Deutlicher Rückgang der Arbeitslosigkeit im April

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Pfarrkirchen - Die Arbeitslosigkeit im Bezirk der Agentur für Arbeit Pfarrkirchen, der die Landkreise Rottal-Inn, Altötting und Mühldorf umfasst, ist im April merkbar zurückgegangen.

Die Anzahl der Arbeitslosen ist auf 6.458 gesunken. Das sind 938 Arbeitslose (13 Prozent) weniger als im März. Gegenüber dem April 2010 ist die Arbeitslosigkeit um 14 Prozent niedriger (1.058 Personen). Die Arbeitslosenquote beträgt im April 3,6 Prozent. Vor einem Jahr lag sie noch bei 4,3 Prozent.

„Die Arbeitgeber haben die vor den Wintermonaten entlassenen Arbeitnehmer weitgehend wieder eingestellt. Dies führte zu einem deutlichen Rückgang der Arbeitslosigkeit“, kommentiert Jutta Müller, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Pfarrkirchen die neuen Zahlen vom Arbeitsmarkt. „Die Arbeitslosigkeit ist nicht nur im Vergleich zum Vorjahr erheblich gesunken. Wir haben mit 3,6 Prozent sogar eine deutlich niedrigere Arbeitslosenquote als im April 2008, also vor Beginn der Finanz- und Wirtschaftskrise. Damals lag die Arbeitslosenquote wie auch im April letzten Jahres bei 4,3 Prozent. Daran ist zu erkennen, dass sich neben der üblichen Frühjahrsbelebung auch die gute konjunkturelle Lage positiv auf den Arbeitsmarkt auswirkt. Fast alle Personengruppen profitieren von dieser Entwicklung. An den Arbeitslosen, die 50 Jahre und älter sind, geht der Aufschwung allerdings bisher vorbei“, so Jutta Müller weiter.

Zusätzlich zu den registrierten Arbeitslosen umfasst die Unterbeschäftigung im Bezirk der Agentur für Arbeit Pfarrkirchen weitere 2.585 Personen, die sich unter anderem in beruflicher Weiterbildung, Arbeitsgelegenheiten oder 2 Altersteilzeit befinden und Selbständige, die einen Existenzgründungszuschuss erhalten. „Mit der Ausweisung der Unterbeschäftigung wird der Arbeitsmarkt umfassend und transparent dargestellt. Zusätzlich zu den 6.458 registrierten Arbeitslosen werden auch die Personen erfasst, die nicht als arbeitslos im Sinne des Sozialgesetzbuches III gelten, da sie an einer arbeitsmarktpolitischen Maßnahme teilnehmen oder sich in einem arbeitsmarktbedingten Sonderstatus befinden“, erklärt Jutta Müller. Die Unterbeschäftigung umfasst insgesamt 9.043 Personen.

2.861 Arbeitslose wurden von der Agentur für Arbeit betreut, 3.597 Arbeitslose waren in der Verantwortung der gemeinsamen Einrichtungen (Jobcenter). Im April meldeten sich 1.826 Personen arbeitslos, das waren 96 oder sechs Prozent mehr als vor einem Jahr. Gleichzeitig beendeten 2.769 Personen ihre Arbeitslosigkeit, 14 Personen oder ein Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Die Zahl der Langzeitarbeitslosen ist mit 1.672 im Vergleich zum Vormonat um 41 Personen oder zwei Prozent gesunken. Gegenüber dem Vergleichsmonat des Vorjahres ist ein Rückgang um 353 Personen oder 17 Prozent zu verzeichnen. Rund drei Viertel der Langzeitarbeitslosen (1.232) sind bei den Jobcentern gemeldet. Verglichen mit dem April 2010 ist die Anzahl der Langzeitarbeitslosen im Bereich der Jobcenter um 297 oder 19 Prozent zurückgegangen.

