Hochwasserschutz vor Rott-Fluten eingeweiht

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Pfarrkirchen - Nach fünfjähriger Bauphase wurde der Hochwasserschutz, der die Anwohner vor dem Hochwasser der Rott schützen soll, eingeweiht.

Pfarrkirchen soll künftig besser vor einem hundertjährlichem Hochwasser der Rott geschützt sein. Das betonte Dr. Markus Söder, Umweltminister, am Freitag, 3. Juni, bei der Einweihung des Hochwasserschutzes. "Wir verbinden Natur mit technischen Schutzmaßnahmen", so Söder. In der fünfjährigen Bauphase sind rund zwei Kilometer Deiche, verbreiterte Flussufer, Flutmulden und Pumpwerke entstanden. Zudem wurden neue Lebensräume für Tiere geschaffen sowie umfangreiche Pflanzungen durchgeführt. „Der Hochwasserschutz in Pfarrkirchen ist eine sehr gelungene und beispielhafte Maßnahme“, lobte Söder besonders die Bereitschaft der Anlieger Flächen abzutreten. 215 Wohngebäude und über 35 Betriebe mit rund 550 Arbeitsplätzen werden durch die Maßnahmen geschützt. Außerdem haben die Planer ein weiteres Naherholungsgebiet am Fluss und einen neuen Stadtpark geschaffen. Die Kosten für den Hochwasserschutz betragen insgesamt 18,1 Millionen Euro. Der Freistaat bezuschusst das Projekt mit 7,3 Millionen Euro. Die Europäische Union trägt rund 6,1 Millionen Euro, die Stadt Pfarrkirchen etwa 4,7 Millionen Euro. Die Bayerische Staatsregierung baut seit Jahren konsequent den Hochwasserschutz in Bayern aus. "Wirksamer Hochwasserschutz ist und bleibt angesichts des Klimawandels eine wichtige Zukunftsaufgabe für Bayern", so Söder. Insgesamt investiert der Freistaat von 2001 bis 2020 in seinem Hochwasserschutz-Aktionsprogramm 2,3 Milliarden Euro. Rund 1,4 Milliarden Euro wurden bereits investiert. Staatlicher Hochwasserschutz kann laut Söder die Gefahren sehr weit entschärfen, aber Schäden nicht völlig verhindern. Bauliche Eigenvorsorge oder eine Elementarschadenversicherung seien deshalb für Bewohner überschwemmungsgefährdeter Gebiete unverzichtbar.

Pressemitteilung Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit

Rubriklistenbild: © dpa

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