Kontrollen gegen Alk-Fahrer und Raser

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Waldkraiburg - Die Polizei hatte die Schwerpunktkontrollen gegen betrunkene Autofahrer und Raser vorher angekündigt. Nach drei Wochen nun zieht sie Bilanz:

Die Waldkraiburger Polizei hat in den vergangenen drei Wochen im Dienstbereich der Inspektion Waldkraiburg und der Polizeistation Haag verstärkt Geschwindigkeits- und Alkoholkontrollen durchgeführt. Wie wir zu Beginn der Aktion am 21. September berichteten, war es Ziel mit einem erhöhten Kontrollaufkommen die Hauptunfallursachen Geschwindigkeit und Alkohol intensiver zu bekämpfen. Uniformierte Polizeistreifen führten zahlreiche Verkehrskontrollen und Messungen mit Handlasermessgeräten durch. Zudem kam ein ziviler Pkw mit eingebauter Videoanlage zur Geschwindigkeitsüberwachung zum Einsatz. Des weiteren setzte die Verkehrspolizei Traunstein an Unfallschwerpunkten moderne Geschwindigkeitsmesstechnik ein.

Die Bilanz aus den Verkehrskontrollen: 671 kontrollierte Fahrzeuge und 265 Verstöße. Die meisten dieser Verkehrsverstöße waren Ordnungswidrigkeiten, 256. Die übrigen neun Verstöße waren Verkehrsstraftaten.

Unter den 256 Ordnungswidrigkeiten waren 129 Geschwindigkeitsübertretungen, neun ordnungswidrige Alkoholverstöße ab 0,5 Promille und 118 sonstige „Verkehrssünden“, unter anderem wie Gurtanlegepflicht, Handy-Benutzung und größere technische Mängel am Fahrzeug. Bei den meisten ertappten Verkehrsteilnehmern reichte ein Bußgeld. Zehn Fahrer erhielten jedoch ein Fahrverbot von ein bis drei Monaten.

Wesentlich gravierender sind die Folgen für die Autofahrer, die übermäßig alkoholisiert am Steuer erwischt wurden. Die gesetzliche Grenze von 1,1 Promille überschritten insgesamt sieben Alkoholsünder, bei denen der Führerschein gleich sichergestellt und an die Staatsanwaltschaft weitergegeben wurde. Eine Geldstrafe und ein Fahrerlaubnisentzug von bis zu einem Jahr sind hierbei die Regel.

Ein besonderer Vorfall während der Schwerpunktaktion ereignete sich am 6. Oktober am Abend, als ein 33-Jähriger in Haag vor einer Verkehrskontrolle flüchtete, dabei einen Streifenwagen absichtlich rammte und den Mercedes einer unbeteiligten Frau beschädigte. Die Folgen waren Prellungen bei der Autofahrerin und zwei Polizisten als auch ein Sachschaden von weit über 10.000 Euro. Der Flüchtige wurde in den folgenden Tagen von der Polizeistation Haag festgenommen. Gegen den 33-Jährigen läuft nun ein Strafverfahren wegen eines gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr, Unfallflucht und gefährlicher Körperverletzung. Er hat sogar mit einer Haftstrafe zu rechnen.

Pressemeldung Polizeiinspektion Waldkraiburg

Rubriklistenbild: © pa

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