Hecken schneiden kann teuer werden!

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Altötting - Wer nach dem neuen Naturschutzgesetz Hecken in der freien Natur abschneidet oder rodet, muss tief in die Tasche greifen. Die Geldbuße kann bis zu 25.000 Euro betragen.

Hecken sind in unserer intensiv genutzten Landschaft ein wertvoller Lebensraum für zahlreiche Pflanzen und Tiere. Mit Hecken können verstreut liegende Biotope vernetzt werden. Kleinsäuger, Insekten und zahlreiche Vogelarten haben die Möglichkeit, sich entlang der Hecke auszubreiten bzw. in den Hecken einen Lebensraum zu finden. Die Hecke ist deshalb auch nach dem neuen Bayerischen Naturschutzgesetz, das am 1. März 2011 in Kraft getreten ist, geschützt. Nach Art. 16 Abs. 1 Satz 1 ist es danach verboten „in der freien Natur Hecken, lebende Zäune, Feldgehölze oder Gebüsche einschließlich Ufergehölze oder –gebüsche zu roden, abzuschneiden, zu fällen oder auf sonstige Weise erheblich zu beeinträchtigen“.

Die Untere Naturschutzbehörde weist darauf hin, dass die Hecke, selbst wenn sie ein Bewirtschaftungshindernis darstellt, nicht entfernt werden darf. Im Zweifelsfall wird geraten, sich vor einer Maßnahme immer mit der Unteren Naturschutzbehörde im Landratsamt abzusprechen, da die Beseitigung oder erhebliche Beeinträchtigung von Hecken nach dem Naturschutzrecht eine Ordnungswidrigkeit darstellt und mit einer Geldbuße bis zu 25.000 Euro belegt werden kann.

Pressemitteilung Landratsamt Altötting

Rubriklistenbild: © dpa

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