An diesem Sonntag steht das Kirchweihfest von St. Peter und Paul an.Wer die Erhartinger Kirche im Osten passiert, der lässt automatisch den Blick auf die prächtige Fassade der barocken Kirche schweifen, die mit ihren aufwendigen Stuckarbeiten zweifelsohne zu den schönsten Kirchen im Landkreis zählen dürfte. "Das ist die Schauseite der Kirche. Wallfahrer sollten auf dem Weg nach Altötting von diesem Bauwerk inspiriert werden", erzählt Heimatforscher Leo Biermaier. In der Tat haben die Kirchenbauer vor 250 Jahren nichts dem Zufall überlassen. Die Fassade ist mit Ornamenten geschmückt. Die filigrane Zwiebelform des Kirchturms und auch der Bau auf einem erhöhten Fundament verleiht der Kirche zusätzliche Erhabenheit inmitten des Isentals.
Es ist kein zufällig gewählter Ort, an dem die Kirche St. Peter und Paul steht. 1451 wurde die erste Kirche aus Stein an diesem Ort gebaut, die jetzige Seelenkapelle wurde aber schon bald zu klein für die wachsende Anzahl an Christen in der Anfang des 15. Jahrhundert gegründeten Pfarrei. "Wenn auch die Seelenkapelle um 1451 die Pfarrkirche gewesen ist, so war doch nach einiger Zeit eine größere Kirche notwendig", heißt es in der Geschichte der Pfarrei. Dort, wo die neue Kirche entstehen sollte, gab es bereits ein Gotteshaus, von dem allerdings nichts überliefert ist. Aus den Aufzeichnungen geht lediglich hervor, dass sie aus Stein, arg baufällig und wohl 1754 abgerissen wurde. Das war auch das Jahr des Baubeginns für die neue barocke Kirche, der 18. Juli steht in den Annalen als Datum für das neu gelegte Fundament.
Eine der Besonderheiten der Erhartinger Kirche ist das Heilige Grab, das im Turnus von zwei Jahren aufgebaut wird, die Grabesstelle Jesu darstellt und orientalisches Flair in die Kirche zaubert.
Das Kirchenjubiläum wird am morgigen Sonntag mit einem Festgottesdienst begangen, zelebriert von den Pfarrern Albert Lang, Lorenz Aicher und Gottfried Wagner. Die Kirchenzug-Aufstellung erfolgt um 8.45 Uhr am Brauereiparkplatz, der Gottesdienst beginnt um 9 Uhr.
Wer in den Genuss einer Kirchenführung kommen will, kann sich jederzeit bei Kirchenpflegerin Martina Karl melden, Telefon 08631/ 91696.
je/Neumarkter Anzeiger


© jeErst in den 80er-Jahren wurden die Deckenfresken in ihren Originalzustand zurück versetzt. Über dem Altarraum zeigt die Darstellung die Kreuzigung des heiligen Petrus.












