Rosenheimer Zoll stoppt Rumänen bei Töging

Fast 60.000 Zigaretten in Kleinlaster geschmuggelt

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Töging - Bei einer Routinekontrolle haben die Rosenheimer Zollbeamten einen rumänischen Kleinlaster gestoppt. Am Ende wurden rund 300 unversteuerte Stangen Zigaretten sichergestellt. 

Insgesamt 59.760 Stück Zigaretten verschiedener Marken fanden Zöllner der Kontrolleinheit Verkehrswege des Hauptzollamts Rosenheim-Standort Traunstein in einem, mit speziellen Schmuggelverstecken versehenen, Kleinlaster rumänischer Herkunft.

Zuerst keine Auffälligkeiten bei der Kontrolle

Die Beamten hatten das Fahrzeug, das in Fahrtrichtung München unterwegs war, am 15. September bei einer Routinekontrolle auf der A94 auf Höhe der Anschlussstelle Töging aus dem fließenden Verkehr gezogen

Bei der Befragung der Insassen nach mitgebrachten Waren, insbesondere Zigaretten, hatten alle sechs Personen angegeben, nichts dabei zu haben. Auch die Durchsuchung der Ladefläche förderte zunächst nur Reisegepäck zutage, das aus zöllnerischer Sicht unbedenklich war.

Bei genauerer Untersuchung Versteck gefunden

Doch dann bemerkte einer der Zollbeamten, dass die Abdeckplane über der Ladefläche von innen betrachtet an den Seitenwänden rot, im Deckenbereich jedoch in hellstem Weiß erstrahlte. Dieser Sache mussten die Zöllner auf den Grund gehen. Sie lotsten das Fahrzeug zwecks genauerer Untersuchung zum Amtsplatz des nahegelegenen Zollamts Altötting - Autobahn und wurden fündig.

In den Ladeflächenaufbau waren nachträglich zwei fast tischtennisplattengroße Deckenplatten eingezogen worden. Nachdem die Zöllner die obere Platte angehoben hatten, kamen 33.960 Stück in dem Hohlraum versteckte unversteuerte Zigaretten zum Vorschein.

Doch damit nicht genug, unter dem Teppich vor der Rücksitzbank fanden die Beamten des Zolls ein weiteres Schmuggelversteck. Die in den Fahrzeugboden eingelassene Blechwanne war mit der ebenfalls stattlichen Zahl von 25.800 Stück unversteuerten Zigaretten gefüllt.

Ermittlungsverfahren gegen den Fahrer

Bei einer erneuten Befragung der Insassen - diesmal mit Hilfe eines Dolmetschers - gab der Fahrer zu, alleiniger Besitzer Zigaretten zu sein. Er wurde vorläufig festgenommen. Gegen ihn leiteten die Zöllner ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung ein.

Die rund 300 Stangen Zigaretten wurden beschlagnahmt. Sie sollen nach Abschluss des Verfahrens in der Müllverbrennung vernichtet werden. Trotzdem muss der Beschuldigte noch die dafür fällige Tabaksteuer in Höhe von9.527 Euro zahlen. Das manipulierte Tatfahrzeug wurde sichergestellt.

Pressemitteilung Hauptzollamt Rosenheim

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