Nicht nur eine Unfallflucht!

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Burgkirchen - Bereits am 10. Dezember hat ein 25-jähriger Burgkirchner eine wahre Amokfahrt begangen. Wie die Polizei jetzt mitteilte, hat er jetzt alle Vergehen gestanden!

Am Donnerstag, 10. Dezember, gegen 19.30 Uhr, entwendete der 25-jährige Burgkirchener einen unversperrt vor einem Burgkirchener Lokal abgestellten Pkw. Der Fahrer des Fahrzeugs hatte sein Fahrzeug nicht versperrt und mit offener Heckklappe am Straßenrand stehen lassen. Der Täter nutzte die Chance und stieg, obwohl er keinen Führerschein besitzt und erheblich unter Alkohol- und Drogeneinfluss stand, in das Auto ein und fuhr los. Schon nach wenigen 100 Metern verursachte er an der Einmündung Martin-Ofner-Straße, bei der Kreissparkasse, einen Verkehrsunfall. Er übersah ein auf der Vorfahrtsstraße ankommendes Fahrzeug und streifte dieses. Ohne anzuhalten und immer noch mit offener Heckklappe fuhr er mit dem Fahrzeug weiter und bog bei Hecketstall nach rechts in Richtung Holzen ab. Auf Höhe von Holzen bog er nach rechts in die Siedlung ein. Wieder wegen des überhöhten Alkoholgenusses und der drogenbedingten Fahruntüchtigkeit geriet er in der Kurve zu weit nach links und überfuhr die Verkehrsinsel. Dabei fuhr er das Stoppschild, das Schild mit dem Straßennamen und ein Schild mit einem Abbiegepfeil um. Das Fahrzeug geriet dadurch nochmals außer Kontrolle und prallte schließlich an der Einmündung zum Hölzlweg frontal gegen ein Hauseck. Dabei entstand am Haus erheblicher Sachschaden.

Bevor durch das Unfallgeräusch aufgeschreckte Hausbewohner zum Unfallort kamen, verließ der Unfallfahrer das Fahrzeug und flüchtete zu Fuß. In der folgenden Nacht wurde nach dem flüchtigen Fahrer polizeilich gefahndet. Unter anderem wurde auch der Hundeführer eingesetzt. Eine Polizeistreife konnte schließlich einige Stunden später den Flüchtigen in Holzen ausfindig machen. Er bestritt zu diesem Zeitpunkt jegliche Tatbeteiligung. Ein Tatnachweis war zu diesem Zeitpunkt nicht zu führen. Er wurde aber trotzdem polizeilich festgenommen, da gegen ihn ein Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Traunstein bestand. Er wurde deswegen in die Justizvollzugsanstalt Mühldorf zum Absitzen der offenen Haftstrafe eingeliefert.

Bei der Festnahme des Tatverdächtigen kam es zu Widerstandshandlungen gegenüber den einschreitenden Polizeibeamten. Der Täter flüchtete erst und konnte nur unter Anwendung von unmittelbarem Zwang festgenommen werden. Er muss sich deswegen wegen eines Vergehens des Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte verantworten.

Die polizeilichen Ermittlungen haben zwischenzeitlich ergeben, dass der Fahrer erheblich unter Alkoholeinfluss stand. Außerdem ist mittlerweile bekannt, dass er auch noch unter Drogeneinfluss stand und regelmäßig Drogen konsumiert.

Bei seiner Vernehmung im Gefängnis hat er mittlerweile zugegeben, dass er der Fahrer des Unfallautos war. Er besitzt außerdem keinen Führerschein. Zur Beweissicherung wurde auch das Bayerische Landeskriminalamt eingeschaltet.

Pressemitteilung Polizeiinspektion Burghausen

Rubriklistenbild: © pa

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