Echter Enkel gibt entscheidenden Hinweis

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Landkreis - Zwei mutmaßliche Enkeltrickbetrüger hat jetzt die Polizei festgesnommen. Der entscheidende Hinweis kam ausgerechnet von einem echten Enkel!

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Die beiden Männer hatten zuvor versucht eine 76-jährige Frau um mehrere tausend Euro zu erleichtern. Der anwesende Enkel vertrieb die Betrüger und verständigte die Polizei. Bei einer Fahndungsaktion konnten sie von Polizeikräften kurz darauf bei Marktl festgenommen werden.

In den vergangenen Tagen gingen verstärkt Mitteilungen über eine neue Variante des sogenannten Enkeltrickbetrugs, besonders bei den Polizeiinspektionen Mühldorf am Inn und Waldkraiburg ein. Gleichbleibend in der Grundform - also meist älteren Menschen vorgaukelnd, ein junger Verwandter sei in einer Notlage und benötige unbedingt sofort Geld - sprachen die Täter hier aber vor allem russischstämmige Personen an.

Sie meldeten sich dabei auch russisch sprechend und gaben sich als Enkel in Not, oder auch schon mal als Staatsanwalt oder Polizeibeamter aus. Vorgegaukelt wurde beispielsweise, dass der junge Verwandte einen Unfall gehabt hätte und zur Abwicklung oder Freilassung in einem osteuropäischen Land, eine Summe um die 20.000 Euro nötig sei.

Je nach Vereinbarung tauchte wenig später ein Bote bei den Senioren auf, um das Geld abzuholen. Derzeit sind der Polizei sechs Fälle bekannt, die den jetzt festgenommenen Personen angelastet werden. Zweimal wurden mehrere tausend Euro übergeben. Der letzte Fall wurde den beiden 25- und 29-jährigen Männern nun zum Verhängnis.

Infos zum Enkeltrick. Darauf sollten Sie achten:

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Nach den jetzigen Erkenntnissen dürften diese beiden Männer es gewesen sein, die sich am Mittwochvormittag bei einer 76- Jährigen in Altötting meldeten. Als „Großes Problem“ wurde wieder ein Unfall herangezogen und um Geld gebeten. Ein Bote sei auch schon organisiert. Noch während dem Telefonat klingelte es und der Überbringer, einer der jetzt Festgenommenen, stand auch schon vor der Türe. Nur war zu diesem Zeitpunkt der Enkel der 76-Jährigen anwesend, der den „selbstlosen Boten“ kurzerhand aus der Wohnung warf und die Polizei verständigte. Da eine Beschreibung der Person und des benutzten Fahrzeugs den Beamten genannt werden konnte, gelang es der Polizei in kurzer Zeit eine wirkungsvolle Fahndung nach diesem Pkw aufzubauen. Eine Vielzahl an Einsatzkräften, von den Polizeiinspektionen Altötting, Mühldorf und Burghausen, den Operativen Ergänzungsdiensten Traunstein mit Ziviler Einsatzgruppe und Hundeführern, der

Kriminalpolizeistation Mühldorf, sowie Polizeiinspektion Fahndung und auch Beamte der Verkehrspolizeiinspektion, beteiligten sich an der Suche nach dem Fahrzeug. Schließlich konnte eine Polizeistreife den Wagen sichten. Mit Unterstützung weiterer Beamter wurde der Pkw im Bereich Marktl angehalten und die beiden Männer festgenommen.

Die weiteren Ermittlungen hat die Kriminalpolizeistation Mühldorf übernommen. Gegen den 25-Jährigen besteht noch ein offener Haftbefehl aus dem Raum Pforzheim, der ganz ähnlich gelagerte Fälle zur Grundlage hat. Umfangreiche Nachforschungen zu weiteren möglichen Taten aus dem gesamtbayerischen Raum werden noch nötig sein. Die Staatsanwaltschaft Traunstein beantragte Haftbefehle gegen die beiden Litauer. Diesem Antrag folgte der Ermittlungsrichter am Amtsgericht Mühldorf und ordnete am Donnerstag die Untersuchungshaft an.

Die Polizei rät in diesem Zusammenhang davor, unbekannten Personen an der Haustüre Geld auszuhändigen. Bei Anrufen mit finanziellen Forderungen sollte mit Familienangehörigen Rücksprache gehalten werden. Zudem kann eine gesunde Portion Misstrauen nicht schaden, bei Anrufen angeblich Verwandter, die man nicht gleich als solche erkennt.

Unter der Notrufnummer 110 ist auch in solchen Fällen bei der Polizei immer Hilfe zu erlangen!

Pressemitteilung Polizeiinspektion Oberbayern Süd

Rubriklistenbild: © dpa

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