Shampoo statt Mantel

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+
Ein kleiner Luxus für Menschen, die sich wenig leisten können: Der Inhalt eines St-Martins- Päckchens

Altötting - Bereits zum dritten Mal führten heuer die Buben und Mädchen des Jugendrotkreuzes ihre Aktion zugunsten bedürftiger Landkreisbewohner durch.

Ganz im Sinne des heiligen Martin, der seinen Mantel mit einem Armen teilte, packten sie kleine, aber nützliche Gaben für Menschen in Not. 150 Päckchen für Kinder mit kleinen Spiel- und Malsachen sowie Süßigkeiten und 350 Jutebeutel für Erwachsene, die begehrte Extras wie Kaffee und Lebkuchen, vor allem aber Pflegeartikel wie Hautcreme und Shampoo enthielten. „Das sind Sachen, die es selten im Wohlfahrtsladen gibt, und die deshalb besonders begehrt sind“, weiß Thomas Meier, Leiter der Jugendarbeit im JRK. Er und seine Mitstreiter haben bereits Erfahrung im Verpacken, Bestücken und Verteilen der Martinspäckchen und nicht zuletzt im Erbetteln von Spenden für die Aktion. Stolze 3300 Euro konnte das JRK in diesem Jahr von heimischen Firmen „erschnorren“.

Sponsoren, Jugendrotkreuz und Wohlfahrtsladenbetreiber beim Auftakt der St-Martins-Aktion im Wohlfahrtsladen Altötting

Am Donnerstag, dem St. Martins-Tag, kamen Vertreter der fördernden Firmen (Kreissparkasse, VR meine Raiffeisenbank, OMV Deutschland, Wacker Chemie, Alz Chem, und InfraServ) und des Rotary Clubs Altötting, der mit 1500 Euro die größte Spende beisteuerte, Altöttings zweiter Bürgermeister Wolfgang Sellner, stv. BRK-Kreisgeschäftsführerin Franziska Trenker und die Leiterin der Sozialen Dienste des BRK Gerda Winkler im Wohlfahrtsladen Altötting zusammen, um die St.-Martins-Aktion zusammen mit den JRK zu starten, zeitgleich mit den Wohlfahrtsläden in Garching, Burgkirchen, Töging und Neuötting. Die Wohlfahrtsläden, die BRK und AWO gemeinsam betreiben sind inzwischen ein unverzichtbares Netz gegen Armut im Landkreis, bieten sie doch für mehrere hundert Menschen am untersten Rand der Einkommensskala Lebensmittel und Kleidung. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Läden sind Ehrenamtliche und Langzeitarbeitslose, wie Gerda Winkler erläuterte. Bürgermeister Sellner begrüßte es, dass mit den Läden Einrichtungen zur Verfügung stehen, die eine kontrollierte und gezielte Verteilung der St-Martins-Päckchen ermöglichen und lobte den Einsatz der Jugendrotkreuzler, die etliche Abende für die Packaktionen opferten und sich auch für die Verteilung Urlaub nahmen. Thomas Meier ist überzeugt, dass seine JRKler auch in den kommenden Jahren „mitanpackeln“ und auch genügend Sponsoren dem Vorbild des heiligen Martin folgen werden.

Presseinformation Bayerisches Rotes Kreuz

Zurück zur Übersicht: Region Alt-/Neuötting

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser