Auf 52 Pfoten zum Weltmeistertitel

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Neuötting - Schon zum dritten Mal hat sich Klaus Starflinger den Weltmeistertitel im Schlittenhunderennen geholt. Was sein Geheimnis ist? Das besondere Verhältnis zu seinen Scandinavian Hounds.

Ein leiser Ton genügt, schon stürmen 29 skandinavische Huskys auf Klaus Starflinger zu. Sie wedeln mit dem Schwanz, winseln und springen unermüdlich auf ihr Herrchen zu, das sie zärtlich streichelt und ihnen gut zuredet. Es ist ein schönes Bild, wie Klaus Starflinger auf seinem Hof in Neuötting inmitten seiner Hunde steht, mit strahlenden Augen und einem breiten Grinsen. Wenn man ihm zusieht, hat man das Gefühl, Hunde zu haben ist das Schönste auf der Welt.

Für Klaus Starflinger gibt es nur eine Sache, die das übertrifft: Mit seinen Vierbeinern an Schlittenrennen teilzunehmen. Schon zum dritten Mal hat er sich darin den Weltmeistertitel in der "unlimited class", also unbegrenzt viele Hunde vor dem Schlitten, im geholt. Ungewöhnlich für einen Bayer; Dass diese Sportart nicht die typische der Deutschen ist, hat sich für den Neuöttinger aber als Vorteil erwiesen. "Die Leute aus den skandinavischen Ländern, die von diesem Sport leben, haben meist zwischen 100 und 350 Hunde. Sie können sich also gar nicht mit jedem davon intensiv beschäftigen und ihn kennenlernen", erklärt der 56-Jährige. Bei 29 Tieren hingegen ist das leichter. "Ich weiß genau um die Stärken und Schwächen von jedem meiner Hunde. Wenn sie morgens aufstehen sehe ich auch, welche Laune sie haben." Diese besondere Beziehung und gegenseitiges Vertrauen sind laut dem Neuöttinger das Geheimnis seines Erfolges.

Schlittenhunde WM Hamar

Wie er zu dem Schlittenhundesport kam, erklärt Starflinger in einem Satz: "Wenn ein Motarradrennfahrer eine Hunde-verrückte Frau kennenlernt, muss das irgendwann zu diesem Sport führen." Aber nicht nur seine Rennleidenschaft und die Liebe zu den Tieren haben ihn 25 Jahre lang an den Rennen teilnehmen lassen. "Es sind vor allem das Gefühl von Freiheit, das man auf dem Schlitten erlebt, und die wunderschönen Landschaften durch die man fährt."

Die Hälfte jedes Jahres verbringt Starfinger mit seiner Frau Silvia in Schweden, wo er seine Hunde auch trainiert. Nach seinen drei Weltmeistertiteln und zahlreichen anderen Rennen hat er nun schon wieder ein neues Ziel: die nordamerikanische Meisterschaft in Fairbanks/Alaska. "Dort fahren nur die 15 schnellsten Teams der Welt mit", berichtet Starflinger. "Dieses Rennen der alaskanischen Profis möchte ich gerne nächstes Jahr bestreiten."

Hier geht´s zur Homepage von Klaus Starflinger.

Anette Mrugala

Rubriklistenbild: © Thomas Gerlach

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