Igel sind keine Haustiere!

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Emmerting - Besonders zu dieser Jahreszeit findet man Igel im eigenen Garten. Sie sollten aber nicht mit ins Haus genommen werden. Igel-Expertin Helga Prante erklärt, wie man den Tieren am besten hilft. ++Video++

Helga Prante aus Emmerting ist Igel-Expertin. Sie warnt davor, Igel, die man jetzt im Garten findet mit ins Haus zu nehmen. „Sie dürfen erst rein, wenn der Boden komplett zugefroren ist.“ Die Igelmama lässt ihre Jungen im Herbst zurück, die erstmal verzweifelt umherlaufen. Klein und hilflos wirken die Tiere darum meist, trotzdem sollte man sie im Freien lassen. „Wenn überhaupt, kann man den Igeln zusätzliche Nahrung zur Verfügung stellen. Am besten eignet sich Katzenfutter“, so die Expertin. Es sei außerdem sehr wichtig, Wasser bereitzustellen.

Ruheplätze zu schaffen, hilft den geschützten Wildtieren ebenfalls. Laub, Gestrüpp, abgetrennte Äste und Zweige können zum Beispiel im Garten so auf einen Haufen geschichtet werden, dass Hohlräume bestehen bleiben, in denen der Igel dann schlafen kann.

Wer einen Igel doch mit ins Haus nimmt, sollte ihn spritzen lassen. „Sonst vermehren sich in der Wärme die Lungenwürmer, die durch Schnecken übertragen werden und der Igel stirbt“, so Prante.

Die Igel-Expertin selbst betreibt ihr Handwerk schon 30 Jahre lang und ist im Landkreis Altötting als „Igelmama“ bekannt. „Eigentlich habe ich Rente und wollte damit aufhören, aber es kommen immer wieder Leute zu mir, denen ich gerne mit den Igeln helfe.“ Weil Futter und Medikamente für die Tiere sehr teuer sind, finanziert die 67-Jährige ihre „Igelhilfe“ jetzt, indem sie selbstgemachte Ketten verkauft. „Der Erlös kommt in die Igelkasse“, lacht die Emmertingerin.

Mehr Infos zu Igeln finden Sie unter

www.pro-igel.de

Rubriklistenbild: © Anette Mrugala

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