Erneuter Rückgang der Arbeitslosigkeit im Juni

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Altötting - Die Arbeitslosigkeit hat im Vergleich zum Vorjahr weiter abgenommen. Die Arbeitslosenquote beträt im Moment 3,1 Prozent, im Vorjahr waren es noch 3,6 Prozent.

Die Arbeitslosigkeit im Bezirk der Agentur für Arbeit Pfarrkirchen, der die Landkreise Rottal-Inn, Altötting und Mühldorf umfasst, ist im Juni erneut zurückgegangen. Die Anzahl der Arbeitslosen liegt mit 5621 um 347 Personen oder sechs Prozent niedriger als noch im Mai. Gegenüber dem Juni 2010 ist die Arbeitslosigkeit um 14 Prozent niedriger (- 874 Personen).

Die Arbeitslosenquote beträgt im Juni 3,1 Prozent. Vor einem Jahr lag sie noch bei 3,6 Prozent.

„Die konjunkturelle Lage ist weiterhin gut und die Beschäftigung steigt. Die Zahl der Arbeitslosen nimmt erfreulicherweise konstant ab. Allerdings profitieren nicht alle Personengruppen vom Abbau der Arbeitslosigkeit. So ist dieZahl der Arbeitslosen, die 50 Jahre und älter sind, im Vergleich zum Vorjahrkaum zurückgegangen“, schränkt die Agenturchefin ein. „Wir müssen uns alle für eine zunehmende Beschäftigung älterer Arbeitnehmer einsetzen. Denn mit ihrer Zuverlässigkeit und Erfahrung kann der zunehmende Fachkräftemangel zumindest teilweise ausgeglichen werden. In den nächsten Monaten wird die Agentur für Arbeit daher verstärkt für die Beschäftigung älterer Arbeitsloser werben und bei Bedarf Förderleistungen anbieten.“

Zusätzlich zu den 5621 registrierten Arbeitslosen umfasst die Unterbeschäftigung im Bezirk der Agentur für Arbeit Pfarrkirchen weitere 3105 Personen. In der Unterbeschäftigung werden zusätzlich zu den registrierten Arbeitslosen insbesondere die Personen erfasst, die nicht als arbeitslos im Sinne des Sozialgesetzbuches gelten, weil sie an bestimmten Maßnahmen der Arbeitsförderung teilnehmen oder in einem arbeitsmarktbedingten Sonderstatus sind (wie z. B. in Krankheit oder in vorruhestandsähnlichen Regelungen) und insoweit den Arbeitsmarkt entlasten. Damit wird ein vollständigeres Bild überdie Zahl von Menschen mit Problemen am Arbeitsmarkt sowie über das Ausmaß fehlender regulärer Beschäftigung gezeichnet. Die Unterbeschäftigung umfasst insgesamt 8726 Personen.

Arbeitslosenzahl Juni 2011: -347 auf 5621

Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich: - 874

Arbeitslosenquote Juni 2011: 3,1 Prozent

Arbeitslosenquote Juni 2010: 3,6 Prozent

Bestand offene Stellen Juni 2011: 1628

Bestand offene Stellen im Vorjahresvergleich: +450

2347 Arbeitslose werden von der Agentur für Arbeit betreut, 3274 Arbeitslose sind in der Verantwortung der gemeinsamen Einrichtungen (Jobcenter).

Arbeitslosigkeit ist kein fester Block, vielmehr gibt es auf dem Arbeitsmarkt viel Bewegung. Im Juni meldeten sich 1696 Personen arbeitslos, das sind 229 oder zwölf Prozent weniger als vor einem Jahr. Gleichzeitig beendeten 2027 Personen ihre Arbeitslosigkeit, 190 Personen oder neun Prozent weniger als im Vorjahresmonat.

Die Zahl der Langzeitarbeitslosen ist mit 1613 im Vergleich zum Vormonatum 22 Personen oder ein Prozent gesunken. Gegenüber dem Vergleichsmonat des Vorjahres ist ein Rückgang um 285 Personen oder 15 Prozent zuverzeichnen. Rund drei Viertel der Langzeitarbeitslosen (1188) sind bei den Jobcentern gemeldet. Verglichen mit dem Juni 2010 ist die Anzahl der Langzeitarbeitslosen im Bereich der Jobcenter um 268 oder 18 Prozent zurückgegangen. Bei der Agentur für Arbeit sind 425 Personen länger als ein Jahrarbeitslos. Die Anzahl dieser Personengruppe sank im Vergleich zum Vor-jahresmonat um 17 (vier Prozent)

