“ stellte dazu der SPD Fraktionssprecher Günter Zellner fest. Um dieses Ziel umzusetzen hat der Stadtrat in den letzten Jahrzehnten viele Entscheidungen getroffen, die von der Verwaltung umgesetzt worden sind. Das war auch nach dem Jahr 2000 so. Seither wurden Rohrnetzüberprüfungen durchgeführt, die Brunnen fernsehtechnisch untersucht, die Brunnen 1 und 3 sowie die Brunnen 2 und 4 regeneriert, Ausgleichszahlungen für die Landwirte geleistet, Pegelbohrungen durchgeführt und zuletzt die UV-Anlage mit Trübungsmessung eingebaut.

Dies Alles ist dokumentiert und nachlesbar in den Protokollen des Stadtrates und seiner Ausschüsse. Im Juni 2000 hatte der Bauausschuss ein Gutachten in Auftrag gegeben, dass die Qualität des Trinkwassers optimieren und das Schutzkonzept des Wasserschutzgebietes verbessern sollte. Es ging damals vor allem um die Nitrat- und Atrazin-Problematik. Das Institut empfahl im Dezember 2000 weitere Erkundungsbohrungen durchzuführen und neue Messstellen einzurichten. Aus den daraus gewonnenen Erkenntnissen sollte entschieden werden, ob die Brunnen umzubauen sind oder ein Rück- und Neubau nötig wäre. Dies nahmen die damaligen Bauausschussmitglieder zur Kenntnis. Ein Beschluss erfolgte nicht.

Der Fraktionssprecher der CSU im Töginger Stadtrat moniert heute, dass man 2001 schon zwei Brunnen zurück und neu bauen hätte sollen. Das obwohl sich damals die Werte des Trinkwassers durch andere getroffene Maßnahmen nachweislich verbesserten. Er verschweigt aber, dass durch diesen Umbau der Brunnen die Töginger Bürgerinnen und Bürger in den letzten 10 Jahren deutlich höhere Gebühren hätten bezahlen müssen. Sieht man die Liste aller Maßnahmen, die bis heute in der Trinkwasserversorgung vorgenommen wurden, kann man sicher nicht von jahrelanger Untätigkeit sprechen. „Wenn man solche Vorwürfe gegenüber den damaligen Stadtratsmitgliedern und der Verwaltung erhebt, sollte man sich auch selbst an die Nase fassen“ so Zellner.

Schließlich war die CSU im Jahr 2000 die größte Stadtratsfraktion und hatte mit dem Freien Wähler die Mehrheit im Stadtrat. Mit Franz-Xaver Trifellner und Renate Kreitmeier stellte sie den 2. Bürgermeister und die 3. Bürgermeisterin. Aber scheinbar war man damals mehr damit beschäftigt dem Bürgermeister falsche Entscheidungen beim Umbau der Kantine vorzuwerfen. Was sich übrigens auch als Fehler erwies."

PM/Günter Zellner, Stadtratsfraktion Töging

Rubriklistenbild: © SPD Töging

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