Mit Wanderausstellung Tabu-Thema brechen

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Altötting - Am 19. Juni eröffnet das Landratsamt die Wanderausstellung „Blick dahinter-Häusliche Gewalt gegen Frauen“ und spricht damit ein heikles Thema an.

Mit der Wanderausstellung „Blick dahinter“ – Häusliche Gewalt gegen Frauen“ bricht die Bayerische Staatsregierung ein Tabu. Sie bringt ein heikles Thema in die Öffentlichkeit, das sich durch alle Schichten und Altersgruppen zieht. Gleichzeitig öffnet die Ausstellung den Blick für bestehende Hilfsangebote.

Wer weiß schon, dass in Deutschland jede vierte Frau Opfer von häuslicher Gewalt wird? Das Bayerische Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen will jetzt mit der Ausstellung „Blick dahinter – Häusliche Gewalt gegen Frauen“ das Thema in die breite Öffentlichkeit tragen, informieren und aufrütteln. Eröffnet wurde die Wanderausstellung am 4. Juli 2011 durch Staatsministerin Christine Haderthauer und ist nun im Landkreis Altötting im Großen Sitzungssaal des Landratsamtes, vom 19. bis 25. Juni zu besuchen. Am 19. Juni um 19.00 Uhr eröffnet Herr Landrat Erwin Schneider, der die Schirmherrschaft für die Ausstellung übernommen hat, die Wanderausstellung. Frau Christa Puppe von Frauen helfen Frauen e.V. wird auf die aktuelle Situation vor Ort sowie auf die Beratungs- und Unterstützungsmöglichkeiten für Opfer häuslicher Gewalt eingehen und das Cabaret des Grauens unter der Leitung von Hank Höfellner wird sich mit dem Thema mit künstlerischen Mitteln auseinandersetzen. Die Gesamtleitung und Organisation liegt in den Händen von Frau Waltraud Himpsl-Philibert, Koordinierende Kinderschutzstelle und Präventionsstelle des Landratsamtes Altötting.

Landrat Erwin Schneider: „Leider ist das Thema häusliche Gewalt gegen Frauen häufig ein Tabu. Ich hoffe sehr, dass es diese sehenswerte Wanderausstellung schafft, Menschen für diesen Bereich zu sensibilisieren.“

Anschaulich und sensibel vermitteln in der Ausstellung so genannte „Wackelbilder“ durch ihre wechselnden Bildmotive Schein und Wirklichkeit in verschiedenen Alltagssituationen. Ergänzende Texte verdeutlichen, wie und warum Gewalt entsteht und welche Folgen sie für die Opfer hat. Wer im wahrsten Sinne des Wortes einen Blick „unter den Teppich“ wagt, erfährt etwas über die Spirale der Gewalt. Zusätzlich können die Besucher/innen in einem ausliegenden Tagebuch blättern. Sie kommen darin auf sehr persönliche Weise mit dem gewalttätigen Alltag einer Frau und dem daraus entstehenden Leid in Berührung. Neben diesen optischen Anreizen spricht die Ausstellung auch den Hörsinn an: Betroffene Frauen und deren Kinder erzählen an Hörstationen aus ihrem Leben, von ihren Ängsten und Gefühlen.

Die Ausstellung legt aber nicht nur Tatsachen offen, sondern vermittelt auch praktische Informationen. Dazu bietet eine Informationssäule Hintergrundwissen über die Gesetzeslage, den Handlungsspielraum von Justiz und Polizei und die bestehenden Hilfsangebote wie Frauenhäuser und Notrufe. Eine Seite der Säule ist dabei den regionalen

Angeboten und Informationen vorbehalten. Hier informieren zum Beispiel der Verein „Frauen helfen Frauen“ und andere Mitglieder des runden Tisches gegen Gewalt im Landkreis Altötting.

Wer sich noch ausführlicher mit dem Thema befassen möchte, kann dies im Internet unter www.blick-dahinter.bayern.de tun.

Für Rückfragen steht Frau Waltraud Himpsl-Philibert unter Tel 08671/ 502 514 sowie per Email unter waltraud.himpsl-philibert@lra-aoe.de zur Verfügung.

Presseinformation Landratsamt Altötting

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