Stadt startet Ausschreibung

So läuft der Breitbandausbau in Töging

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Töging - Teilweise über 100 Mbits pro Sekunde verspricht sich die Stadt vom Breitbandausbau. Warum die Stadt den Ausbau in einigen Gebieten gar nicht selbst machen muss:

Der Stadtrat brachte am Donnerstagabend eine Ausschreibung zum Breitbandausbau auf den Weg. In drei Gebieten möchte die Stadt aktiv werden, teilweise sind über 100 Mbits pro Sekunde das Ziel.

In den beiden Erschließungsteilgebieten Franz-Marc-Straße und Industriepark Inntal sind Übertragungsraten von mindestens 100 Mbits pro Sekunde im Download und mindestens 10 Mbits pro Sekunde im Upload das Ziel, und das für alle möglichen Endkunden. Im Erschließungsteilgebiet Ebner-Eschenbach-Straße/ Ina-Seidel-Straße sind mindestens 50 Mbits pro Sekunde für einen Teil der Endkunden und nicht weniger als 30 Mbits pro Sekunde für alle möglichen Endkunden das Ziel im Download. Die Übertragungsrate beim Upload soll mit mindestens 2 Mbits pro Sekunde deutlich über dem Wert der Breitbandgrundversorgung liegen.

Premiumqualität für die Unternehmen

In den ersten beiden Erschließungsteilgebieten will man der Gewerbeansiedlung gerecht werden. Während die Stadt sich bei privaten Haushalten mit 30 oder 50 Mbits zufrieden gibt, hält sie für Firmen 100 Mbits pro Sekunde für sinnvoll. Dies sei die "Premiumqualität", sagte Bürgermeister Dr. Tobias Windhorst in der Stadtratssitzung. Dabei werde nach dem Prinzip "fiber to the home" gearbeitet, die Glasfaserkabel laufen also bis zum Haus.

Im Juni dieses Jahres hatte der Stadtrat eigentlich ein viel größeres Erschließungsgebiet festgelegt. Parallel wurden aber die Telekommunikationsanbieter befragt, inwieweit sie einen eigenwirtschaftlichen Ausbau auf mindestens 30 Mbits pro Sekunde planen. Dabei stellte sich heraus, dass aufgrund der Ausbaupläne der Telekom in einigen Teilbereichen des Erschließungsgebiets ohnehin etwas passieren wird, die Stadt selbst also nichts unternehmen muss. Betroffen sind die Teilgebiete Unterhart westlich der AÖ2, Illerstraße/Salzachstraße, Alte Hauptstraße Richtung Dorfen mit dem Bahnbereich Hubmühle, die Wohnbebauung an der Innstraße nach der Badstraße sowie das Gebiet westlich der Eichendorffstraße bis zur Stifterstraße.

Förderquote liegt bei 90 Prozent

In den drei nun noch verbliebenen Erschließungsteilgebieten muss die Stadt aufgrund der lukrativen Fördermöglichkeiten vergleichsweise wenig Geld in die Hand nehmen. Wie der Bürgermeister erläuterte, liege die Förderquote bei 90 Prozent. Mit lediglich 50.000 Euro Eigenmitteln könnte die Stadt also ein 500.000 Euro-Projekt umsetzen. Wie viel der Ausbau genau kosten wird, ist noch offen. Die Stadt wird die drei Erschließungsteilgebiete als drei einzelne Lose ausschreiben. Der Stadtrat hat die Ausschreibung am Donnerstagabend einstimmig auf den Weg gebracht.

Rubriklistenbild: © dpa

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