"Kameradschaft ist das Wichtigste"

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Feierstunde in Altötting: Junge Rekruten legen am Kapellplatz ihr Gelöbnis ab.
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Altötting - Feierstunde der Bundeswehr auf dem Kapellplatz: Junge Rekruten zweier Gebirgsjägerbataillone legten am Freitag ihr Gelöbnis ab.

Junge Rekrutinnen und Rekruten zweier Gebirgsjägerbataillone haben am Freitag, 3. Mai, auf dem Kapellplatz in Altötting ihr feierliches Gelöbnis abgelegt. Die Wallfahrtsstadt wurde auch deshalb als Schauplatz für die Feierstunde ausgewählt, weil die Partnerschaft zwischen dem Gebirgsjägerbataillon 232 aus Bischofswiesen und dem Kreisverband der Krieger- und Soldatenkameradschaft im Landkreis Altötting ihr 25-jähriges Jubiläum feiert.

Punkt 15.40 Uhr sind die Rekruten des Bischofswieser Gebirgsjägerbataillons 232 und des Gebirgsjägerbataillons 233 aus Mittenwald auf den Kapellplatz einmarschiert. Abordnungen der Altöttinger Vereine und der Krieger- und Soldatenkameradschaften im Landkreis wohnten dem Festakt in Uniform bei. Für den musikalischen Rahmen des Gelöbnisses sorgte das Gebirgsmusikkorps aus Garmisch-Partenkirchen.

Rekruten schwören deutschem Volk die Treue

Unter den Augen ihrer Familienangehörigen, die zum Teil aus hunderten Kilometern Entfernung angereist waren, und zahlreicher Altöttinger Bürger legten die jungen Soldatinnen und Soldaten schließlich ihr Gelöbnis ab: "Ich gelobe, der Bundesrepublik Deutschland treu zu dienen und das Recht und die Freiheit des deutschen Volkes tapfer zu verteidigen, so wahr mir Gott helfe."

"Nation muss nach innen und außen wehrhaft sein"

In seiner Festansprache betonte Altöttings Bürgermeister Herbert Hofauer Bedeutung der Bundeswehr für Deutschland. "Nie haben die Verfassungsväter verkannt, dass eine Nation nach innen und außen wehrhaft sein muss", so das Stadtoberhaupt. Blindem Gehorsam erteilte Hofauer jedoch eine Absage. "Niemand ist vor sich selbst, vor Gott oder vor seinem eigenen Gewissen entschuldigt, nur weil er einen Eid geschworen hat."

"Wir sind eine Familie"

Rekrutensprecherin Verena Kramer gab im Anschluss an die Rede des Bürgermeisters einen Einblick in das Seelenleben der jungen Soldaten. In der langen Liste der Pflichten eines Rekruten sei die Pflicht zur Kameradschaft die wichtigste, so Kramer. Sie selbst sei überrascht gewesen, wie schnell die Rekruten zusammengewachsen seien. "Wir sind eine Familie. Jeder steht für den anderen ein ohne groß nachzufragen."

"Ihr Dienst ist ein Dienst für den Frieden"

Der stellvertretende Kommandeur der Gebirgsjägerbrigade 23, Oberst Stefan Leonhard, lobte die Rekruten ob ihrer Bedeutung für den Frieden. "Ihr Dienst in der Bundeswehr ist ein wertvoller Beitrag für die Gesellschaft und den Staat." Soldaten der Bundeswehr seien als Staatsbürger in Uniform selbstverständlicher Teil der Bevölkerung. "Ihr Dienst, meine jungen Kameraden, ist ein Dienst für den Frieden", sprach Oberst Leonhard die Rekruten direkt an.

Fahrzeuge und Waffen auf dem Kapellplatz aufgestellt

Durch die Abschaffung der Wehrpflicht befindet sich die Bundeswehr derzeit in einer Phase des Umbruchs. Die Gebirgsjäger nutzten das Gelöbnis, um sich in der Wallfahrtsstadt einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren - und um Nachwuchs zu werben. Schon seit dem Vormittag waren auf dem Kapellplatz Fahrzeuge, Waffen und Ausrüstungsgegenstände der Gebirgsjäger ausgestellt. Außerdem bot ein Infotruck der Bundeswehr die Gelegenheit, sich über die Karrierechancen als Soldat zu informieren.

Feierliches Gelöbnis auf dem Kapellplatz

Krieger- und Soldatenkameradschaft feiert am Samstag

Die Feierlichkeiten anlässlich der 25 Jahre währenden Partnerschaft zwischen Gebirgsjägern und der Krieger- und Soldatenkameradschaften im Landkreis Altötting, sind für den Samstag weitere Programmpunkte geplant.

Um 9.45 Uhr marschiert die Landes-Friedenswallfahrt vom Dultplatz Altötting ab. Um 10 Uhr findet in der Altöttinger Stiftspfarrkirche St. Philippus und Jakobus ein Gottesdienst mit anschließender Kranzniederlegung am Kriegerdenkmal statt. Ab 13 Uhr wird der im Raiffeisensaal im Kultur- und Kongressforum Altötting ein Kameradschaftsnachmittag gefeiert, musikalisch umrahmt von der Blaskapelle Pleiskirchen.

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