17 Verkehrsteilnehmer wurden zur Kasse gebeten:

Verkehrsmoral der Autofahrer eher bescheiden

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Burgkirchen - Um die Sicherheit von ABC-Schützen zu gewährleisten, wurde am Mittwoch von der Polizei eine umfangreiche Kontrolle durchgeführt. Die Bilanz fiel ernüchternd aus:

Zu Schulbeginn rechnet die überwiegende Mehrzahl der Verkehrsteilnehmer mit Kindern in der Nähe von Schulen. Hier wird dem Verkehr in der Regel besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Am Rande von Siedlungsgebieten, gerät jedoch im Altagsstress diese Sensibilisierung zum Schulbeginn oftmals in Vergessenheit. So geschehen auch am Mittwoch in Burgkirchen/ Staatsstraße 2107 auf Höhe der Thalhauserstraße. Trotz der Anwesenheit der extra für die Schulwegsicherung eingesetzten uniformierten Streife des Einsatzzuges Traunstein, ließen sich mehrere Fahrzeuge im morgendlichen Berufsverkehr nicht davon abhalten, an einem Zebrastreifen achtlos durchzufahren.

Keiner der Verkehrsteilnehmer bemerkte den ABC-Schützen mit seinem Schulranzen, der bereits einige Zeit an diesem Fußgängerüberweg stand und geduldig auf eine Möglichkeit zur Überquerung der Straße wartete. Auf der anderen Seite der Straße stand bereits sein Schulbus. Dem regen Berufsverkehr ist es geschuldet, dass eine Anhaltung der entsprechenden Verkehrsteilnehmer zur Ahndung nicht möglich war. Besorgte Eltern, die vor Ort ihre Kinder zum Bus brachten, bestätigten gegenüber den Polizeibeamten, dass diese Situation nicht selten vorkomme. Fast jeder Schüler der sogenannten Oberen Terasse in Burgkirchen muss mindestens einmal auf seinem Schulweg einen der zwei vorhandenen Zebrastreifen benutzen. Grund genug für die Beamten des Einsatzzuges Traunstein hier verstärkte Kontrollen mit mehreren Beamten durchzuführen.

Langsam an Zebrastreifen heran, und an Schulbussen vorbei fahren!

Besonderes Augenmerk wurde zum einen auf die Verhaltensregeln an dem Fußgängerüberweg der Staatsstraße 2107 auf Höhe der Thalhauserstraße gelegt. Autofahrer haben hier Fußgängern, welche den Überweg erkennbar benutzen wollen, das Überqueren der Fahrbahn zu ermöglichen. Dabei dürfen sie nur mit mäßiger Geschwindigkeit heranfahren; wenn nötig, müssen sie warten. Zum anderen wurde das Verhalten der Verkehrsteilnehmer beim Vorbeifahren an einem stehenden Schulbus mit eingeschaltetem Warnblinklicht beobachtet und geahndet. Hier dürfen die Fahrzeuglenker lediglich in Schrittgeschwindigkeit und mit größtmöglicher Vorsicht am Schulbus vorbeifahren. Kontrolliert wurde in den Morgenstunden und zur Mittagszeit. Innerhalb dieses Zeitkorridors wurde insgesamt gegen 17 Verkehrsteilnehmer ein Bußgeldverfahren eingeleitet. Sie erwartet eine Geldbuße von 80 Euro sowie 1 Punkt in der Verkehrssünderdatei. Weitere 4 Auto-Lenker wurden mit einem Verwarnungsgeld belegt, da sie die Schrittgeschwindigkeit beim Vorbeifahren an einem Schulbus nicht einhielten.

Während die überwiegende Mehrzahl der Verkehrsteilnehmer Verständnis für die Kontrollen an dieser Stelle zeigte, gab auch der ein oder andere Lenker seinen Frust gegenüber den Beamten kund. „Im Alltagsstress fehlt oftmals die Zeit, bis der letzte Schüler den Zebrastreifen überquert hat“, so einer der Lenker. Insgesamt mussten die Beamten auch viel Aufklärungsarbeit leistet, da viele ihre Unwissenheit bezüglich der Verkehrsregeln offenlegten. Weitere Verkehrskontrollen werden in den kommenden Wochen folgen.

Pressemitteilung Polizeipräsidium Oberbayern Süd

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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