Marktl erobert die Lüfte

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+
Marktls Bürgermeister Hubert Gschwendtner in der "Marktl"-Maschine mit Kapitän Christian Herrman.

Erding/Marktl a. Inn - Nach dem Geburtsort von Papst Benedikt XVI. hat die Lufthansa einen fabrikneuen Regionaljet benannt. Bei einer feierlichen Zeremonie taufte Marktls Bürgermeistergattin Helga Gschwendtner die Maschine vom Typ Embraer 195.

Mit zwei formschönen Flaschen, gefüllt mit edlen Tropfen, war der Bischöflich Geistliche Rat Josef Kaiser von Marktl zur Flugzeugtaufe an den Airport gekommen. Es war kein Wein, es war Weihwasser aus dem Marktler Taufbecken, über dem bereits Papst Benedikt XVI. das erste heilige Sakrament erhalten hatte. Den Segen spendeten Kaiser und sein evangelischer Kollege Udo Semisch. Marktls Bürgermeister Hubert Gschwendtner enthüllte anschließend den Namenszug „Marktl“.

Flugzeugtaufe Marktl a. Inn

„Wir freuen uns sehr, aber wir heben nicht ab. Wir bleiben auf den Boden“, meinte der Rathauschef des knapp 2700 Einwohner zählenden Ortes. Im Inneren der Maschine weist ein Schild auf die Bedeutung des Schriftzuges hin. So wird Marktl künftig in ganz Europa ein Begriff sein, denn der Regionaljet wird im gesamten Kontinent eingesetzt. Der Jungfernflug führt am morgigen Sonntag voraussichtlich nach Olbia (Sardinien), verriet Kapitän Christian Herrmann.

116 Passagiere können in dem Regionaljet befördert werden, der auf gleicher Höhe mit seinen großen Gefährten Airbus 340 und 380 fliegen wird. Geschwindigkeiten von über 800 Stundenkilometer sind laut Klaus Froese, Geschäftsführer von Lufthansa CityLine, kein Problem für das in Brasilien gebaute Flugzeug. Ist die 39 Meter lange Maschine voll besetzt, werden pro Passagier umgerechnet 3,5 Liter Treibstoff verbraucht. Eine kleine Panne gab es bei der Unterzeichnung der Taufurkunde. Dort stand auf dem Unterschriftenfeld für Gschwendtner statt Marktl Bad Füssing. So wurden die Urkunden nur pro forma signiert. Die Schriftstücke mit dem richtigen Ort sollen demnächst unterschrieben werden.

Daniela Oldach

Zurück zur Übersicht: Innsalzach

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser