Während der Faschingsumzug, die klassische Familienveranstaltung für Jung und Alt, friedlich verlief, ging es beim anschließenden Faschingstreiben rund um den Bräuhausplatz alkoholbedingt etwas turbulenter zu. Zwischen 1000 und 1500 Besucher machten den Bräuhausplatz zur Partymeile.
Was auffallend ist: die zum Teil bis zur Bewusstlosigkeit Betrunkenen werden immer jünger.
Bereits gegen 15 Uhr wurde vom Security-Dienst des Veranstalters ein 18-jähriger sturzbetrunken und hilflos aufgegriffen, der Polizei übergeben und von den Beamten nach Hause gebracht.
Aber: auch Alter schützt vor Alkohol nicht. Bereits um 14.30 Uhr musste ein betrunkenen 70-jähriger Mann vom BRK seiner Ehefrau übergeben werden.
Eltern brachten ihren 16-jährigen Sohn gegen 13 Uhr zum Faschingsspektakel. Nach rund 4 ½ Stunden hatte es der Junge geschafft. Die alkoholbedingte Bewusstlosigkeit raffte ihn dahin. Vom BRK wurde er in die Intensivstation des Krankenhauses Wasserburg eingeliefert. Die Eltern waren nicht sonderlich erfreut.
Das Alkohol bei den Menschen verschiedene Stimmungslagen hervor rufen kann - manche werden ruhig - die meisten lustig - andere aggressiv, zeigt dieses Beispiel.
Nachdem die Beamten einen Platzverweis ausgesprochen hatten, verließ der diesen Bereich.
Gegen 17.30 Uhr glaubte der Jugendliche, dass sich keiner mehr an ihn erinnert und er suchte den Bräuhausplatz wieder auf. Der Securtiy-Dienst erinnerte sich aber noch sehr gut an den jungen Mann und holte wieder die Polizei.
Nachdem nochmals ein Platzverweis ausgesprochen und ihm bei Missachtung die Gewahrsamnahme angedroht wurde, brachte den jungen Mann sein Freund nach Hause.
Zwei kleinere Raufereien wurden mitgeteilt, bis zum Eintreffen der Polizei hatten sich die Beteiligten aber schon geeinigt und waren nicht mehr vor Ort.
Das BRK war mit seinen Helfern vor Ort insgesamt 14 mal gefordert. Schnittverletzungen, alkoholbedingte Ausfälle und plötzlich auftretende Erkrankungen machten Erstversorgungen vor Ort oder den Transport ins Krankenhaus erforderlich
Insgesamt muss man dem Veranstalter und seinen Helfern aber ein Lob zollen. Aus seiner Sicht hat er sich wirklich bemüht, die Veranstaltung in geordneten Bahnen verlaufen zu lassen und hat dies auch mit den ihm zur Verfügung stehenden Mitteln nach allen Kräften versucht.
Und für seinen rauschbedingten Zustand ist in der Regel jeder selbst verantwortlich.
Pressemitteilung Polizeistation Haag in Oberbayern






