Bei der Agentur für Arbeit sind 440 Personen länger als ein Jahr arbeitslos. Die Anzahl dieser Personengruppe sank im Vergleich zum Vorjahresmonat um 56 (elf Prozent). Die Erwerbslosigkeit der jüngeren Arbeitnehmer unter 25 Jahren ist im April gegenüber dem Vormonat deutlich gesunken. Es waren um 147 (17 Prozent) weniger Arbeitslose gemeldet als im März. Aktuell sind 731 unter 25-Jährige arbeitslos gemeldet. Gegenüber dem Vergleichsmonat des Vorjahres ist die Arbeitslosigkeit der Jüngeren um 111 Personen oder 13 Prozent zurückgegangen. Jugendliche profitieren somit nach wie vor vom konjunkturellen Aufschwung.

Anzahl älterer Arbeitsloser steigt

Der Anteil der Älteren ab 50 Jahren an der Gesamtzahl der Arbeitslosen liegt bei 35 Prozent. Dies entspricht einer Zahl von 2.260 Personen. Gegenüber März 2011 bedeutet dies einen Rückgang von 213 Personen (neun Prozent). Verglichen mit dem Vorjahresmonat ist die Anzahl älterer Arbeitsloser lediglich um 19 Personen (ein Prozent) gesunken. Die über 50-Jährigen hatten im April 2010 einen Anteil von 30 Prozent (2.279 Personen) an allen arbeitslos gemeldeten Personen. Im April 2009 und im April 2008 waren es jeweils 27 Prozent. „Das Alter ist ein entscheidendes Vermittlungshemmnis. Der Anteil dieser Personengruppe an allen Arbeitslosen steigt stetig an. Inzwischen sind mit 35 Prozent mehr als ein Drittel der Arbeitslosen 50 Jahre und älter. Ich appelliere daher an alle Betriebe, in Anbetracht der demografischen Entwicklung sowie des zunehmenden Fachkräftemangels, auch diesen Personen eine Chance zu geben“, so Jutta Müller. Speziell für diesen Personenkreis hält die Agentur für Arbeit Pfarrkirchen Förderprogramme wie z. B. Einstellungszuschüsse oder kurze betriebliche Trainingsmaßnahmen bereit.

Mehr Stellen im April

Der Stellenbestand im Bereich der Agentur für Arbeit Pfarrkirchen ist gegenüber dem Vormonat angestiegen. Mit 1.441 offenen Stellen waren es neun Stellen (ein Prozent) mehr als im März. Im Vorjahresvergleich verzeichnete die Agentur für Arbeit einen Anstieg um 254 Stellen. Damit sind aktuell 21 Prozent mehr Stellen im Bestand als noch im April letzten Jahres. Die konjunkturelle Entwicklung der Wirtschaft kann besser am Zugang der Arbeitsstellen abgelesen werden. Dabei sind die Veränderungen dieser Stellenzugänge ein besserer Indikator für die Einstellungsbereitschaft der Betriebe als die Veränderungen der Bestandszahlen. Im April wurden insgesamt 743 Stellen gemeldet, dies sind um 15 Stellen oder zwei Prozent weniger als im Vormonat. Im Vergleich zum April 2010 wurden um zwölf Prozent oder 98 Stellen weniger gemeldet. „Die Stellenmeldungen liegen weiterhin auf einem sehr hohen Niveau. Das ist ein klares Zeichen für den Wirtschaftsaufschwung. Allerdings sind die Stellen immer schwerer zu besetzen, da zu zwei Dritteln Fachkräfte gesucht werden, die wiederum aus dem Bestand an Arbeitslosen und Arbeitsuchenden häufig nicht gedeckt werden können“, so Jutta Müller. Die Stellenzugänge kommen vor allem aus dem verarbeitenden Gewerbe, dem Baugewerbe, dem Handel, dem Gastgewerbe, dem Gesundheits- und Sozialwesen sowie der Leiharbeit. Jutta Müller appelliert erneut an die Betriebe, auch formal geringer qualifizierten Personen eine Chance zu geben. „Es ist wichtig, dass die Betriebe ausbilden und Arbeitskräfte qualifizieren. Mit Eingliederungszuschüssen und dem Sonderprogramm zur Weiterbildung gering qualifizierter und älterer Arbeitnehmer stehen wir hier den Arbeitgebern jederzeit auch finanziell zur Seite“, erklärt Jutta Müller.

