"Wo stehen wir? Wo wollen wir hin?"

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Beim Neujahrsempfang der Stadt Haag.

Haag - "Ehrenamtliches und das Ortszentrum stärken", war das Thema beim Neujahrsempfang. Deshalb will Bürgermeister Dumbs zukunftsweisende Projekte wagen:

Obligatorisch flankierten die Haager Kaminkehrer den Eingang in den Bürgersaal zum diesjährigen Neujahrsempfang und wünschten den Gästen „ein gutes und glückliches neues Jahr“.

Johann Kürzeder, zweiter Vorstand des Vereins für Kultur und Brauchtum im Haager Land führte anhand eines portugiesischen Gedichts auf das „Zeit etwas sehr Kostbares ist“ und leitete über auf die Ansprache des Haager Bezirkskaminkehrermeisters Franz Reich, welcher vom „guten Durchzug auch im neuen Jahr“ sprach.

Im Anschluß schwor Bürgermeister Hermann Dumbs die anwesenden Bürger, Gemeinderäte und Vereinsvorstände mit den Worten „Das neue Jahr sieht mich freundlich an und ich lasse das alte mit seinem Sonnenschein und seinen Wolken ruhig hinter mir“ von Johann Wolfgang von Goethe auf das Jahr 2013 ein.

Er stellte sogleich die Fragen für Haag – Wo stehen wir? Was können wir? Und Wo wollen wir hin? Der Standortwettbewerb macht auch vor Haag nicht halt und um konkurrenzfähig zu bleiben, müssen wir als Gemeinde als öffentlich-rechtlicher Dienstleister im Sinne unserer Bürger handeln.

Nach Dumbs müssen neue und zukunftsweisende Projekte gewagt werden, dazu gebe es keine Alternative, ansonsten müssten wir uns in einigen Jahrzehnten sagen lassen, dass wir die Zukunft verschlafen haben. Sein Ziel sei es, Haag i. OB als regionales Einkaufszentrum zu stärken und auszubauen. Aber: "Visionen ohne Aktionen sind Halluzinationen", wie auch schon Gerhard Wolf meinte. "Die Gemeindeverwaltung handelt ja nicht, um Geld zu verdienen, sondern um der Bürgerschaft bestmöglichen Service im Rahmen der kommunalen Aufgabenerfüllung zu bieten. Der Bürger ist Teilhaber der Gemeinde und er ist Mitgestalter.

Unsere Gemeinde ist mehr als eine Ansammlung von Straßen, Häusern und Plätzen - die Kommune, das sind wir, die Menschen, jung und alt, mit und ohne deutschem Paß - es geht vielmehr darum, das Gefühl zu erhalten, sich wohl zu fühlen, eine Heimat zu finden, sich identifizieren zu können. Die Gemeinde Haag i. OB als Gemeinschaft ist eine aktive und menschliche Gemeinde in der es sich lohnt, sich als Bürger ehrenamtlich einzubringen. Wenn wir diese Dinge einigermaßen im Visier halten, dann sind wir als Gemeinde für die erwähnten richtigen Zäsuren gewappnet, die von außen kommen können. Dann dürfen wir sicher sein, dass uns das neue Jahr nicht nur heute, sondern auch an den noch verbleibenden etwa 360 Tagen freundlich ansehen wird - im Goethe'schen Sinne wohlgemerkt!

Überall ist zu spüren, dass die Bürgerrinnen und Bürger der Marktgemeinde Haag i. OB sich auf vielfältige Weise für ihr Umfeld und ihre Mitmenschen einsetzen. Sie arbeiten in Vereinen und Initiativen mit, sie organisieren kulturelle und sportliche Events, sie springen ein, um Notleidenden zu helfen. Bürgerschaftliches Engagement ist bei uns beileibe kein Fremdwort und ich möchte heute all denen, die meist im Stillen wirken, für ihr freiwilliges Tun vielmals danken.

Bürgerschaftliches Engagement beruht auf vielen Motiven. Doch ein Grund liegt sicher darin, dass die Menschen, die sich für andere oder eine Sache einsetzen, dass sie davon überzeugt sind, etwas bewirken zu können. Dass sie jemandem helfen oder zumindest die öffentliche Aufmerksamkeit auf ihr Anliegen lenken können. Deshalb legen sie nicht die Hände in den Schoß, um darauf zu warten, dass andere etwas tun, sondern werden selber aktiv."

Neujahrsempfang 2013 in Haag

Im Anschluss ehrte Bürgermeister Dumbs Hansi Holzner und Katharina Wendl welche sich bereits in der Jugendklasse im Judo den Titel des oberbayerischen Meister erkämpft haben. Oder Chorleiterin Marie-Thérése Klein, welche sich für die neue Kirchenorgel einsetzt. Auch Sepp Spielvogel vom Haager Kleintierzuchtverein erfuhr für seine gute Organisation und den unermüdlichen Einsatz zum Gelingen der jährlichen Kleintierzuchtausstellung eine Dankesurkunde mit Haager Krawattennadel.

Schwer sei es geeigneten Nachwuchs zu finden, welcher auch Verantwortung übernimmt, so dankte Dumbs auch den „alten und treuen“ Geldsammlern des Arbeiter-Krankenunterstützungsvereines Engelbert Bühler, Elisabeth Schmid, Josefine Bernhard und Sepp Ragl für ihr unermüdliches Tun. Erna Lechner erhielt auch einen Dank für ihre Tätigkeit als zweiter Vorstand der Haager Arbeiterwohlfahrt. Johann Binsteiner und Alexander Schwarzenbeck haben sich am Gletschergarten für den Erhalt des Gipfelkreuzes eingesetzt und dieses in Eigenregie restauriert.

Unermüdlich sei auch der Einsatz für die Verschönerung Haag´s durch Josef Miksch. Besonderer Dank galt Renate Klinger, der ehemaligen Chefin der Kraftwerke Haag AG, welche immer ein offenes Ohr für ortsansässige Vereine und deren Spendenanfragen hatte und somit auch zu einem vertrauensvollen Miteinander beigetragen hat.

Das kalte Buffet und ein Gläschen Sekt bot den Abschluß, um mit Gesprächen über die Vorhaben im Jahr 2013 den Neujahrsempfang ruhig zu beenden.

ao

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