Ein Radweg von Furth nach Teising - der Stadtrat von Neumarkt-St. Veit befürwortete die dafür notwendigen Ausgaben in Höhe von 203.000 Euro. Dennoch wurden auch kritische Stimmen laut. Emil Steinbach störte es, dass die Bäume entlang der Kreisstraße gefällt werden. Hermann Huber forderte eine sichere Anbindung des Weges.
"Die Baumallee wird im Zuge der Straßenverbreiterung gefällt und hat nichts mit dem geplanten Radweg zu tun. Wir haben hier kein Mitspracherecht", machte Bürgermeister Erwin Baumgartner in der Stadtratssitzung am Donnerstag deutlich. Die Beseitigung der Bäume sei notwendig, zumal die Straße von Furth nach Teising verbreitert werde. Im Übrigen gebe es im Falle der Beseitigung eine Ersatzpflanzung, betonte Baumgartner. Das wollte Emil Steinbach (UWG) dennoch noch unkommentiert lassen: "Es ist eine Schande. In keinem anderen Landkreis kommen Bäume so schnell weg als in unserem. Was sagt denn die Naturschutzbehörde im Landratsamt dazu?" Die sei in die Planung involviert, war sich Baumgartner sicher.
Genau hier hakte aber UWG-Stadtrat Hermann Huber nach. Er hatte schon des Öfteren bekritelt, dass die Radfahrer nach Ende des Radweges am Further Kreisel auf die Staatsstraße wechseln müssten. Im Falle des Radweges nach Teising sah er ein ähnliches Gefahrenpotenzial, weil der Weg erst einige 100 Meter von der Staatsstraße entfernt beginnen werde. Huber berief sich auf frühere Anträge, in denen er bereits entlang der Staatsstraße 2086 bei Furth eine Verlängerung des Radweges angeregt habe. Nichts sei seitdem passiert, monierte Huber.
Schließlich forderte Huber, dass frühere Überlegungen wieder aufgegriffen werden sollten, etwa ein Radweg entlang der Rott, um so einen Lückenschluss zu erreichen: "Im besten Fall könnten wir damit einen durchgängigen Radlweg von Kinning bis Brodfurth schaffen." Immerhin: Die von ihm angeregte Versetzung des Ortsschildes in Richtung Kreisel läge den Behörden zur Prüfung vor, wie Baumgartner sagte. Zu einem weiteren Ausbau entlang der Staatsstraße oder an der Rott sagte Baumgartner, dass dies von Grundstücken abhängig sei, die sich nicht im Besitz der Stadt befänden.
Maximilan Heimerl (CSU) sah abgesehen vom Einwand Hubers generell die Radwegeentwicklung in Neumarkt-St. Veit äußerst positiv. Es sei eine einmalige Gelegenheit, die man nutzen sollte. Im Radfahrerjargon meinte er: "Ein Tritt in die richtige Richtung!"
je/Neumarkter Anzeiger















