Töginger Feuerwehr rettet Vogel

Feuerwehr: Doppelter tierischer Einsatz

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Der Gelenkmast der Töginger Feuerwehr kam am Sonntag gleich doppelt zum Einsatz.
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Töging - Eigentlich suchte die Töginger Feuerwehr gerade eine Schlange, als die Einsatzkräfte plötzlich zu einem Vogel in einer Notlage gerufen wurden. **Mit Fotos**

Wie wichtig die Feuerwehren sind, wird den Menschen in der Region nicht erst bei Großeinsätzen wie am Montagnachmittag in Altötting bewusst. Immer wieder vollbringen die Helfer Heldentaten im Kleinen - so gleich doppelt geschehen am Sonntag in Töging.

Schlange im Strauch, Vogel an der Schnur

"Wir sind angerufen worden, dass in einem Strauch eine Schlange gesichtet wurde. Die Schlange hat nicht den größten Kopf, ist aber ziemlich lang, hat man uns gesagt", erzählt Gerhard Bichlmaier, Erster Kommandant der Feuerwehr Töging. Weil der Anrufer zudem meinte, die Schlange sehe "nicht so ungefährlich" aus, fuhren sofort zwei Feuerwehrler los. "Dann haben wir die Schlange in dem Strauch in zirka zwei Metern Höhe gesehen. Wir haben einen Haken dabei gehabt, so ähnlich wie einen Schlangenhaken, und haben versucht, dass wir die Schlange damit runterbringen", so Bichlmaier weiter.

Doch das Vorhaben scheiterte. Immer weiter kroch die Schlange den mehrere Meter hohen Strauch hinauf. Irgendwann saß das Tier weit oben auf einem Ast, weshalb die Helfer den Gelenkmast holen mussten. "Da sieht man sie vielleicht besser", dachten sich die Feuerwehrler. "Als wir gerade beim Aufstellen waren, ist von der Leitstelle der Alarm ausgelöst worden, dass sich an einer Dachrinne ein Vogel in einer Schnur verhangen hat", erzählt Bichlmaier. Die Einsatzkräfte mussten die Schlangensuche also - vorerst - aufgeben und fuhren geradewegs zum Vogel.

Vogel gerettet, Schlange verschwunden

Diesen Vogel befreite die Feuerwehr aus seiner misslichen Lage.

Praktischerweise hatten sie ihren Gelenkmast ja schon dabei, sodass sie relativ problemlos den in fünf bis sechs Metern Höhe hängenden Vogel retten konnten. "Wir haben die Schnur an der Dachrinne abgeschnitten, sind mit dem Vogel runtergefahren und haben versucht, die Schnur von seinem Bein zu lösen", so der Kommandant. Die Helfer hatten Erfolg, doch der Vogel schien leicht verletzt zu sein. "Der Fuß hat nicht hundertprozentig gut ausgeschaut. Er hat den Fuß auf alle Fälle ein bisschen hinterhergezogen", erinnert sich Bichlmaier. Sicherheitshalber nahmen die Leute, die die Feuerwehr verständigten hatten, den Vogel mit in den heimischen Garten. Am Einsatzort selbst, beim Alten Kino an der Hauptstraße, gibt es nämlich kaum Grünflächen. "Einfach so in einem Strauch aussetzen wollten wir ihn nicht. Nicht dass er auf die Straße humpelt und wird zusammengefahren", sagt Bichlmaier.

Nach diesem Erfolg fuhren die Helfer wieder zur Schlange, stellten den Gelenkmast auf und hielten Ausschau - ohne Erfolg. Von der Schlange fehlte jede Spur. Es könnte aber sein, dass es sich ohnehin nur um eine Ringelnatter handelte, beruhigt Bichlmaier: "Da waren auch noch andere Passanten, die ein bisschen mitgeschaut haben. Sie haben alle von einer Ringelnatter gesprochen."

Schlangensuche  und Vogelrettung

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