Ausbildungsstellenmarkt

 Die Ausbildungsbereitschaft der Betriebe befindet sich auf einem hohen Niveau. Bis zum Stichtag im April 2011 wurden der Agentur für Arbeit Pfarrkirchen mit 1.927 insgesamt 302 betriebliche Ausbildungsstellen mehr gemeldet als im Vorjahresmonat. Dies ist ein Zuwachs von knapp 19 Prozent. Bei den angebotenen Ausbildungsstellen sind regionale Unterschiede zu verzeichnen. In der Region Altötting liegt der Schwerpunkt bei den Chemieund Fertigungsberufen. Im Landkreis Mühldorf werden überwiegend Ausbildungsstellen aus dem Bereich Büro, Handel und der industrielle Metall- und Fertigungsberufe angeboten. Im Landkreis Rottal-Inn verteilen sich die Ausbildungsangebote schwerpunktmäßig auf den Bereich der Handwerksberufe.

Auch die Zahl der gemeldeten Bewerber um Ausbildungsstellen ist im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen. So waren im April mit 1.851 Bewerbern um 165 Personen oder zehn Prozent mehr gemeldet als im Vorjahr. „Dieses angesichts der demografischen Entwicklung auf den ersten Blick überraschende Ergebnis ist darauf zurückzuführen, dass es uns durch inten4 sive Beratung und offensives Werben gelungen ist, einen größeren Anteil der Schulabgänger für unser Dienstleistungsangebot zu interessieren. Dadurch stehen uns in diesem Jahr mehr Bewerber für eine Vermittlung in Ausbildung zur Verfügung“, teilt Jutta Müller mit.

Schwerpunkte der Nachfrage sind wie in den vergangenen Jahren die Büro- und Verwaltungsberufe und die Berufe im Bereich Handel. „Die hohe Ausbildungsbereitschaft der Betriebe ist sehr erfreulich. Es zeichnet sich jedoch bereits jetzt ab, dass nicht alle Ausbildungsstellen mit den Ausbildungssuchenden besetzt werden können“, kommentiert Jutta Müller die aktuelle Situation auf dem Ausbildungsmarkt. „Ich appelliere daher an alle Betriebe, auch schwächeren oder weniger geeignet erscheinenden Bewerbern eine Chance zu geben. Denn gerade junge Menschen entwickeln sich oft überraschend positiv, wenn man auf sie setzt. In Anbetracht der künftigen demografischen Entwicklung müssen sich Betriebe auch diesen Jugendlichen öffnen. Speziell bei schwächeren Auszubildenden kann auch die Agentur für Arbeit zum Beispiel mit der Finanzierung eines Stützunterrichts helfen.“

Hauptagentur Pfarrkirchen mit Jobcenter Rottal-Inn (Landkreis Rottal- Inn)

 Im Landkreis Rottal-Inn ging die Arbeitslosigkeit im April deutlich zurück. Mit insgesamt 2.046 Arbeitslosen waren gegenüber dem Vormonat um 446 Personen (18 Prozent) weniger gemeldet. 52 Prozent sind Männer und 48 Prozent Frauen. Gegenüber April 2010 ist die Anzahl der Arbeitslosen um 220 oder zehn Prozent gesunken. Die Arbeitslosenquote liegt bei 3,3 Prozent. Damit hat der Landkreis Rottal- Inn die niedrigste Arbeitslosenquote im Agenturbezirk. Sie ist um 0,7 Prozentpunkte unter dem Niveau des Vormonats. Vor einem Jahr betrug die Arbeitslosenquote im April noch 3,7 Prozent. 969 Arbeitslose waren bei der Agentur für Arbeit gemeldet, verglichen mit dem Vormonat ein Rückgang um 424 (30 Prozent). Gegenüber dem Vorjahresmonat waren es 17 Prozent (196) weniger Arbeitslose.

