Eltern nehmen "In Liebe" Abschied

Bewegende Beisetzung von Andreas L.

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Montabaur - Wie nimmt man Abschied von einem Mann, der offenbar 149 Menschen mit in den Tod riss? Eltern, Familie und Freunde beerdigten nun den Co-Piloten der abgestürzten Germanwings-Maschine.

Am 24. März soll Andreas L. in einem erweiterten Suizid 149 Menschen an Bord eines Germanwings-Airbus mit in den Tod gerissen haben. Davon sind die französischen Ermittler überzeugt. Nun mussten Eltern, enge Verwandte und Freunde Abschied nehmen von ihm. Von ihrem Sohn, Bruder, Enkel, Freund - und von einem vermeintlichen Massenmörder. Von einem Menschen, der an schweren Depressionen litt, die aber diese Tat trotzdem unbegreiflich machen.

Wie die BILD berichtet, wurde für die Urnen-Beisetzung in seinem Heimatort Montabaur (Rheinland-Pfalz) der Friedhof am Samstag extra zwischen 10 bis 13 Uhr gesperrt. Zivilbeamte der Polizei sicherten die Bestattung ab.

Dass Andreas L. seine letzte Ruhe auf diesem Friedhof gefunden hat, passt nicht jedem im Ort. Eine Witwe (93), die das Grab ihres toten Mannes in unmittelbarer Nähe besuchte, sagte laut BILD: "Ich wäre gern gefragt worden, ob ich einverstanden bin." 

"Du bleibst in unseren Herzen. In Liebe Mama u. Papa", steht auf der Schleife eines der vielen Trauerkränze auf dem Grab. Wie schwer muss dieser Tag, dieser Spagat der extremen Gefühle, für die Familie des Co-Piloten gewesen sein...

mg

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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