Segen für Biomasseheizung

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Pfarrer Marek Kalinka (rechts) segnete jetzt die Rechtmehringer Biomasseheizung, die alle öffentliche Gebäude des Ortes versorgt. Bürgermeister Sebastian Linner (mit Mikrophon) erinnerte an die Entstehungsgeschichte der Anlage.

Rechtmehring - Nun hat die Rechtmehringer Hackschnitzelheizung auch den kirchlichen Segen. Seit dem letzen Winter ist die Biomasseheizung, so der offizielle Name, nun in Betrieb.

Nachdem in den letzen Wochen auch die Fernwärmeleitung zum Kindergarten und zur gerade im Bau befindlichen Kinderkrippe verlegt ist, sind nun alle öffentlichen Gebäude versorgt. Das sind Grundschule mit Turnhalle, Pfarrheim und Pfarrhaus sowie das Rathaus mit Feuerwehrhaus. Pfarrer Marek Kalinka segnete nach dem Gottesdienst das kleine Kraftwerk.

Bürgermeister Sebastian Linner schilderte in seiner Ansprache den Hergang der Dinge. Vorwiegend ökonomische aber auch ökologische Gründe waren ausschlaggebend für die Entscheidung der Gemeinde. Baubeginn war im Juni 2009. Das Gebäude ist an der Nordseite an das Pfarrheim angebaut, der Kirchengrund ist auf 60 Jahre Erbpacht von der Pfarrei gepachtet.

Die Versorgung mit Hackschnitzeln erfolgt durch die Waldbauernvereinigung Wasserburg-Haag. Josef Neuwieser kümmert sich bei Bedarf um eine neue Lieferung. Über 400 Schüttmeter werden im Jahr etwa verheizt, so Linner. Das Herzstück ist der 250 KW-Kessel, den die Firma Grandl eingebaut hat, die auch die gesamte Projektierung und den Bau der Fernwärmeleitungen ausgeführt hat. Linner bedankte sich beide Architekt, den Handwerkern und besonders bei den zahlreichen Ehrenamtlichen für die reibungslose Zusammenarbeit, die es möglich machte, in nur sechs Monaten Bauzeit das Heizkraftwerk fertig zu stellen.

Gekostet hat das gesamte Projekt inklusive der wesentlichen Fernwärmeleitungen 375.000 Euro, 140.000 Euro davon für die Heiztechnik. Die Gemeinde erhielt 41.000 Euro an Zuschüssen. Für die nicht gemeindeeigenen Gebäude wurden Anschlussgebühren erhoben. Die Kalkulation ist so ausgelegt, dass durch Anschlussgebühren, "verkaufte Wärme" und dem eigenen Verbrauch die Anlage soweit abbezahlt ist, dass nach etwa 20 Jahren eine mögliche Reinvestition oder Erneuerung möglich ist, so Linner.

Beim anschließenden Tag der offenen Tür überzeugten sich die interessierten Besucher von der Technik und ließen sich Essen und Trinken im Feuerwehrhaus schmecken.

fxm/Wasserburger Zeitung

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