Bei dem Jobcenter Rottal-Inn ist die Arbeitslosigkeit mit 1.077 Personen um 22 (zwei Prozent) niedriger als im Vormonat. Im Vorjahresvergleich waren 24 Personen (zwei Prozent) weniger gemeldet. Im April meldeten sich 638 Menschen arbeitslos; 56 Personen oder zehn Prozent mehr als im Vormonat und 98 (14 Prozent) weniger als vor einem Jahr. Im gleichen Zeitraum konnten 1.083 Personen ihre Arbeitslosigkeit beenden. Dies sind 16 (zwei Prozent) weniger als im Vormonat und 461 (30 Prozent) weniger als im Vorjahresmonat. 466 Arbeitslose waren länger als ein Jahr ohne Beschäftigung. Damit sank der Umfang der Langzeitarbeitslosigkeit im Vergleich zum Vormonat um zwölf Personen (drei Prozent). Zum April 2010 ergab sich eine Verringerung um 14 Prozent (78 Personen). Bei der Agentur für Arbeit in Pfarrkirchen haben die Langzeitarbeitslosen einen Anteil von rund zwölf Prozent, bei dem Jobcenter Rottal-Inn einen Anteil von 33 Prozent.

Die Jüngeren unter 25 Jahren haben einen Anteil von 13 Prozent an der Gesamtzahl der Arbeitslosen. Verglichen mit dem Vormonat war die Anzahl der 5 Arbeitslosen unter 25 Jahren im April um 23 Prozent oder 80 Personen gesunken. Insgesamt waren 266 Jugendliche arbeitslos gemeldet. Im Vorjahresvergleich ist ein Rückgang um rund 15 Prozent (48 Arbeitslose) zu verzeichnen. Im Landkreis Rottal-Inn haben die Arbeitslosen, die 50 Jahre und älter sind, einen Anteil von 36 Prozent an allen Arbeitslosen. Die Arbeitslosigkeit der Älteren ist im April überwiegend wegen der Rückrufe in der Bauwirtschaft gesunken. Mit 841 Arbeitslosen waren um 99 Personen weniger gemeldet als im März. Der Vergleich mit dem Vorjahr weist einen Anstieg der Arbeitslosigkeit um 50 Personen (sieben Prozent) aus und zeigt, dass die Älteren im Landkreis Rottal-Inn nicht vom konjunkturellen Aufschwung und der deutlichen Besserung am Arbeitsmarkt profitieren.

Im Landkreis Rottal-Inn ist der Bestand an offenen Stellen im Vergleich zum Vormonat leicht gesunken. Mit 461 gemeldeten Stellen waren es um 16 Stellen (drei Prozent) weniger als im März. Gegenüber dem Vergleichsmonat des Vorjahres waren 37 (neun Prozent) mehr Stellen im Bestand. Die konjunkturelle Entwicklung der Wirtschaft kann besser am Zugang der Arbeitsstellen abgelesen werden. Dabei sind die Veränderungen dieser Stellenzugänge ein besserer Indikator für die Einstellungsbereitschaft der Betriebe als die Veränderungen der Bestandszahlen. Im April wurden insgesamt 278 Stellen gemeldet, dies entspricht in etwa den Stellenmeldungen des Vormonats (282). Im Vorjahresvergleich waren es um 15 Stellen oder fünf Prozent weniger. Die Stellenzugänge kommen vorwiegend aus dem verarbeitenden Gewerbe, dem Baubereich, dem Gesundheits- und Pflegebereich sowie aus dem Bereich der Dienstleistungsunternehmen. Eine Reihe von Stellenangeboten können nicht unmittelbar besetzt werden, da es an den nachgefragten Fachkräften fehlt.

Geschäftsstelle Altötting mit Jobcenter Altötting (Landkreis Altötting)

Im Landkreis Altötting ging die Arbeitslosigkeit im April spürbar zurück. Es waren 2.077 Personen gemeldet, um 290 Personen (zwölf Prozent) weniger Arbeitslose als noch im März. 52 Prozent sind Männer, 48 Prozent Frauen. Gegenüber April 2010 ist die Anzahl der Arbeitslosen um 507 oder 20 Prozent gesunken. Die Arbeitslosenquote im Bereich der Geschäftsstelle Altötting beträgt im April 3,5 Prozent, sie ist damit um 0,5 Prozentpunkte geringer als im Vormonat. Vor einem Jahr betrug die Arbeitslosenquote noch 4,5 Prozent.

