Kreisel kommt 2013

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Haag - Der Markt bekommt einen neuen Kreisel. Er soll auf der B15 bei Tankstelle und Einkaufspark entstehen. Und das schon 2013.

Lange hörte man nichts mehr von den Planungen. Jetzt wurde der Baubeginn für die erste Hälfte des nächsten Jahres angekündigt.

Rechtsanwalt Claus Deißler, der die Gemeinde Haag in diesen Angelegenheiten vertritt, erläuterte die Abstimmung mit dem Straßenbauamt für den Kreisverkehr im Bebauungsplan "Westlich der BayWa".

An der Grundplanung änderte sich nichts, auch nicht daran, dass der Kreisel eine bessere Anbindung des Verkehrs aus dem Norden über die B15 an die Haager Supermärkte im HEP bieten soll. Nutzung, Bauflächen und Kreisverkehr blieben die gleichen. Neu hinzu kamen zwei Teilflächen mit begrenzten Emissionen. Einbauen muss die Gemeinde nun auch eine Schallschutzwand zwischen Straßen und drittem Bauabschnitt im Supermarktareal. Daneben müssen die Höhen genau festgelegt werden. "Es ist komplizierter geworden", so Deißler. Das sei eine Auswirkung der Gutachten.

Zusätzliche Planzeichnungen wurden auch deswegen gefordert, da die Gemeinde hier eine Bundesstraße beplane, allerdings im Einvernehmen mit den Behörden. Die Ausgleichsflächen müssen über einen städtebaulichen Vertrag festgesetzt werden. Da der Kreisverkehr in die Waldfläche eingreift, muss die Gemeinde 500 Quadratmeter zum Ausgleich aufforsten.

Der dritte Bauabschnitt im Haager Einkaufspark wird lediglich Geschäfte mit Verkaufsflächen aufnehmen. Ausgeschlossen wurden laut Deißler jetzt Betriebswohnungen, da man eventuelle Beschwerden über Verkehrslärm zu befürchten habe. Nicht aufgenommen werden nach der neuen Fassung auch Vergnügungsstätten. Zu klären für die Zukunft sind die Grundstücksverhältnisse zwischen Bund und Gemeinde.

Grundsätzlich gegen eine Erweiterung des Supermarktgebietes im Haager Westen sprach sich in der Diskussion Waltraud Sax (CSU) aus. Ein kurzer Disput ergab sich über die bereits einmal erwähnte komplette Sperrung des westlichen Ortseingangs von Haag während der Bauzeit des Kreisverkehrs. "Das kommt nicht in Frage", lehnte Bürgermeister Hermann Dumbs kategorisch ab. Die verkehrsrechtlichen Anordnungen werden über das Landratsamt Mühldorf geklärt.

Dritter Bürgermeister Egon Barlag (Freie Wähler Haag) und Stefan Högenauer (CSU) lehnten den sogenannten Bypass, den zusätzlichen Zubringer vom Kreisverkehr auf die Bundesstraße 12, ab. Er sei unnötig. Dem widersprach Bürgermeister Hermann Dumbs. Er erhofft sich davon eine Entlastung des Verkehrsaufkommens im Zentrum.

Die Planung wurde schließlich bei Gegenstimmen von Waltraud Sax, Dr. Winfried Weiß und Egon Barlag befürwortet.

xy/Wasserburger Zeitung

Rubriklistenbild: © pa

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