Wärme für Gars aus Biomasse

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Innungs-Obermeister Josef Pflügl und seine Frau führten auch Staatsminister Dr. Marcel Huber mit Gattin (alle vier rechts vorne) durch das Biomasse-Heizwerk und erläuterten, dass zu dessen Errichtung in einem knappen Jahr 1000 Stunden Planung und 15 000 Stunden Arbeit erforderlich waren.

Gars - Das Biomasse-Heizwerk in Gars ist für den bayerischen Umweltminister ein "Leuchtturmprojekt". Das betonte er beim Tag der offenen Tür, der viele Interessenten anzog.

Trotz des schlechten Wetters, wegen dem manche Programmpunkte "unters Dach" gelegt werden mussten, kam am Sonntag eine sehr große Zahl von Besuchern und Ehrengästen zum Tag der offenen Tür von Gymnasium, Pflügl Energie GmbH und Klostergärtnerei. Haupattraktionen waren die Einweihung des Biomasse-Heizwerkes und neuer Einrichtungen der Schule.

Besonderer Anziehungspunkt war das größte Hackschnitzel-Heizwerk der ganzen Region, dessen Bedeutung Umwelt- und Gesundheitsminister Dr. Marcel Huber bei seiner Ansprache heraushob: Das Kloster Gars habe die der Umwelt geschuldete zeitgemäße Initiative ergriffen und die Heizung des gesamten Komplexes einschließlich Gymnasium, Lehrerfortbildung und Klostergärtnerei auf regenerative Energie umgestellt.

Der Contractingpartner Pflügl Energie GmbH errichtete eine mustergültige und sehr effiziente Anlage modernster Art mit Nahwärmeversorgung bis in die angrenzende Siedlung, die jährlich 450 000 Liter Heizöl und 900 Tonnen CO2 einspare, wie vorgerechnet wurde. Damit sei auch ein deutliches Zeichen für die Bevölkerung gesetzt worden.

Pater Rektor Josef Stöckl weihte zusammen mit Bruder Gerhard das Heizwerk ein. Gott und die Welt gehörten ganz eng zusammen, so Stöckl. Sie könnten nicht auseinander dividiert werden. Die Bitte um den Segen für das gelungene Werk, alle Nutznießer und die Mitarbeiter beziehe Gott konkret in unser Leben ein.

Viel Zulauf hatte auch die bekannte große Klostergärtnerei Gars. Das Gymnasium Gars freute sich sehr darüber, dass der Förderverein der Schule am Tag der offenen Tür das unter seiner Leitung errichtete neue Beach-Volleyballfeld einweihte und anschließend in Anwesenheit der Sponsoren an den Landkreis als Sachaufwandsträger übergab.

Außerdem wurde der im Rahmen eines Projekt-Seminars erstellte neue Naturlehrpfad eröffnet.

Viele Besucher nahmen auch die Gelegenheit wahr, die völlig neu gestaltete "alte" Turnhalle mit den ebenfalls aufwändig renovierten Umkleideräumen zu besichtigen. Dort und in den Fachräumen für Naturwissenschaften sowie im Erweiterungsbau gab es Veranstaltungen, Vorführungen und Mitmachaktionen sowie einen Bewegungsparcours für Kinder und Jugendliche.

Für die musikalische Umrahmung des Tages der offenen Tür sorgten mehrere Instrumentalgruppen und ein Chor des Gymnasiums, rund um das Biomasse-Heizwerk gab es viele Präsentationen von Heiztechnik-Firmen.

ba/Wasserburger Zeitung

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