Altötting ist jetzt Teil der "Elitetruppe"

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Altöttings Bürgermeister Herbert Hofauer (rechts) mit dem Wanderpokal des Europapreises sowie Sir Alan Meale (Mitte), Vorsitzender des Unterausschusses für den Europapreis, und Jozsef Michl, Bürgermeister der ungarischen Stadt Tata, die heuer ebenfalls mit dem Europapreis ausgezeichnet wurde.
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Altötting - Große Ehre für die Kreisstadt: In einem großen Festakt ist Altötting mit dem Europapreis des Europarats ausgezeichnet worden.

Als erst 72. Stadt in Europa und 16. deutsche Stadt seit 1955 ist Altötting mit dem Europapreis des Europarats ausgezeichnet worden. Wie Sir Alan Meale, Vorsitzender des Unterausschusses für den Europapreis, in seiner Ansprache Rahmen des Festakts am Samstag, 14. September, im Kultur- und Kongressforum sagte, reiht sich die Kreisstadt nun in die "Elitetruppe unter den Kämpfern für den europäischen Gedanken" ein. Zugleich ist Altötting damit Teil eines illustren Zirkels, zählen doch Städte wie Bordeaux, Istanbul, Strasbourg und Wien zu den Preisträgern. In Deutschland durften sich bislang unter anderem Speyer, Würzburg, Regensburg und Nürnberg über eine Ehrung freuen.

Der Europapreis ist die höchste Auszeichnung, die der Europarat an Städte vergibt. Für einer möglichen Ehrung müssen Städte zunächst drei kleinere Auszeichnungen ergattern: das Europadiplom, die Ehrenfahne des Europarats sowie die Ehrenplakette. Schon 2003 hatte Altötting die Ehrenplakette erhalten - und hat sich seitdem um den Europapreis bemüht.

"Altötting hat europaweiten Horizont angestrebt"

Beim Empfang der Ehrengäste im Rathaus war ein Eintrag ins Goldene Buch der Stadt freilich obligatorisch. (Hier am Werk: Prinz Ludwig von Bayern.)

Neben den Städtepartnerschaften mit Loreto (Italien) und Fatima (Portugal) sowie dem Engagement der Kreisstadt in der Arbeitsgemeinschaft "Shrines of Europe", waren es die vielen Austauschprogramme, vor allem für junge Menschen und Schüler, die Altötting den Europapreis beschert haben. "Altötting hat in seinen partnerschaftlichen Beziehungen einen echten europaweiten Horizont angestrebt", lobte Sir Alan Meale. Zudem habe die Stadt in "Shrine of Europe" - einer Arbeitsgemeinschaft berühmter europäischer Wallfahrtsorte - "unzählige Verbindungen geknüpft".

Emilia Müller, Staatsministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten, lobte die Weltoffenheit der Kreisstadt: "Bei Ihnen in Altötting ist der Geist der Völkerverständigung besonders stark. Alleine zur 'Schwarzen Madonna' pilgern jedes Jahr mehr als eine Million Menschen. Sie heißen die Gäste aus aller Welt hier herzlich willkommen."

Ungarische Stadt Tata ebenfalls ausgezeichnet

Bürgermeister Herbert Hofauer stellte heraus, dass der Europapreis eine Auszeichnung vieler Menschen ist. So dankte er den Vereinen und Verbänden der Stadt, der Arbeitsgemeinschaft "Shrines of Europe" und den vielen befreundeten Städten Altöttings.

Für die Bevölkerung war am Festtag einiges geboten. Die Goaßlschnalzer wagten sich für ihren Auftritt von dem Forum Altötting sogar in luftige Höhen.

Gemeinsam mit Altötting hat heuer die ungarische Stadt Tata den Europapreis erhalten - für Hofauer eine sehr gute Wahl. Schließlich werde "das deutsche Volk in aufrichtiger Dankbarkeit nie vergessen, dass es mutige Menschen in Ungarn waren, die eine der unmenschlichsten Grenzen, die Europa in zwei Teile und die Welt in zwei politische Machtblöcke teilte, zu Fall gebracht und damit eine entscheidende Grundlage für die Wiederherstellung der Einheit unseres deutschen Vaterlandes und Europas insgesamt gelegt haben".

Rahmenprogramm bis in die Abendstunden

Dreifaches Salutschießen vor dem Kultur- und Kongressforum zu Ehren der Stadt Altötting.

Altötting hat seinen großen Festtag mit einem bunten Rahmenprogramm gefeiert. Den Auftakt machte der Festgottesdienst in der Stiftspfarrkirche St. Philippus und Jakobus, zelebriert von Bischof Wilhelm Schraml. Im Anschluss gab es im Rathaus einen Empfang für die Ehrengäste, darunter mehrere Vertreter befreundeter Städte. Dabei trugen sich gleich fünf Gäste in das Goldene Buch der Stadt ein: Sir Alan Meale, Staatsministerin Emilia Müller, Prinz Ludwig von Bayern, Ali Göksin, stellvertretender Bürgermeister von Ankara, sowie Jozsef Michel, Bürgermeister von Tata.

Festtag zur Verleihung des Europapreises

Bis zum großen Festakt um 14.30 Uhr gestalteten die Altöttinger Vereine den Tag kurzweilig. Zwei Goaßlschnalzer wagten sich sogar auf eine große Feuerwehrleiter, um ihre Kunst in luftigen Höhen zu zelebrieren. Den großen Festakten mit zahlreichen Ansprachen und Grußworten - unter anderem kamen Ali Göksin, Jozsef Michel, der Bundestagsabgeordnete Stephan Mayer, die Landtagsabgeordnete Ingrid Heckner und Landrat Erwin Schneider zu Wort - begleiteten die Musikkapelle Altötting, die Altöttinger Kapellsingknaben und Mädchenkantorei sowie Kinder der Josef Guggenmos-Schule, der Grundschule Altötting und der Weiß-Ferdl-Mittelschule Altötting musikalisch.

Den Abschluss des Festtags bildete das Festkonzert des Pfarrchors St. Philippus und Jakobus im Kongregationssaal. Unter dem Motto "Ave Maria - Dich preist Musica" wurde Europäische Marienmusik durch die Jahrhunderte dargeboten.

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