Schwerpunktkontrollen auf B304 bei Wasserburg

Waffen und Drogen, aber auch "klassische" Verstöße

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Wasserburg - In der Nacht von Freitag auf Samstag führte die Polizei Wasserburg zusammen mit dem Einsatzzug Rosenheim und weiteren Unterstützungskräften der Verkehrspolizeiinspektion Rosenheim und der Polizeiinspektion Rosenheim auf der B304 eine Schwerpunktkontrolle zur Bekämpfung der überörtlichen Kriminalität durch. Dabei kam einiges ans "Tageslicht":

Dazu wurden in beiden Fahrtrichtungen vor und hinter der Innbrücke zwei Kontrollstellen errichtet. Das Technische Hilfswerk unterstützte die Polizei dabei logistisch mit der Ausleuchtung der Kontrollstellen und Zelten zur Sachbearbeitung. Von der zu Beginn noch lebhaft befahrenen Bundesstraße zogen die Polizisten zahlreiche Fahrzeuge aus dem fließenden Verkehr, um sie einer ganzheitlichen Kontrolle zu unterziehen. Dabei waren nicht nur die Aspekte der Verkehrssicherheit von Bedeutung. Es sollten auch Verdachtsmomente auf Drogenbesitz oder überörtlich agierende Einbrecher gefunden werden.

Auf der Kontrollstelle in Fahrtrichtung Traunstein konnte in einem bulgarischen Klein-Transporter ein Springmesser gefunden werden. Der 38-jährige Bulgare, der einen gekauften Pkw gerade ins Ausland bringen wollte, führte diesen nach dem Waffenrecht verbotenen Gegenstand im Fahrzeug griffbereit mit sich. Das Messer wurde sichergestellt. Der Bulgare wurde wegen eines Vergehens nach dem Waffengesetz angezeigt.

Leider war es für die Polizisten kaum überraschend, dass bei einer solchen größer angesetzten Kontrolle auch immer wieder Fahrzeuglenker erwischt werden, die sich alkoholisiert ans Steuer setzten. Wenn gleich kein Fahrer dabei war, der die absolute Fahruntüchtigkeit erreichte, wurden jedoch fünf Pkw-Fahrer aus den Verkehr gezogen, die bei ihrem Alkoholtest einen Wert im Ordnungswidrigkeitenbereich erzielten. Diesen fünf Fahrern erwartet ein Bußgeld, zwei Punkte und ein Fahrverbot.

Bei der Kontrolle eines mit zwei jungen Männern besetzen Wagens stießen die Polizisten bei dem erst 19-jährigen Beifahrer aus der Schweiz auf rund sechs Gramm Marihuana. Sein gleichalter Freund aus dem Gemeindebereich Unterreit, der das Fahrzeug lenkte, räumte den Besitz einer weiteren geringen Menge Marihuana in seiner Wohnung ein. Bei einer Wohnungsnachschau wurde schließlich noch ein Joint sichergestellt.

Ein 32-jähriger Deutsch-Ungar aus Trostberg wurde ebenso einer genaueren Kontrolle unterzogen, nachdem die Beamten bei ihm den Verdacht auf Drogenbesitz hatten. Die Durchsuchung des Fahrzeugs führte dann tatsächlich weitere rund fünf Gramm Marihuana zu Tage. Insbesondere wenn die Polizisten im Fahrzeug Drogen finden, wird der Fahrer intensiv auf seine Fahrtüchtigkeit geprüft. Mit einem speziellen Drogenschnelltest können die Beamten Verdachtsmomente gewinnen, ob der Fahrzeuglenker vorher Drogen konsumierte. Die beiden zuletzt genannten Fahrer waren sauber und konnten daher nach erfolgter Sachbearbeitung ihre Fahrt fortsetzen.

Ab und an wurden an den Kontrollstellen auch "klassische" Verkehrsverstöße festgestellt. Einmal waren gleich vier Insassen eines Kleintransporters nicht angegurtet. In einem anderen Fall hatte ein Vater seine beiden Kleinkinder auf der Rücksitzbank ohne einen Kindersitz transportiert. Da der Mann keine Möglichkeit wusste, wie er nun an seine Kindersitze kam, die sich in seinem anderen Pkw am Arbeitsplatz befanden, half eine Polizeistreife aus und holten sie von dort ab. So konnte er sichtlich erleichtert zusammen mit seinen nun bestens gesicherten Kindern seine Fahrt fortsetzen. 

Stehenbleiben musste jedoch ein Wohnmobil, da die Reifen des Gefährts so gut wie kein Profil mehr hatten. Eine derart verkehrsunsichere Bereifung ließen die Beamten nicht mehr zurück auf die Straße.

Zur späteren Stunden wurden die festen Kontrollstellen auf der zu diesem Zeitpunkt verkehrsärmeren Bundesstraßen aufgelöst und die Streifenbesatzungen setzten teils mit mobilen Kontrollen und teils mit festen Kontrollstellen ihre Kontrolltätigkeit fort.

Die Polizisten der Polizei Wasserburg kontrollierten dabei in der Burgau einen 30-jährigen Rosenheimer Pkw-Fahrer. Er wies hinreichend deutliche Merkmale für den Konsum von Kokain auf, so dass die Polizisten ihn zur Verdachtserhärtung oder auch Ausräumung zu einem Drogenschnelltest aufforderten. Da er diesen nicht durchführen konnte oder nicht wollte, musste eine Blutentnahme durchgeführt werden. Sie soll nun gerichtsverwertbar belegen, ob und in welcher Intensität eine Drogenbeeinflussung bei ihm vorlag. Die Weiterfahrt wurde ihm untersagt.

Pressemeldung Polizei Wasserburg

Quelle: wasserburg24.de

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