Der Rückgang der Arbeitslosenquote innerhalb des letzten Jahres ist in Altötting der deutlichste im Agenturbezirk. Er ist auf die positive wirtschaftliche Entwicklung der Industriebetriebe und die Steigerung der Exporte zurück zu führen. 968 Arbeitslose waren bei der Agentur für Arbeit gemeldet, verglichen mit dem Vormonat eine Verringerung um 222 Personen (19 Prozent). Gegenüber dem Vorjahresmonat waren es 345 (26 Prozent) weniger Arbeitslose. Bei dem Jobcenter Altötting hat sich die Arbeitslosigkeit von März auf April um 68 auf 1.109 Personen verringert. Das waren 162 Arbeitslose oder 13 Prozent weniger als noch vor einem Jahr. Im April meldeten sich 581 Personen arbeitslos das waren genau so viele wie im März und um 169 (23 Prozent) weniger als im Vergleichsmonat des 6 Vorjahres. Gleichzeitig konnten 875 Personen ihre Arbeitslosigkeit beenden, 92 (zwölf Prozent) mehr als im Vormonat und 325 (27 Prozent) weniger als im April des letzten Jahres.

Die Jüngeren unter 25 Jahren haben einen Anteil von elf Prozent an der Gesamtzahl der Arbeitslosen. Verglichen mit dem Vormonat ist die Anzahl der Arbeitslosen unter 25 Jahren gesunken. Insgesamt waren 225 Jugendliche arbeitslos gemeldet, 15 Prozent (39 Personen) weniger als im März. Im Vorjahresvergleich ist ein Rückgang um rund 19 Prozent (51 Arbeitslose) zu verzeichnen. Die Zahl der Langzeitarbeitslosen ging mit 529 Personen im Vergleich zum Vormonat um 25 (fünf Prozent) zurück. Im Vergleich zum Vorjahr sind es sogar um 138 Personen oder 21 Prozent weniger. Bei der Agentur für Arbeit Altötting haben die Langzeitarbeitslosen einen Anteil von 20 Prozent, bei dem Jobcenter Altötting einen Anteil von 30 Prozent.

Im Landkreis Altötting haben die Älteren einen Anteil von 36 Prozent an allen Arbeitslosen. Die Arbeitslosigkeit der Personen, die 50 Jahre und älter sind, ist im April etwas gesunken. Insgesamt waren 747 Personen gemeldet, um 68 Personen (acht Prozent) weniger als im März und um 81 (zehn Prozent) weniger als im Vorjahresmonat. Die Älteren profitieren damit im Landkreis Altötting in deutlich geringerem Ausmaß vom konjunkturellen Aufschwung und der Besserung am Arbeitsmarkt.

Die Stellenbestände im Landkreis Altötting sind gegenüber dem Vormonat leicht gesunken. Im Berichtsmonat waren 452 Stellen im Bestand, acht oder zwei Prozent weniger als im März. Im Vergleich zum Vorjahresmonat waren um 90 Stellen oder 25 Prozent mehr im Bestand. Die konjunkturelle Entwicklung der Wirtschaft kann besser am Zugang der Arbeitsstellen abgelesen werden. Dabei sind die Veränderungen dieser Stellenzugänge ein besserer Indikator für die Einstellungsbereitschaft der Betriebe als die Veränderungen der Bestandszahlen. Im April wurden insgesamt 212 Stellen gemeldet. Dies sind um 29 Stellen oder zwölf Prozent weniger als im Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahresmonat waren es um 79 Stellen (27 Prozent) weniger. Es werden in erster Linie Fachkräfte für das verarbeitende Gewerbe gesucht. Aber auch aus dem Handwerk, dem Handel, im Gastgewerbe, dem Baubereich, sowie der Leiharbeit werden Arbeitskräfte nachgefragt. Eine Reihe von Stellenangeboten können nicht unmittelbar besetzt werden, da es an den nachgefragten Fachkräften fehlt.

Geschäftsstelle Mühldorf mit Jobcenter Mühldorf (Landkreis Mühldorf)

Im Landkreis Mühldorf ging die Arbeitslosigkeit im April zurück. Mit insgesamt 2.335 Arbeitslosen waren gegenüber dem Vormonat um 202 Personen (acht Prozent) weniger gemeldet. 53 Prozent sind Männer und 47 Prozent Frauen. Im Vergleich zum Vorjahr ist ein Rückgang der Arbeitslosen um 331 Personen (zwölf Prozent) zu verzeichnen. Die Arbeitslosenquote liegt mit 4,0 Prozent um 0,4 Prozentpunkte niedriger als im Vormonat. Vor einem Jahr betrug die Arbeitslosenquote im April 4,6 Prozent. 7 924 Arbeitslose waren bei der Agentur für Arbeit gemeldet, verglichen mit dem Vormonat eine Verringerung um 228 Personen (20 Prozent). Gegenüber dem Vorjahresmonat waren es 124 (zwölf Prozent) weniger Arbeitslose. Bei dem Jobcenter Mühldorf ist die Arbeitslosigkeit von März auf April um 26 Personen oder zwei Prozent auf 1.411 leicht gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr waren 207 Arbeitslose (13 Prozent) weniger gemeldet.

Im April meldeten sich 607 Personen arbeitslos, dies waren 40 oder sieben Prozent mehr als im Vormonat. Im Vergleich zum April 2010 meldeten sich 167 Personen (21 Prozent) weniger arbeitslos. Gleichzeitig konnten 811 Personen ihre Arbeitslosigkeit beenden, 62 Personen oder sieben Prozent weniger als im Vormonat und 357 oder 31 Prozent weniger als im Vorjahr. Die Jüngeren unter 25 Jahren haben einen Anteil von zehn Prozent an der Gesamtzahl der Arbeitslosen. Verglichen mit dem Vormonat ist die Anzahl der Arbeitslosen unter 25 Jahren um 28 Personen (zehn Prozent) zurückgegangen. Insgesamt waren 240 Jugendliche arbeitslos gemeldet. Im Vorjahresvergleich ist ein Rückgang um fünf Prozent (12 Arbeitslose) zu verzeichnen.

Die Zahl der Langzeitarbeitslosen lag im April mit 677 Personen im Vergleich zum Vormonat um vier Personen oder ein Prozent niedriger. Gegenüber April 2010 ist ein Rückgang um 137 Personen oder 17 Prozent zu verzeichnen. Bei der Agentur für Arbeit Mühldorf haben die Langzeitarbeitslosen einen Anteil von 15 Prozent (135 Personen), bei dem Jobcenter Mühldorf einen Anteil von 38 Prozent (542 Personen). In Mühldorf haben die Älteren einen Anteil von 34 Prozent an allen Arbeitslosen. Die Arbeitslosigkeit der Personen, die 50 Jahre und älter sind, war im April mit 785 gemeldeten Personen um 32 Personen (vier Prozent) niedriger als im März. Im Vorjahresvergleich waren zwölf Personen (zwei Prozent) mehr ältere Arbeitslose gemeldet. Die Älteren profitieren im Landkreis Mühldorf nicht vom konjunkturellen Aufschwung und der deutlichen Besserung am Arbeitsmarkt.

Im Landkreis Mühldorf sind 528 Stellen gemeldet. Das ist im Bezirk der Agentur für Arbeit Pfarrkirchen der höchste Bestand. Zum Vormonat sind es um 33 Stellen oder sieben Prozent mehr. Verglichen mit dem Vorjahr ist dies ein Stellenzuwachs von 127 (32 Prozent). Die konjunkturelle Entwicklung der Wirtschaft kann besser am Zugang der Arbeitsstellen abgelesen werden. Dabei sind die Veränderungen dieser Stellenzugänge ein besserer Indikator für die Einstellungsbereitschaft der Betriebe als die Veränderungen der Bestandszahlen. Im April wurden in der Geschäftsstelle Mühldorf 253 Stellenzugänge gemeldet. Dies sind im Vergleich zum Vormonat um 18 Stellen oder acht Prozent mehr.

Im Vorjahresvergleich gingen die Meldungen neuer Stellen geringfügig um vier oder zwei Prozent zurück. Im Landkreis Mühldorf ist der Fachkräftebedarf besonders hoch. Die Laufzeiten der Stellenangebote werden länger, da die benötigten Fachkräfte nicht in ausreichender Anzahl vorhanden sind. Besonders hoch war die Nachfrage nach Fachkräften im Bereich des verarbeitenden Gewerbes. Aber auch im 8 Handel, dem Gesundheits- und Pflegebereich, dem Bau und der Leiharbeit besteht ein großer Kräftebedarf.

PM Agentur für Arbeit Pfarrkirchen

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