Die Erwerbslosigkeit der jüngeren Arbeitnehmer unter 25 Jahren ist im Juni gegenüber dem Vormonat gesunken. Mit 532 unter 25-Jährigen sind aktuellum 83 (14 Prozent) weniger arbeitslos gemeldet als im Mai. Gegenüber dem Vergleichsmonat des Vorjahres ist die Arbeitslosigkeit der Jüngeren um 57 Personen oder zehn Prozent zurückgegangen. Der Anteil dieser Personengruppe beträgt inzwischen nur noch knapp zehn Prozent an allen Arbeitslosen. Jugendliche profitieren damit deutlich von der guten Wirtschaftslage.

Der Anteil der Arbeitslosen, die 50 Jahre und älter sind, an der Gesamtzahlder Arbeitslosen, liegt bei 36 Prozent. Dies entspricht einer Zahl von 2046 Personen. Gegenüber Mai 2011 bedeutet dies einen Rückgang von 73 Personen (drei Prozent). Auch im Vergleich zum Vorjahr fällt der Abbau älterer Arbeitsloser mit 79 Personen oder vier Prozent bescheiden aus. Ältere Arbeitslose haben kaum einen Nutzen vom Wirtschaftsaufschwung. Besonders ausgeprägt ist die Arbeitslosigkeit der Personen, die 50 Jahre und älter sind, im Zuständigkeitsbereich der Arbeitsagentur (SGB III). Hier sind nahezu die Hälfte (47 Prozent) aller Arbeitslosen 50 bis unter 65 Jahre alt.

Der Stellenbestand im Bereich der Agentur für Arbeit Pfarrkirchen ist gegen-über dem Vormonat leicht gesunken, verbleibt aber mit 1628 offenen Stellen auf einem hohen Niveau. Dies sind um 59 Stellen oder vier Prozent weniger als im Vormonat. Im Vorjahresvergleich verzeichnet die Agentur für Arbeiteinen Anstieg um 450 Stellen. Damit sind aktuell 38 Prozent mehr Stellen im Bestand als noch im Juni letzten Jahres.

Die konjunkturelle Entwicklung der Wirtschaft kann besser am Zugang der Arbeitsstellen abgelesen werden. Dabei sind die Veränderungen dieser Stellenzugänge ein besserer Indikator für die Einstellungsbereitschaft der Betriebe als die Veränderungen der Bestandszahlen. Im Juni wurden insgesamt 869 Stellen gemeldet, dies sind um 47 Stellen oder fünf Prozent weniger als im Vormonat. Im Vergleich zum Juni 2010 wurden um 14 Prozent oder 108 Stellen mehr gemeldet. „Die große Nachfrage nach Arbeitskräften kann nicht mehr ohne weiteres befriedigt werden. In einigen Berufen und  Wirtschaftszweigen stehen die benötigten Fachkräfte kaum mehr zur Verfügung. Deshalb erreichen nicht nur die Stellenzugänge ein hohes Niveau, sondern auch die Bestände.

Dies zeigt sich vor allem im Bereich der Metall- und Elektrobranche, dem Baubereich, den Gesundheits- und Pflegeberufen sowie im Bereich der Hotel- und Gaststättenberufe“, so Jutta Müller. Auch bei der Leiharbeit haben die Stellenmeldungen wieder zugenommen. Diese umfassen knapp ein Drittel aller Stellenmeldungen. Hierbei geht es vor allem um Arbeitskräfte für den industriellen Einsatz. Jutta Müller appelliert an die Betriebe, auch älteren Arbeitnehmern und Personen mit formal geringerer Qualifizierung eine Chance zu geben. „Unternehmen sind gut beraten, nicht nur auf junge und gut ausgebildete Mitarbeiter zu setzen. Diese werden in den kommenden Jahren immer weniger und können den Bedarf der Wirtschaft alleine nicht decken“, erklärt Jutta Müller. Ein verstärkter Zuzug von ausländischen Fachkräften im Rahmen der Freizügigkeitsregelung, die seit 1. Mai 2011 für acht weitere EU-Länder gilt, findet laut Jutta Müller bislang nicht statt. „Auch auf diesem Weg ist aktuell kei-ne Erhöhung des Angebots von Fachkräften festzustellen“.

