"Die Kreativität kennt keine Grenzen!"

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Neuötting - Hut Mayer bildet in Neuötting zur Modistin aus - und ist damit einzigartig im gesamten Innsalzach-Gebiet und noch darüber hinaus. Wir haben mal reingeschnuppert.

Julia Bauer ist bereits im dritten Lehrjahr und kam über Umwege zur Modistin. "Ich wusste anfangs auch nicht, was das überhaupt ist", berichtet die 19-Jährige. Sie wusste nur, dass sie etwas Handwerkliches machen will. "Und als ich dann hier zum Probearbeiten war, hat's mir so gut gefallen und ich hab mich gefreut, dass es geklappt hat." Julia hat sich gegen zahlreiche Mitbewerber durchgesetzt. Denn die Ausbildung zur Modistin ist selten geworden. "Bis München sind wir hier die einzigen," berichtet Geschäftsführerin Verena Mayer. "Über mangelnde Bewerber können wir uns also nicht beklagen."

Modistin: Hauptfach "Kreativität"

Was macht eine "Modistin" eigentlich?

Die altertümliche Bezeichnung für den Beruf ist der "Putzmacher". "Der macht also den Putz auf dem Kopf", so Mayer. Die Modistin stellt Hüte her, in allen denkbaren Formen, Farben, Verarbeitungen und Stoffen. "Aber nur Hüte für Damen. Die Herrenhüte werden industriell hergestellt, maschinell gepresst - der herkömmliche handwerkliche Beruf "Hutmacher" ist in Deutschland ausgestorben", berichtet Mayer.

Was trägt Frau obenrum? Wir haben die aktuellen Hut-Trends!

Gerade zu Zeiten des Oktoberfests geht die Hut-Beliebtheit wieder nach oben. Der Trachtenhut ist sehr gefragt. Aber in Richtung Winter liegen auch Strickmützen voll im Trend. Neuer sind die Fellmützen, auch sehr beliebt für den Wintersport. Aber klickt doch selbst mal rein, was euch gut gefallen würde.

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Jeder Hut ist anders

"Bei uns ist alles noch Handarbeit", so Mayer. "Und wir sind immer auf der Suche nach neuen Kreationen, denn bei einem Damenhut ist eines besonders wichtig: Jede Kopfbedeckung sollte nur einmal existieren!" Der Fantasie sind bei der Hutgestaltung keine Grenzen gesetzt. Die Liebe zum Detail ist ausschlaggebend. "Der Hut ist das I-Tüpfelchen der Bekleidung. Wenn Sie jeden Tag einen anderen Hut aufsetzen und vielleicht mit einem Schal ergänzen, können Sie die ganze Woche das gleiche Outfit tragen und niemand merkt's!" Das fasziniert Verena Mayer so an dem Beruf, und auch Auszubildende Julia Bauer findet genau das spannend an der Modistin.

Zwei Hauptaufgaben hat Hut Mayer: zum einen nach Kundenwunsch bestehende Hüte verändern und einem Outfit anpassen und zum anderen Hüte selbst kreieren. "Übertreiben dürfen wir's natürlich da auch nicht", so Mayer. "Schließlich wollen wir die Stücke auch verkaufen können."

Hüte fallen auf, deshalb haben viele Angst davor

Gerade deshalb ist in Hutgeschäften und Ateliers der Service besonders wichtig. "Die Beratung ist das A und O", erklärt Verena Mayer. "Wir können hier auch nicht jeden in den Laden reinstellen. Der Verkäufer muss sich richtig gut auskennen. Denn jedem steht ein anderer Hut besser. Da muss man das schon abschätzen können und den optmalen Hut für Typ und Gesichtsform der Kundin finden." Zum Beispiel sollte man keinen kleinen Hut tragen, wenn man ein rundlicheres Gesicht hat. Ein zu großer und breiter Hut würde eine kleinere Person hingegen regelrecht zusammendrücken. Aber die Angst vor Hüten ist unbegründet und schade - man muss sich einfach nur die nötige Zeit nehmen, um den persönlichen Top-Hut zu finden!

ds

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