Jetzt kümmert sich die Regierung um diese Fälle

Landratsamt Altötting: Fall Tavus Qurban abgegeben

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Seine Kollegen und der Chef kämpfen für Tavus Qurban

Winhöring/Landkreis Altötting - Seit Anfang Oktober darf Tavus Qurban nicht mehr arbeiten. Der geduldete Flüchtling aus Afghanistan hat keine Erlaubnis mehr dazu bekommen. Jetzt hat die Regierung von Oberbayern den Fall übernommen.

Bald ist es ein Monat, dass Tavus Qurban nicht mehr arbeiten darf. Als Bauhelfer verdiente er seit April 2012 sein Geld, konnte sein Leben inklusive Steuern selbst bestreiten. Ende September wurde bekannt: Das Landratsamt hat dem Flüchtling, der offenbar aus Afghanistan stammt, die Arbeitserlaubnis entzogen.

Er soll seinen Bringschulden nicht nachgekommen sein, hieß es von Seiten des Landratsamtes Altötting: Tavus Qurban hat keinen Pass. Er sollte sich um einen bemühen und diese Bemühungen nachweisen. Das hat er laut Landratsamt nicht gemacht. Sein Asylverfahren war bereits abgelehnt worden. Weil er keinen Pass hat, ist Tavus Qurban aber im Besitz einer Duldung. Mit der durfte er arbeiten, bis ihm das Landratsamt schließlich die Arbeitserlaubnis entzog, wegen mehrfacher fehlender Mitwirkung.

Wie ein Sprecher jetzt mitteilte, hat das Landratsamt Altötting den Fall an die Regierung von Oberbayern abgegeben. Nicht etwa, wie man vermuten könnte, wegen des großen öffentlichen Interesses, sondern weil es Umstrukturierungen in den Zuständigkeiten gebe, so der Sprecher gegenüber innsalzach24.de. Demnach werden solche Fälle aus der Region wie der von Tavus Qurban jetzt direkt von der Regierung von Oberbayern bearbeitet.

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