Dritte Gasleitung durch Reichertsheim?

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Reichertsheim - Die geplante Gasleitung von Burghausen nach Finsing von Bayerngas ruft Widerstand bei den Grundstücksbesitzern hervor.

In der Reichertsheimer Gemeinderatssitzung lag jetzt eine Karte mit der geplanten Trasse auf. Sollte der Betreiber die verlegen, wäre das die dritte Gasleitung in der Gemeinde.

Eine läuft bereits in Nord-Süd, die andere in West-Ost. Zur Letzteren soll noch eine zweite hinzukommen.

Deutlich wurden die Dimensionen, mit denen sich die Grundbesitzer, sollten sie mit ihrem Grund und Boden im Weg sein, konfrontiert sehen: Gas mit einem Druck von 100 Bar soll in 1,20 Meter dicken Rohren fließen. Dazu kommt ein bis zu 300 Meter breiter Streifen beidseits der Leitung, der von Bebauung frei bleiben muss. "Da kann ich mein Grundstück vergessen, das ist ja nichts mehr wert", hieß es bei einigen Zuhörern in der Sitzung.

Keiner sei davon begeistert, entgegneten einige Räte, aber andererseits schaffe das Arbeitsplätze, war auch zu hören. Bei der nächsten Gemeinderatssitzung am 18. Februar, kündigte Bürgermeisterin Annemarie Haslberger an, stünden Vertreter von Bayerngas Rede und Antwort, und am 10. Februar sei das ein Thema bei einer Informationsveranstaltung des Bayerischen Bauernverbandes im Gasthaus Baumgartner in Tiefenstätt.

Zweiter Bürgermeister Augustin Grundner wies darauf hin, dass die Gemeinde in diesem Raumordnungsverfahren nichts zu entscheiden habe. Das sei ähnlich wie beim Hubschrauberlandeplatz in Katzbach. Die Regierung von Oberbayern führe das Verfahren durch, man sei nur selbst ein Träger öffentlicher Belange, der dazu gehört würde. Gemeindliche Belange, Planungen für Wohnbaugebiete oder dergleichen, stünden dem nicht entgegen, so Grundner.

Zwei Ordner mit detaillierten Planunterlagen liegen in der Gemeinde auf, die jeder Interessierte anschauen könne, gab Bürgermeisterin Annemarie Haslberger bekannt. Zudem sei jeder Betroffene von Bayerngas angeschrieben worden. kg

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