Wiesnblaulicht aus München

Von Bierbank-Werfern und Masskrug-Schlägern

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+

München - Nach dem verregneten Start des Münchner Oktoberfestes steigen inzwischen nicht nur die Besucherzahlen, sondern auch die Arbeit für die Wiesnwache:

Körperverletzung mit Bierbank

Am Freitag, 23.09.2016, gegen 22.30 Uhr, geriet ein 23-jähriger Wiesnbesucher in einem Zelt mit seinem Nachbartisch in Streit. Der Ordner des Zeltes ging dazwischen, was dem 23-Jährigen missfiel. Er nahm kurzer Hand die Bierbank und warf sie in Richtung des Ordners. Dieser wurde am Kopf getroffen, konnte aber nach Erstversorgung durch den Rettungsdienst vernommen werden.

Auch der 23-jährige Münchner hatte Verletzungen im Bereich des Kopfes, wofür die Ursache bislang jedoch ungeklärt ist, da er in ein Krankenhaus kam und noch nicht befragt werden konnte.

Im Zuge der Aufnahme durch die Polizisten vor Ort mischte sich ein weiterer 23-jähriger Wiesngast aus dem Landkreis München ein, pöbelte herum und beleidigte die Polizeibeamten. Dieser wurde daraufhin in Gewahrsam genommen.

Festnahme nach Körperverletzung auf dem Festgelände

Am Freitag, 23.09.2016, gegen 17 Uhr, schlug ein 23-jähriger Australier im Bereich der Fahrgeschäfte plötzlich unvermittelt auf einen 22-jährigen Amerikaner ein.

Sicherheitsmitarbeiter konnten den aggressiven Mann festhalten und die Wiesn-Wache verständigen.

Bereits vor dem Eintreffen der Polizeibeamten hatte der 23-Jährige eine Verletzung unter dem Auge und an der Oberlippe. Der junge Mann war auch nach Eintreffen der Polizisten aggressiv und ließ sich nicht beruhigen. Weiter fing er an herumzuspucken, weshalb ihm eine Spuckschutzhaube übergezogen werden musste.

Der 23-Jährige wurde in eine Zelle der Wiesn-Wache gebracht, wo er sich erbrach und auf den Boden urinierte, weshalb eine Zellenreinigung erforderlich war. Beim weiteren Transport in die Haftanstalt urinierte er ebenfalls in den Transportwagen, weshalb auch dieser gereinigt werden musste.

Er wurde dem Richter zur Prüfung der Haftfrage vorgeführt. Es erging ein Haftbefehl.

Wechselseitige Körperverletzung im Festzelt

Am Freitag, 23.09.2016, gegen 20.20 Uhr, erhielt ein 17-jähriger Schweizer von einem anderen Wiesn-Besucher einen Faustschlag. Vorangegangen war das höchst aggressive Verhalten des 17-Jährigen, welcher immer wieder gezielt versuchte den 42-Jährigen, welcher ihm körperlich deutlich überlegen war, zu verletzten.

Der junge Mann hat immer wieder mit der flachen Hand in die Richtung des 42-jährigen Neuseeländers geschlagen, diesen auch mehrmals getroffen, was sich dieser allerdings anfangs noch gefallen ließ. Nach wiederholtem Male gab er seinem Angreifer dann zur Abwehr einen Faustschlag ins Gesicht. Dieser reichte aus, sodass der Schweizer zu Boden ging und mit der Vermutung einer Zungenverletzung (er biss sich auf diese) in ein Krankenhaus gebracht werden musste.

Schon am nächsten Tag konnte der 17-jährige Schweizer aus dem Krankenhaus entlassen werden. Wie sich herausstellte, hatte er lediglich eine geschwollene Zunge.

Körperverletzung durch Maßkrugwurf im Festzelt

Am Freitag, 23.09.2016, gegen 20.30 Uhr, kam es in einem Festzelt zwischen einem 17-Jährigen und einer 25-Jährigen im Vorbeigehen zum Streit. In diesem Verlauf beschütteten sich die beiden gegenseitig mit Bier.

Der 17-Jährige warf seinen Bierkrug in Richtung der 25-Jährigen, woraufhin dieser zerbrach. Sowohl der 17-Jährige als auch die 25-Jährige erlitten hierdurch Schnittverletzungen. Der 17-Jährige verließ daraufhin sofort das Zelt und begab sich aufgrund seiner Verletzungen selbstständig zum Rettungsdienst, wo er von Polizeibeamten festgenommen werden konnte.

Die 25-Jährige musste wegen ihrer Verletzungen am Arm im Krankenhaus stationär behandelt werden.

Körperlicher Übergriff auf Polizeibeamte auf dem Festgelände

Am Samstag, 24.09.2016, gegen 22.00 Uhr, war eine 30-jährige Polizistin auf Streife mit ihrer Einsatzgruppe unterwegs. Plötzlich wurde ihr durch eine unbekannte Person eine Glasflasche ins Genick geworfen.

Die Polizistin verspürte starke Schmerzen im Nacken- und Kopfbereich sowie kurzzeitige Taubheitsgefühle in Armen und Beinen. Die 30-Jährige wurde durch den Rettungsdienst erstversorgt und im Anschluss in ein Krankenhaus gebracht.

Der Täter konnte unerkannt flüchten.

Drohne über der Wiesn

Am Samstag, 24.09.2016, gegen 22.30 Uhr, fiel Polizeibeamten eine Drohne über dem Festgelände auf.

Diese wurde dann durch die Polizisten bis zu ihrem Eigentümer verfolgt und es konnte ein 51-jähriger Deutscher erkannt werden. Der Mann hatte sich in einem dortigen Gebüsch versteckt und gab an, dass er Mitglied in einem Drohnenflugverein sei.

Seine Drohne sowie die gefertigten Aufnahmen und das Steuergerät wurden als Beweismittel sichergestellt.

Gegen den 51-Jährigen läuft nun ein Ermittlungsverfahren wegen eines Verstoßes gegen die Luftverkehrsordnung.

Pressemitteilung Polizeipräsidium München

Quelle: rosenheim24.de

Zurück zur Übersicht: Bayern

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser