Peter Bauer bleibt Haager SPD-Chef

  • schließen
  • Weitere
    schließen
Peter Bauer (links) und Richard Fischer (rechts) ehren Fritz Linke.

Haag - Fritz Linke, der vor kurzem seinen 80. Geburtstag feierte, erhielt jetzt von der Haager SPD eine Auszeichnung für 50 Jahre Mitgliedschaft. Bei den Wahlen bestätigten die Mitglieder Peter Bauer einstimmig als Vorsitzenden.

Zum Überreichen der Urkunde kam Unterbezirksvorsitzender Richard Fischer nach Haag zur Hauptversammlung des SPD-Ortsvereins. Linke, der 36 Jahre im Haager Gemeinderat wirkte, habe, so Fischer, für die Haager SPD Meilensteine gelegt. Peter Bauer überreichte dem Jubilar ein Präsent. Dieser habe viel Lebenszeit für die SPD investiert und sei ihm ein Vorbild.

Bei den Wahlen bestätigten die Mitglieder Peter Bauer einstimmig als Vorsitzenden. Stellvertreterin bleibt Sissi Schätz, Kassiererin Eva Rehbein, Schriftführer Manuel Haas. Neue Kassenprüfer sind Alexander Nagerl und Rosi Pointner. Delegierte sind Peter Bauer, der auch Ortsvertreter im Unterbezirk ist, Sissi Schätz, Manuel Haas und Wibke Müller.

In seinem Bericht erinnerte er an die Themen im vergangenen Jahr, so das hochinteressante Referat des ehemaligen Richters Ulrich Hutter vom Bundesfinanzhof, die heiße Diskussion über Sarazin und die neuesten Informationen aus Berlin mit Abgeordnetem Ewald Schurer. Aus der überregionalen Analyse sei Haag gut hervorgegangen: "Das entspricht auch unserem Selbstempfinden."

Unterbezirksvorsitzender Richard Fischer berichtete vom Generationenwechsel an der SPD-Spitze, den er ab sofort aufbauen wolle. Der Unterbezirk sei sehr kreativ. Zu den wichtigen Aktionen seien die Haager willkommen: Das Aschermittwochsgespräch mit Landtagsabgeordneter Stachowitz in Waldkraiburg, der kommunale Arbeitskreis zur Bürgerversicherung am 16. April und die Unterbezirkskonferenz am 7. Mai. Weiter sei es Ziel des Unterbezirks, die Ortsvereine künftig zu stärken, vor allem mit Blick auf die nächsten Kommunalwahlen 2014.

Thema des Abends war die Pflege von Angehörigen mit Lothar Kunz vom SPD-Ortsverein Ampfing. Der Landkreis Mühldorf habe mit 3100 Pflegepatienten überdurchschnittlich viele und "es werden immer mehr." Die Pflege, ein Spagat zwischen Fachlichkeit und Menschlichkeit, muss nach Kunz höhere Anerkennung finden.

Für die Zukunft setzte der Referent auf die Pflege im häuslichen Bereich. Von den Senioren wolle keiner ins Altersheim. Das verdeutlichten auch die Zahlen, wonach 68 Prozent der Pflegebedürftigen zuhause versorgt werden, acht im Altersheim. Demnach bräuchten keine neuen Altersheime mehr gebaut werden. Das spare auch Kosten, die man in die private Pflege investieren könne.

Neu abzustecken aber sei der Rahmen für eine "wertorientierte Pflege". Die Angehörigen sollten dabei mehr zu Wort kommen "als gewisse Organisationen". Künftig sollten alle politischen Parteien die pflegenden Angehörigen besser unterstützen. Das gilt nach Lothar Kunz vor allem für Informationen und Weiterbildung, aber auch für die Problematik der Vereinbarkeit von Pflege und Beruf. Die Diskussion erstreckte sich noch über viele Einzelheiten und soll bei anderer Gelegenheit wieder zur Sprache kommen.

xy/Wasserburger Zeitung

Zurück zur Übersicht: Haager Land

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser