Cooler Job an heißen Tagen

Im Sommer gibt es für die Brauer eher wenig Urlaub

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"Im Sommer ist die Brauerei der coolste Job", sagt Brauer-AZUBI Simon Hauswirth.

Altötting/Graming - Am Freitag beginnt die Hofdult 2016. Für die Brauer heißt das Dauereinsatz, denn schließlich wird in der Biergarten- und Volksfestzeit der Löwenanteil des Umsatzes erwirtschaftet.

Im Sommer hat ein Brauer für gewöhnlich eher wenig Urlaub. Der Grund liegt auf der Hand: Es ist Biergarten- und Volksfestzeit und - ganz allgemein - es wird eben genau dann mehr getrunken. Ob man nun das Bier als isotonisches Getränk sieht, als Durstlöscher mit Kick - ob mit oder ohne Alkohol, als Radler oder Russen: Im Sommer machen die Brauereien den Löwenanteil ihres Umsatzes

Simon Hauswirth, Brauerlehrling im 1. Jahr beim Weißbräu in Graming macht das aber nichts aus. Im Sommer sei die Brauerei der coolste Job. Das stimmt, betrachtet man die doch frischen Temperaturen in Gär- und Lagerkeller. Draußen schwitzen? Nein Danke! Lieber drinnen ganz cool Fässer für die Hofdult abfüllen. Gut, grad ist es draußen noch nicht wirklich zum Schwitzen aber Simon hat eben mit dem Beruf des Brauer und Mälzers seine Berufung gefunden und so füllt er fleißig Fässer ab für die Hofdult.

Wie es funktioniert:

Ist ein Fass leer, wird es gereinigt und desinfiziert. Als nächstes werden die modernen Alufässer, KEGs genannt, „vorgespannt“. Das heißt, dass das KEG mit CO2 auf Druck gebracht wird. Das ist wichtig, damit das Bier bei der Abfüllung darin nicht aufschäumt. Die im Bier gebundene Kohlensäure soll nicht verloren gehen. Jeder kennt das Problem: Steht ein Bier im Glas oder Krug zu lange offen rum, wird es „schal“ oder „lack“ und schmeckt „abgestanden“. Aus dem Fass soll es frisch und rezent in die Krüge fließen. Deswegen: Vorspannen! Dann heißt es rauf mit dem Abfüllstutzen auf das sogenannte Fitting, und rein mit dem Bier. Es kommt nach einem wochenlangen Prozess vom Einbrauen über die Haupt- und Nachgärung bis hin zur Lagerung und Reifung über einen Schlauch aus dem Tank ins Fass. 

"Face to Fass": Abfüllung beim Weißbräu Graming

Was die Hofdult für die Graminger Brauer bedeutet:

80 x 50 Liter-Fass = 40 Hektoliter, also 4000 Maß Bier. Das reicht aber noch lange nicht, um das Festzelt der Wirtsleute aus Graming auf der Hofdult zu beschicken. Die KEGs sind auch nur für den Barbetrieb gedacht. Für das Festzelt steht ein 80 Hektoliter fassender Tank zur Verfügung, der rechtzeitig, bis zur Unterkante-Oberlippe befüllt mit Weißbierin einem Kühlanhänger auf den Dultplatz gebracht werden will.

Auch das reicht nicht, will man die Hofdult mit genügend Weißbier beschicken. Immer wieder wird der Tank mit seinem kleinen Bruder, einem 10 Hektoliter fassendem kleinen Tank dann nachgefüllt und Simon wird wieder KEGs füllen, jeden Tag, am coolsten Arbeitsplatz im Sommer.

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Hofdult-Infos

Auf dem Dultplatz vom 20. bis zum 29.05.2016:

- Startschuss: 20. Mai um 19 Uhr

- Dultauszug: 21. Mai ab 14 Uhr (Vom Hell-Bräu bis zum Dultplatz)

- Hofdultanschießen: 21. Mai um 16 Uhr (Traunsteiner Straße)

- "Radl-Roas": 22. Mai ab 10 Uhr (Radl-Schnitzeljagd durch ganz Altötting)

- Standkonzert: 22. Mai ab 12.30 Uhr (Kapellplatz)

- Dultfeuerwerk 29. Mai ab 22.00 Uhr

Bilder: Hofdult Altötting - Das Finale am Sonntag (2)

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