Ausbildungsstellenmarkt

Die gute konjunkturelle Lage wirkt sich auch positiv auf den Ausbildungsstellenmarkt aus. Die Ausbildungsbereitschaft der Betriebe ist im Vergleich zumletzten Jahr deutlich gestiegen. Bis zum Stichtag im Juni 2011 wurden der Agentur für Arbeit Pfarrkirchen mit 2113 insgesamt 287 Ausbildungsstellen mehr gemeldet als im Vorjahr. Dies ist ein Zuwachs von 16 Prozent. Bei den angebotenen Ausbildungsstellen sind regionale Unterschiede zuverzeichnen. In der Region Altötting liegt der Schwerpunkt bei den Chemie- und Fertigungsberufen. Im Landkreis Mühldorf werden überwiegend Ausbildungsstellen aus dem Bereich Büro, Handel und den industriellen Metall-und Fertigungsberufen angeboten. Im Landkreis Rottal-Inn verteilen sich die Ausbildungsangebote schwerpunktmäßig auf den Bereich der Handwerksberufe.Auch die Zahl der gemeldeten Bewerber um Ausbildungsstellen ist im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen.

So sind im Juni mit 1987 Bewerbern um 149 Personen oder acht Prozent mehr gemeldet als im Vorjahr. „Diesesangesichts der demografischen Entwicklung auf den ersten Blick überra-schende Ergebnis ist darauf zurückzuführen, dass es uns durch intensiveBeratung und offensives Werben gelungen ist, einen größeren Anteil der Schulabgänger für unser Dienstleistungsangebot zu interessieren. Dadurchstehen uns in diesem Jahr mehr Bewerber für eine Vermittlung in Ausbildungzur Verfügung“, teilt Jutta Müller mit. Schwerpunkte der Nachfrage sind wie in den vergangenen Jahren die Büro- und Verwaltungsberufe und die Berufe im Bereich Handel.„Die hohe Ausbildungsbereitschaft der Betriebe ist sehr erfreulich. Es zeichnet sich jedoch bereits jetzt ab, dass nicht alle Ausbildungsstellen mit den Ausbildungssuchenden besetzt werden können“, kommentiert Jutta Müllerdie aktuelle Situation auf dem Ausbildungsmarkt. „Ich appelliere daher an alle Betriebe, auch schwächeren oder weniger geeignet erscheinenden Bewerbern eine Chance zu geben. Denn gerade junge Menschen entwickeln sich oft überraschend positiv, wenn man auf sie setzt. In Anbetracht derkünftigen demografischen Entwicklung müssen sich Betriebe auch diesen Jugendlichen öffnen. Speziell bei schwächeren Auszubildenden kann auch die Agentur für Arbeit zum Beispiel mit der Finanzierung eines Stützunterrichts helfen“.Aktuell zeichnet sich vor allem im Bereich der Ernährungsberufe, dem Ver-kauf (insbesondere Bäckerei und Metzgerei) und im Hotel- und Gaststättenbereich ein Mangel an Bewerbern im Vergleich zu den gemeldeten Ausbildungsstellen ab. Arbeitgeber dieser Branchen sind gut beraten, die Attraktivi-tät dieser Berufe und der Ausbildungsbedingungen zu steigern.

Geschäftsstelle Altötting mit Jobcenter Altötting (Landkreis Altötting)

Im Landkreis Altötting ging die Arbeitslosigkeit im Juni erneut zurück. Es waren 1813 Personen gemeldet, um 90 Personen (fünf Prozent) weniger Arbeitslose als noch im Mai. Gegenüber dem Juni 2010 ist die Anzahl der Arbeitslosen um 388 oder 18 Prozent gesunken. Die Arbeitslosenquote im Bereich der Geschäftsstelle Altötting ging im Junium 0,1 Prozentpunkte auf 3,1 Prozent zurück. Vor einem Jahr betrug die Arbeitslosenquote noch 3,8 Prozent. Der Rückgang der Arbeitslosenquote innerhalb des letzten Jahres ist in Altötting der deutlichste im Agenturbezirk. Er ist auf die positive wirtschaftliche Entwicklung der Industriebetriebe und die Steigerung der Exporte zurück zu führen. 844 Arbeitslose sind bei der Agentur für Arbeit gemeldet, verglichen mit demVormonat eine Verringerung um 28 Personen (drei Prozent). Gegenüberdem Vorjahresmonat sind es 178 (17 Prozent) weniger Arbeitslose. Bei demJobcenter Altötting hat sich die Arbeitslosigkeit von Mai auf Juni um 62 auf 969 Personen verringert. Das sind 210 Arbeitslose oder 18 Prozent wenigerals noch vor einem Jahr.

