Kreisel an der B15: Nächster Schritt geplant

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Haag - Einen weiteren Schritt zur Verwirklichung des Kreisels an der B15 befürwortete der Verwaltungsausschuss. Ebenso beschloss er die Anschaffung eines neuen Containers zur Obdachlosenunterbringung.

Mit der Erweiterung des Haager Einkaufsparks (HEP) gewinnt Haag nach Zweitem Bürgermeister Dr.Winfried Weiß (CSU) weiter an Attraktivität. Eine Erhöhung des Durchgangsverkehrs durch das Zentrum gelte es allerdings zu verhindern. Der Erschließungsträger plane dazu einen Kreisel auf Höhe der Tankstelle, um für den vom Norden kommenden Verkehr eine Abbiegemöglichkeit zum Einkaufspark zu schaffen. Die Gesamtkosten für diesen neuen Kreisel mit Radweg liegen bei 750.000 Euro. Die Unterhaltskosten hat die Gemeinde zu tragen. Außerdem muss sie einmalig 49.000 Euro bezahlen als Ablöse für den Unterhalt des sogenannten Bypasses zur Weiterführung des Verkehrs auf die Umgehungsstraße. Zur Verwirklichung ist ein städtebaulicher Vertrag notwendig. Gespräche laufen bereits, wie die Umleitungen während der Bauphase so gering wie möglich gehalten werden können.

Einwände vonseiten der Haager waren keine eingegangen. Der Ausschuss stimmte dem Vorhaben mit fünf zu drei Stimmen zu.

Auch von den Nachbargemeinden waren keine Einwände eingegangen. Die Kraftwerke erachteten die Verlegung der Kabel für Beleuchtung und Strom für notwendig. Das Bauamt Rosenheim forderte eine Vereinbarung über den Kreisverkehr, das Landratsamt die Präambel.

Die Regierung bestätigte, dass durch diese Neuerung das Gewerbegebiet im Haager Westen besser erschlossen werde. Die Autobahndirektion teilte mit, dass Haag beim aktuellen Planungsstand zur A94 die Flächen für eine alternative Trassenführung nicht mehr freihalten müsse. Das Amt für Forsten verwies auf die nötigen Abholzungen. Da es sich bei den Wäldern um ein Naherholungsgebiet handle, solle ein gleichwertiger Ersatz geschaffen werden. Von der Abholzung sind 500 Quadratmeter betroffen. Die "Neubegrünung", stellten die Räte fest, sei Aufgabe des "Vorhabensträgers".

Harald Thannhäuser von der Gemeindeverwaltung schilderte die momentane Situation zur Unterbringung von Obdachlosen. Die Gemeinde verfüge nur über einen Wohncontainer. Da damit höchstens 30 Prozent abgedeckt seien, empfahl er die Anschaffung eines weiteren Containers, um eventuell auch Familien aufnehmen zu können. Teuer könne es nämlich die Gemeinde zu stehen kommen, wenn sie für Familien, die aus ihren Wohnungen herausgeklagt wurden, keine Unterkunft bereit stellen könne und sie anders unterbringen müsse.

Zweiter Bürgermeister Dr. Winfried Weiß verwies auf einen aktuellen Fall. Man habe die Familie nicht zusammen lassen können. Ein weiterer Wohncontainer koste 4100 Euro. Die Gemeinde habe für Aufkiesen und Anschlüsse bereits 10.000 Euro ausgegeben. Bauamtsleiter Andreas Grundner erläuterte die räumliche Situation am Rande des Wertstoffgeländes und regte an, für den mit Zaun abgetrennten Bereich so wenig Platz wie möglich zu verbauen. Für die Containeranlage befürwortete der Ausschuss schließlich mit zwei Gegenstimmen weitere 15.000 Euro.

xy/Wasserburger Zeitung

Rubriklistenbild: © dpa

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