Feuerwehr besser ausgestattet

Länger und moderner: Neue Drehleiter für Neuötting

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Neuötting - Und es kommt halt doch auf die Länge an: 32 Meter statt nur 18 Meter - das ist der Unterschied zwischen der neuen und der alten Feuerwehr-Drehleiter.

Dank Neuöttings Stadtpfarrer Florian Wöss, hat die neue Drehleiter „DLA(K) 23-12“ der Feuerwehr Neuötting am Freitagabend in einer Zeremonie auch ihren kirchlichen Segen bekommen.

Die vollautomatische Drehleiter steht seit gut einer Woche im Gerätehaus der Neuöttinger Wehr. Am Mittwoch, 29.04.15 wurde die 32-Meter-Leiter in Neuötting begrüßt.

Seitdem wurden fast täglich Übungen mit der aktiven Mannschaft durchgeführt. So konnten die Floriansjünger auch schon die moderne Technik mit Displayanzeigen und Computerüberwachung sowie einfachste Sicherheitsbedienung in Gebrauch nehmen.

Fotos: Die neue Drehleiter

Neue Drehleiter für die Feuerwehr Neuötting

Bereits Mitte April waren acht Feuerwehrler aus Neuötting in Ulm beim Fahrzeugbauer und bekamen dort eine Werkseinweisung für die Bedienung der Leiter. Diese Kammeraden sind nun auch intern in der Feuerwehr für die Ausbildung verantwortlich. Das Fahrzeug ist für Lösch- und Rettungseinsätze ein rundum perfektes Arbeitsgerät.

Nachbarwehr aus Altötting musste aushelfen

Das Planungsteam um den 2. Kommandant Hermann Resch hat sich für eine Zugmaschine aus dem Haus Mercedes entschieden. Der Leiteraufbau stammt vom Fahrzeugbauer Magirus.

Die alte Drehleiter der Neuöttinger Feuerwehr, eine DLK 12-9 war mit maximal 18 Meter Einsatzhöhe auf die Jahre gesehen für den Einsatz in Neuötting nicht mehr tragbar. Bei einigen Einsätzen musste die Nachbarwehr aus Altötting aushelfen.

Dennoch konnte man die vorherige Drehleiter an eine andere Wehr verkaufen. Seit Dezember vergangenen Jahres ist diese bei der Feuerwehr Wangerooge in Norddeutschland im Einsatz. Die Übergangszeit bis zum Eintreffen der neuen Drehleiter überbrückte man mit einer Magirus DLK 23-12.

Mit der neuen Drehleiter sind nun endlich auch die über 30 Gebäude in Neuötting, die mehr als acht Stockwerke haben und keinen zweiten Rettungsweg aufweisen, kein Problem mehr. Das einzige Problem der Drehleiter stellte sich kurz nach der Fertigstellung im Werk heraus, denn dort war die Leiter im Gesamtgewicht zu schwer. Der zweite Kommandant der Feuerwehr Neuötting schlug kurzer Hand vor, dem Fahrzeug Alufelgen zu verpassen. Diesem Vorschlag folgte der Fahrzeugbauer Magirus prompt denn für ihn war es wohl die günstigere Option. So fährt die Drehleiter der Feuerwehr Neuötting nun auf Alufelgen zum Einsatz.

Erbspende war die größte Finanzspritze

Finanziert wurde das 515.000 Euro teure Gefährt durch Spenden, Eigenleistung der Feuerwehr und durch die Stadt Neuötting. Die größte Finanzspritze jedoch, war ein Erbe eines Neuöttinger Ehepaares, deren Wunsch es war, nach ihrem Tod der Neuöttinger Bevölkerung etwas Gutes zu tun.

Über 200.000 Euro haben sie durch den Erbverwalter Detlef Klatt der Neuöttinger Wehr und somit auch allen Neuöttinger Bürgern zugutekommen lassen. Das Ehepaar wollte unbedingt anonym bleiben. Sie lebten 40 Jahre zurückgezogen in Neuötting. Die Vorstandschaft hat jedoch einen versteckten Hinweis am Fahrzeug angebracht und so fährt das Ehepaar immer auf der neuen Leiter mit.

TimeBreak21

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