Fall Tugce: Täter muss nach Serbien

"Wir hoffen, dass die Abschiebung abschreckt!"

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Tugce A. starb im November 2014.

Offenbach - Als Tugce A. im November von einem 19-Jährigen niedergeschlagen wurde und wenig später starb, sorgte dieser Fall in ganz Deutschland für Schlagzeilen. Jetzt kommt erneut Bewegung in den Fall:

Der Fall Tugce bewegte ganz Deutschland: Im November 2014 hatte Sanel M. (19) auf dem Parkplatz eines Schnellrestaurants in Offenbach die damals 23-jährige Lehramtsstudentin niedergeschlagen. Die Frau, die zwei Mädchen beschützen wollte, fiel ins Koma und starb wenige Tage später im Krankenhaus.

Der Täter, damals 18 und bereits mehrfach wegen Diebstahls, räuberischer Erpressung und Körperverletzung vorbestraft, wurde nach Jugendstrafrecht wegen Körperverletzung mit Todesfolge zu drei Jahren Haft verurteilt. Er sitzt seither in Wiesbaden im Gefängnis. Tugces Bruder hatte sich damals schon im Fernsehen beklagt: "Drei Jahre sind zu wenig für ein Menschenleben!"

Täter wird abgeschoben

Doch jetzt kommt erneut Bewegung in den Fall: Wie verschiedene Medien berichtet, endet die Haftzeit des Täters eigentlich erst im November 2017. Doch nach Verbüßen von zwei Dritteln könne Sanel M. bereits an Weihnachten 2016 wieder auf freiem Fuß sein. Doch mit einem "Haken" für den Täter: Der Serbe wird dann in sein Heimatland Serbien abgeschoben und mit einem Wiedereinreiseverbot für Deutschland belegt. Das hat laut Bild die Offenbacher Ausländerbehörde entschieden.

Serbien muss ihn auch zurücknehmen, weil es ein entsprechendes Abkommen zwischen beiden Ländern gibt. Das bedeutet: Sanel M. darf nicht nach Deutschland zurückkehren! Tut er es doch, wird er verhaftet! Tugces Familie begrüßt dies ausdrücklich und erklärte gegenüber der Bild: "Wir hoffen, dass die Abschiebung abschreckt und es dadurch zu weniger Gewalt kommt. Denn mit zwei bis drei Jahren Haft wird das bestimmt nicht bewirkt."

mw

Quelle: rosenheim24.de

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