Prozess am Amtsgericht Altötting

Pfandbetrug: Nur zwei Fälle beweisbar

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Altötting - 244 Fälle gemeinschaftlichen Betrugs waren dem Händler ursprünglich vorgeworfen worden. Nachweisbar waren letztlich aber nur zwei Fälle. Das Urteil:

Der ursprüngliche Vorwurf gegen den Händler aus München hatte es in sich: Mit Pfandbetrug in großem Stil soll der Angeklagte gemeinsam mit mehreren Fahrern seines Lieferanten in 244 Fällen gemeinschaftlichen Betrugs knapp 100.000 Euro Schaden verursacht haben.

In der Verhandlung am Amtsgericht Altötting am Montagvormittag musste sich der Händler aber nur noch wegen zweier Fälle verantworten. "Aufgrund der vorangegangenen Verfahren haben wir große Nachweisprobleme gehabt", erläuterte Richter Dieter Wüst gegenüber innsalzach24.de. "Ich habe das Verfahren nur noch hinsichtlich zweier Fälle eröffnet."

Angeklagter zu Geldstrafe verurteilt

Während die 242 anderen Fälle nicht restlos beweisbar gewesen wären, lagen bei den zwei übrigen Fällen Videoaufzeichnungen vor, außerdem räumte der Angeklagte in der Verhandlung den Tatvorwurf ein. Wie Richter Wüst erläuterte, wurde der Händler nur wegen versuchten Betrugs verurteilt. Der Grund dafür: Zum Zeitpunkt der beiden in der Verhandlung beleuchteten Fälle wusste das geschädigte Unternehmen schon, dass Manipulationen im Gange sind. Das Gericht verurteilte den Angeklagten zu einer Geldstrafe von 40 Tagessätzen à 30 Euro.

In den Pfandskandal waren eine ganze Reihe Fahrer und Händler verwickelt. Diese schickten dem Großhändler weniger Leergut zurück, als sie auf den Lieferscheinen angaben. Einige Fahrer und Händler standen deshalb bereits vor Gericht. Das geschädigte Unternehmen bilanziert den durch den Pfandbetrug entstandenen Schaden auf mindestens eine Million Euro.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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