Der Sparwinter dümpelt vor sich hin!

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Landkreis - So sehr es sich manche Winterliebhaber und -sportler wünschen würden: Der schneereiche Winter bleibt bisher aus. Auch weiterhin sind die Temperaturen dafür zu mild.

Wir befinden uns mitten im Hochwinter. Doch so wirklich will der Winter einfach nicht in die Gänge kommen. Das sieht man schon allein an einem Blick auf die aktuellen Schneehöhen in Deutschland. 36 cm Schnee liegen auf dem Brocken im Harz bzw. dem Fichtelberg im Erzgebirge. Beide Gipfel sind über 1000 m hoch. Normalerweise liegen um diese Zeit dort 100 cm und mehr. Spitzenreiter ist die Zugspitze mit aktuell 250 cm Schnee. Bei einer Höhe von 3000 m ist das auch nicht wirklich ein außergewöhnlicher Wert. In schneereichen Wintern liegen dort manchmal über 500 cm der weißen Pracht.

Für die deutschen Mittelgebirge ist die Schneesituation sehr unbefriedigend. Immerhin ist es nun kalt genug, damit hier und da Schneekanonen arbeiten können. Unterhalb 500 bis 600 m ist derzeit so gut wie überhaupt kein Schnee zu finden. Einzige Ausnahme: Schleswig-Holstein. Dort liegen stellenweise immerhin 5 cm Schnee.

„Die nächsten Tage bringen keine große Wetteränderung. Weder Dauerfrost noch eine flächendeckende Schneedecke sind in Sicht. Am Tag liegen die Temperaturen meist zwischen 0 und 6 Grad. Nachts gibt’s dann auch mal leicht Frost. Nennenswerte Schneefall ist bis zum Wochenende nicht in Sicht“, erklärt Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetterportal www.wetter.net.

Diplom-Meteorologe Dominik Jung von wetter.net mit den Aussichten

Nachts kann es allerdings leichten Frost zwischen 0 und minus 5 Grad geben. Dann kann es auf den Straßen rutschig sein. Oftmals liegen die Tiefswerte gerade in den deutschen Großstädten genau um den Gefrierpunkt. Und das ist dann ziemlich gefährlich, denn plötzlich kann Glätte auftreten.

Selbst wenn das Thermometer im Auto plus 2 oder 3 Grad am frühen Morgen anzeigt, sollte man vorsichtig fahren, denn direkt über dem Erdboden ist es meist 1 bis 2 Grad kälter und schon kann es dort zu Frost und gefährlicher Glätte kommen. Das gilt besonders auf Brücken und nur wenig befahrenen Strecken.

Der Januar ist bisher 3,9 Grad zu warm. Wahrscheinlich wird dieser Überschuss in den nächsten Tagen noch leicht abgebaut, so dass der Monat wahrscheinlich 2 bis 2,5 Grad zu warm enden dürfte.

Bis Monatsende keine durchgreifende Wetteränderung in Sicht!

In den kommenden 10 Tagen tut sich beim Wetter nicht allzu viel. Am Tag liegen die Temperaturen meist knapp über 0 Grad, im Nordwesten können auch mal 5 oder 6 Grad erreicht werden. Nachts kühlt es auf Werte um oder etwas unter 0 Grad ab. Samstag, Dienstag und Mittwoch könnte es zudem kräftigere Niederschläge geben. Über 300 bis 400 m fallen diese meist durchweg als Schnee, darunter zumindest zeitweise auch als Regen oder Schneeregen.

Um den Monatswechsel herum könnte es dann spannend werden. Dann ist unklar, ob sich wieder das milde Westwindwetter durchsetzen kann oder ob es aus Osten nicht doch kälter wird und dann auch im Flachland für Dauerfrost reichen könnte.

Glaubt man dem aktuellen Langfristtrend des US-Wetterdienst NOAA, dann steht uns auch eher zu milder Februar ins Haus. In Teilen Russlands würde die positive Abweichung sogar bis zu 4 Grad betragen. Generell ist es in Russland in den letzten Wochen deutlich zu mild. Kein Wunder also, dass wir bisher von der russischen Kältepeitsche verschont geblieben sind.

Der Februar könnte in Deutschland 2 Grad wärmer werden als im langjährigen Mittel.

„Der Winter 2011/2012 war übrigens anfangs auch sehr mild. Doch Ende Januar 2012 stellte sich die Großwetterlage um. Der Februar brachte rund 14 Tage strengen Dauerfrost dem in Europa über 600 Menschen zum Opfer fielen. Dieses Szenario ist allerdings für den kommenden Februar sehr unwahrscheinlich- aber eben nicht unmöglich“ erklärt Wetterexperte Jung.

Pressemitteilung wetter.net

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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