Im Juni meldeten sich 573 Personen arbeitslos. Das sind um 47 oder neun Prozent mehr als im Mai und um 131 (19 Prozent) weniger als im Vergleichsmonat des Vorjahres. Gleichzeitig konnten 657 Personen ihre Arbeitslosigkeit beenden, 57 (acht Prozent) weniger als im Vormonat und 133 (17 Prozent) weniger als im Juni des letzten Jahres.  Die Jüngeren unter 25 Jahren haben einen Anteil von zehn Prozent an der Gesamtzahl der Arbeitslosen. Verglichen mit dem Vormonat ist die Anzahl der Arbeitslosen unter 25 Jahren gesunken.

Insgesamt waren 186 Jugendliche arbeitslos gemeldet, vier Prozent (sieben Personen) weniger als im Mai. Im Vorjahresvergleich ist ein Rückgang um rund neun Prozent (18 Arbeitslose) zu verzeichnen. Die Zahl der Langzeitarbeitslosen ging mit 510 Personen im Vergleich zum Vormonat um zwölf Personen (zwei Prozent) leicht zurück. Im Vergleich zum Vorjahr waren es um 62 Personen oder elf Prozent weniger. Im Landkreis Altötting haben die Arbeitslosen, die 50 Jahre und älter sind,einen Anteil von 37 Prozent an allen Arbeitslosen. Die Arbeitslosigkeit dieser Personengruppe ist im Juni gesunken. Insgesamt waren 661 Personen gemeldet, um 12 Personen (zwei Prozent) weniger als im Mai und um 80 (elf Prozent) weniger als im Vorjahresmonat. Besonders ausgeprägt ist die Arbeitslosigkeit der Personen, die 50 Jahre bis unter 65 Jahre alt sind, im Zuständigkeitsbereich der Arbeitsagentur (SGB III). Hier sind nahezu die Hälfte (45 Prozent) aller Arbeitslosen 50 Jahre und älter.

Die Stellenbestände im Landkreis Altötting sind gegenüber dem Vormonatgestiegen. Im Berichtsmonat waren 533 Stellen im Bestand, 13 oder drei Prozent mehr als im Mai. Im Vergleich zum Vorjahresmonat waren um 190 Stellen oder 55 Prozent mehr im Bestand. Die konjunkturelle Entwicklung der Wirtschaft kann besser am Zugang der Arbeitsstellen abgelesen werden. Dabei sind die Veränderungen dieser Stellenzugänge ein besserer Indikator für die Einstellungsbereitschaft der Betrie-be als die Veränderungen der Bestandszahlen. Im Juni wurden insgesamt 279 Stellen gemeldet. Dies waren um acht Stellen oder drei Prozent weniger als im Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahresmonat waren es um 77 Stellen(38 Prozent) mehr. Der Anstieg der Stellenzugänge begründet sich vor allem auf Meldungen desverarbeitenden Gewerbes und der Verleihbetriebe. Aber auch aus dem Baubereich, dem Gesundheits- und Pflegebereich sowie dem Bereich der Dienstleistungsunternehmen kommen mehr Stellenmeldungen. Eine Reihe von Stellenangeboten können nicht unmittelbar besetzt werden, da es anden nachgefragten Fachkräften fehlt. Dies ist auch der Grund für den deutlichen Anstieg im Stellenbestand.

Geschäftsstelle Mühldorf mit Jobcenter Mühldorf (Landkreis Mühldorf)

Im Landkreis Mühldorf ging die Arbeitslosigkeit im Juni zurück. Mit insgesamt 2000 Arbeitslosen waren gegenüber dem Vormonat um 181 Personen (acht Prozent) weniger gemeldet. Im Vergleich zum Vorjahr war ein Rückgang der Arbeitslosen um 284 Personen (zwölf Prozent) zu verzeichnen.

