Nach Tod von Gerwald Claus-Brunner

So furchtbar war das Leben des Killer-Piraten

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Gerwald Claus-Brunner (†44).

Berlin - Gerwald Claus-Brunner (†44) tötete erst einen Menschen und richtete sich anschließend selbst. Nach seinem Tod kommen nun immer mehr schockierende Details aus seinem Leben ans Licht.

Wie die Bild-Zeitung nun berichtet, hätte Claus-Brunner von Kindesbeinen an mit Schwierigkeiten zu kämpfen gehabt. Außerdem soll er an Wahnvorstellungen gelitten haben. Die Eltern seien streng gewesen und hätten ihre Kinder geschlagen. Sein Vater soll ihn sogar aus dem Haus geprügelt haben, als er 14 war. Damals kam raus, dass Claus-Brunner schwul sei.

Gehänselt und verprügelt

Er wuchs im Teutoburger Wald auf. Dort gab es zum Teil große Probleme mit Nachbarn, weil die Familie "Zeltlager mit rechter Gesinnung" in ihrem Garten organisiert habe, so die Bild. Zudem beging ein Bruder des Piraten-Politikers in den 80er-Jahren laut Bild Selbstmord, eine Schwester starb offenbar bei einem Autounfall. Gegen den Vater ermittelte irgendwann die Justiz, so dass die Familie nach Kanada auswanderte bzw. abhaute.

Doch Gerwald, der in der Schule von seinen Mitschülern gehänselt wurde, war da schon nicht mehr bei seiner Familie. Stattdessen widmete er sich laut der Zeitung anderen Dingen. In einem Waldstück soll er 50 Kilogramm Ammonium-Nitrat-Dünger in die Luft gejagt haben und später zusammen mit seinem Bruder Dietwald ein Auto gestohlen haben. Laut Bild ist dieser Vorfall sogar beim Amtsgericht Bad Iburg aktenkundig.

Wie wurde er zum Mörder?

Doch wie wurde Claus-Brunner zum Mörder? Darüber lässt sich - trotz Spurensuche - weiterhin nur spekulieren. Der Berliner Piratenpolitiker hatte vermutlich am vergangenen Wochenende Jan L. getötet, diesen anschließend nackt - mit Kabelbindern gefesselt - auf eine Sackkarre verladen und rund 11 Kilometer durch Berlin bis zu seiner Wohnung geschleift. Dort beging der 44-Jährige dann durch einen Stromschlag Selbstmord. Die Ermittlungen wurden inzwischen eingestellt, weil Claus-Brunner die Tat in einem Abschiedsbrief offenbar eingeräumt hatte.

mw

Quelle: rosenheim24.de

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