Die Arbeitslosenquote liegt mit 3,4 Prozent um 0,3 Prozentpunkte niedriger als im Vormonat. Vor einem Jahr betrug die Arbeitslosenquote im Juni 3,9 Prozent. 691 Arbeitslose waren bei der Agentur für Arbeit gemeldet, verglichen mit dem Vormonat eine Verringerung um 120 Personen (15 Prozent). Gegenüber dem Vorjahresmonat waren es 144 (17 Prozent) weniger Arbeitslose. Bei dem Jobcenter Mühldorf ist die Arbeitslosigkeit von Mai auf Juni um 61 Personen oder fünf Prozent auf 1309 gesunken. Im Vergleich zum Vorjahrwaren 140 Arbeitslose (zehn Prozent) weniger gemeldet. Im Juni meldeten sich 550 Personen arbeitslos, dies waren sieben oder ein Prozent weniger als im Vormonat. Im Vergleich zum Juni 2010 meldeten sich 59 Personen (zehn Prozent) weniger arbeitslos. Gleichzeitig konnten 725 Personen ihre Arbeitslosigkeit beenden, 20 Personen oder drei Prozent mehrals im Vormonat und 85 oder elf Prozent weniger als im Vorjahr. Die Jüngeren unter 25 Jahren haben einen Anteil von knapp acht Prozent ander Gesamtzahl der Arbeitslosen. Verglichen mit dem Vormonat ist die Anzahl der Arbeitslosen unter 25 Jahren um 49 Personen (24 Prozent) zurückgegangen. Insgesamt waren 154 Jugendliche arbeitslos gemeldet. Im Vorjahresvergleich war ein Rückgang um sechs Prozent (neun Arbeitslose) zuverzeichnen. Die Zahl der Langzeitarbeitslosen lag im Juni mit 644 Personen im Vergleich zum Vormonat um 13 Personen oder zwei Prozent niedriger. Gegenüber Juni 2010 war ein Rückgang um 160 Personen oder 20 Prozent zu verzeichnen.

In Mühldorf haben die Arbeitslosen, die 50 Jahre und älter sind, einen Anteilvon 36 Prozent an allen Arbeitslosen. Die Arbeitslosigkeit dieser Personengruppe war im Juni mit 715 gemeldeten Personen um 44 (sechs Prozent) niedriger als im Mai. Im Vorjahresvergleich waren fünf Personen (ein Pro-zent) mehr ältere Arbeitslose gemeldet. Die Älteren profitieren im Landkreis Mühldorf nicht vom konjunkturellen Aufschwung und der deutlichen Besserung am Arbeitsmarkt. Besonders ausgeprägt ist die Arbeitslosigkeit der Personen, die 50 bis unter 65 Jahre alt sind, im Zuständigkeitsbereich der Ar-beitsagentur (SGB III). Hier sind nahezu die Hälfte (47 Prozent) aller Arbeitslosen 50 bis unter 65 Jahre alt.

Im Landkreis Mühldorf sind 528 Stellen gemeldet. Zum Vormonat sind diesum 83 Stellen oder 14 Prozent weniger. Verglichen mit dem Vorjahr ist ein Stellenzuwachs von 75 (17 Prozent) zu verzeichnen. Die konjunkturelle Entwicklung der Wirtschaft kann besser am Zugang der Arbeitsstellen abgelesen werden. Dabei sind die Veränderungen dieser Stellenzugänge ein besserer Indikator für die Einstellungsbereitschaft der Betrie-be als die Veränderungen der Bestandszahlen. Im Juni wurden in der Geschäftsstelle Mühldorf 281 Stellenzugänge gemeldet. Dies waren im Vergleich zum Vormonat um 41 Stellen oder 13 Prozent weniger. Im Vorjahresvergleich sind die Meldungen neuer Stellen um 12 oder vier Prozent gesunken. Im Landkreis Mühldorf ist der Fachkräftebedarf besonders hoch.

Die Laufzeiten der Stellenangebote werden länger, da die benötigten Fachkräfte nicht inausreichender Anzahl vorhanden sind. Damit begründen sich auch die hohen Stellenbestände. Besonders hoch ist die Nachfrage nach Fachkräften im Bereich des verarbeitenden Gewerbes. Aber auch im Handel, dem Gesundheits- und Pflegebereich, dem Bau und der Leiharbeit besteht ein großer Kräftebedarf. Im Landkreis Mühldorf wird die Nachfrage nach jungen Menschen am Arbeits- und Ausbildungsmarkt besonders deutlich. Dies zeigt sich zum einenam deutlichen Anstieg bei den gemeldeten Ausbildungsstellen (+ 24 Prozentzum Vorjahresmonat), zum anderen am enormen Abbau der Arbeitslosigkeitder unter 25-Jährigen (Anteil an der Gesamtzahl der Arbeitslosen unter acht Prozent). Daran ist erkennbar, dass sich der Wettbewerb um junge Nachwuchskräfte verstärkt. Die Unternehmen sollten daher zunehmend auch älteren Arbeitnehmern eine Chance zur Beschäftigung geben.

Pressemitteilung Agentur für Arbeit Pfarrkirchen

Rubriklistenbild: © dpa

Zurück zur Übersicht: Region Alt-/Neuötting

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser